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Leser-Interview #5 // Jürgen: „Zeit nehmen“

Kürzlich fragte ich euch, wer von euch, liebe Leser, denn bereit zu einem kleinen Interview wäre. Ich hab mich sehr gefreut, dass ich gleich mehrere Antworten bekam. Hier die nächste!

avaWer bist du?
Mein Name ist Jürgen, ich bin verheiratet mit der tollsten Frau der Welt und der Vater von zwei unglaublich tollen Jungs. Ich bin stellvertr. Leiter eines gemeinnützigen Jugendhilfeträgers und wohne in Augsburg.

Was liebst du?
Ich liebe alte Sachen, die alte Zeit und bei alten Autos leuchten meine Augen. Ich bin ein hoffnungsloser Nostalgiker und liebe auch alte Kameras. Ich entdecke an alten Dingen so viele liebevolle Details. Aber mich beeindruckt, dass die Technik auch nach einigen Jahrzehnten immer noch funktioniert (viele Alltagsgegenstände heutzutage haben keine Lebenszeit). Ich liebe es, meine Voigtländer Bessamatic – die ca. 50 Jahre auf dem Buckel hat – mitzunehmen und als Kamera zu nutzen und perfekte Bilder zu bekommen. Deshalb fotografiere ich auch wahnsinnig gerne mit meinen alten Kameraschätzchen. Mittlerweile habe ich immer ein analoges Schätzle dabei. Das Ganze hat mich soweit gebracht, dass eigentlich fast jede Woche ein Film entwickelt wird.

Ich liebe es aber auch, „on the Road“ zu sein. Sobald ich unterwegs bin und im Auto oder im Fahrradsattel sitze auf dem Weg zu einem neuen Ort, geht’s mir gut. So reisen wir unwahrscheinlich gerne und sind auch sonst viel unterwegs. Denn meiner besseren zweiten Hälfte geht’s genauso. Wir haben unsere Kinder mittlerweile auch angesteckt…

(Was) fotografierst du?
Ich fotografiere so ziemlich alles. Ich habe früher schon unwahrscheinlich gerne fotografiert, jedoch meist, wenn ich unterwegs war. Vor 2,5 Jahren habe ich mir dann endlich meine allererste DSLR gekauft. Und dann las ich den Satz „mach ein Projekt und fotografiere jeden Tag ein Bild – für ein Jahr… “

Das habe ich im Februar 2012 begonnen und ein Jahr durchgehalten. Dabei ging es mir darum, zu lernen und zu üben. Mittlerweile hat sich raus gestellt, dass ich gerne in Schwarz/Weiß fotografiere.

Auch liebe ich analoge Fotografie mit den Möglichkeiten der Negatv-Entwicklung, wie Push und Pull.

Welches deiner Bilder ist dein Lieblingsbild? Warum?
Ein Lieblingsbild zu benennen ist schwer für mich…
Ich mag mein Bild mit den Linien unwahrscheinlich gerne. Vielleicht wäre das ein Lieblingsbild, oder das traumhafte Cockpit eines wahrgewordenen Traums von einem Mercedes… ??? Oder das Boot am See… ???

Wenn du jedem Fotografen einen einzigen Tipp geben würdest, welcher wäre das?
Neben dem Fotografieren ( und zwar so oft es nur geht) habe ich den Tip, sich Zeit zu nehmen. Das bedeutet, ein potentielles Motiv erst mal wirken zu lassen. Ich schaffe es nicht oft, aber wenn ich es schaffe, dann bekomme ich meist – mindestens – ein Bild, was mich sehr zufrieden stellt.

Wenn du etwas gefunden hast, was du fotografieren möchtest, und das Motiv wird nicht sofort wieder weg sein, dann nimm dir Zeit – 5 oder 10 Minuten – und lass in dieser Zeit die Kamera in Ruhe. Umrunde das Motiv, betrachte es aus unterschiedlichen Perspektiven und Winkeln. Gehe in die Hocke (leg dich auf den Boden), klettere auf einen Baum oder eine Erhöhung und lass dir bei allem Zeit. Lass das Motiv wirken und genieße erst mal den Anblick und die dazu passende Atmosphäre. Und dann nimm die Kamera in die Hand und fotografiere. Ich werde keine Prognose abgeben, aber…

Wo findet man dich online?
Ich bin auf meinem Blog Zuhause…
Auf der Seite gibt es auch Bilder von mir zu sehen und einige Erfahrungsberichte aus meinem analogen Schaffen. Natürlich finden sich da auch Infos zu meinen alten Schätzchen.
Es gibt mich zwar auch auf Flickr und Facebook, aber eher sporadisch…

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare
  1. Ich Fotografiere auch schon seit einigen Jahren und kann seinen Tipp sich zeit zu nehmen nur unterstreichen. Wenn man glaubt ein Motiv gefunden zu haben sollte man lange überlegen wie es am besten wirkt. Da kommt es auf jeden Fall auf den Winkel an und selbstverständlich das Licht. Ich hatte schon Motive in meinem Kopf die ich erst Monate Später realisieren konnte weil das Wetter meiner Meinung nach im Herbst einfach bessere Ergebnisse bringt.
    Fazit: Immer Zeit nehmen, auch wenn es Monate werden können.

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