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Medienexkursion: Radio Megaherz / Radio Galaxy

Vor einiger Zeit waren wir mit dem Studium in Hof, Exkursion. Wir haben vier Stationen gemacht – die erste war der Radiosender Megaherz/Galaxy. Hier die spannendsten Fakten meiner Mitschrift!

Allein das Gebäude des Senders war spannend. Es wurde 1862 erbaut, steht unter Denkmalschutz und ist dann 1996 komplett umgebaut werden, bevor der Sender hierher zog. Während des Umbaus wurden mehrere 100 km Kabel verlegt – irre!

Redaktion / Redaktionskonferenz

In der Redaktion laufen alle Einladungen, Wahlkampfinformationen etc. zusammen. Jeder Redakteur hat die Möglichkeit, für ein Thema einen Sendeplatz zu belegen und es auch gleich aufzubereiten, z.B. durch das Schneiden von O-Tönen.

Werden Interviews benötigt, wird der zu Interviewende entweder in den Sender eingeladen oder vor Ort mit einem Aufnahmegerät befragt. Telefon-Mitschnitte werden nur notfalls genommen, da die Qualität deutlich schlechter ist als bei den anderen Möglichkeiten.

Täglich um 10.00 Uhr ist die Redaktionskonferenz mit den Redakteuren und dem Morgenmoderator. Zunächst wird die zuvor gelaufene Morgenshow reflektiert: Welche Themen wurden gesendet, auf welche haben Hörer mit Anrufen reagiert?
Anschließend werden die Termine des Tages besprochen, die die Nachrichten/Themen des kommenden Morgens bestimmen.

Die Redakteure arbeiten dann den ganzen Tag an der Erstellung der Beiträge.

Regionalität der Themen
Bei der Planung der Beiträge werden alle Themen, so es möglich ist, immer auf regionale Aspekte heruntergebrochen. Beim aktuellen Schiffsunglück etwa wurde eine Frau aus dem Sendegebiet interviewt, deren Freundin beim Schiffsunglück dabei war.

Die Sendefenster für regionale Sendungen, Nachrichten und Aktionen sind sekundengenau festgelegt. Nur so ist es beim Radio (v.a. bei Radio Galaxy) möglich, dass bei verschiedenen Regionalteilen am Ende alles fließend ineinander übergeht.

Anforderungen an Moderator und Show

Ein Moderator muss eine neutrale Instanz sein und seine eigene Meinung zurückstellen. Daher sollte er möglichst nicht politisch tätig sein.

Die Aufgabe eines Moderators ist es, die Sendung zu „fahren“. Er timt Werbung, Beiträge, O-Töne und Musik. Daher darf er erst on air gehen, wenn er das ganze Mischpult bedienen kann. Entsprechend liegt es an ihm zu entscheiden, welches Lied des aktuellen Musiklaufplans er spielt, damit etwa das Zeitfenster bis zu den Nachrichten exakt ausgefüllt ist.

Wichtig ist es, dass es trotz aller Professionalität „menschelt“. Das bedeutet zum einen, Beiträge anhand möglichst regionaler Personen darzustellen, zum anderen aber auch, dass sich ein Moderator durchaus einmal versprechen darf.

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare
  1. Sehr interessant. Nichts mit der Idee, der Moderator drückt mal aufs Knöpfchen, Musik ertönt und er hat erst mal Kaffeepause. Es wäre sicher interessant, einmal bei einer Sendung hinter die Kulissen blicken zu können.

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