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Hochzeitsfotografie-Workshop mit dem Stilpirat

Insgesamt 11 Stunden Bahnfahrt und 8,5 Stunden Intensiv-Workshop – das war mein Wochenende. Und es war geil!

Freitag nach der Arbeit habe ich mich in den Zug gen Hamburg gesetzt, um am Samstag auf meinen ersten Fotoworkshop zu gehen – zum Thema Hochzeitsfotografie. Ich kenne den Dozenten Steffen Böttcher schon lange von seinem Blog „Stilpirat„, doch hätte nie gedacht, dass ich ihn mal „in echt“ treffen würde.

Was also hat mich dazu gebracht, mein Wochenende in Hamburg zu verbringen? Ich sag mal so… mir ist mitgeteilt worden, dass ich im Sommer eine Hochzeit fotografieren darf. Ich und Menschen fotografieren? Porträts? Wer hier schon länger mitliest, der weiß, dass das eigentlich nicht gut gehen kann. Andererseits bin ich bei aller Bescheidenheit tatsächlich besser als jeder Fotograf, der im Umkreis der Hochzeit arbeitet (ja, ich kenne die Arbeiten, ich sag nur Blur-Filter für schön-kitschig-unscharfe Ränder). Und das Hochzeitspaar ist mir wichtig. Also herzhaft in den sauren Apfel gebissen.

Nun wollte ich wenigstens gut vorbereitet sein. Ich hab mir überlegt, wie die Bilder aussehen sollten am Ende, damit ich mit mir zufrieden bin. Hab geschaut, wer genau solche Bilder macht. Steffen macht sie. Also kurzerhand das Seminar gebucht.

Und, hat es sich gelohnt? Ja, definitiv und absolut!

Sagen wir so: Ein Tag, der damit beginnt, dass die 4-jährige Tochter meines Kumpels (bei dem ich übernachtet habe) mich beim Duschen stört und fragt, wer ich eigentlich bist… so ein Tag kann nur besonders werden! ;)

Nach einem Bus und zwei S-Bahnen kam ich am Ort der Tagung an, einem wunderschönen Tagungsraum ganz in weiß, offen und freundlich. Eine nette Begrüßung durch Steffen später hielt ich auch schon ein Brötchen in der Hand – Steffens Frau verköstigte uns den ganzen Tag, auch mit Pizza und irre gutem Kuchen. Die anderen kamen, und los ging’s!

Die Gruppe war einerseits natürlich sehr homogen, alle Fotografen und an Hochzeitsfotografie interessiert. Andererseits auch sehr bunt gemischt, vom fertig ausgebildeten Fotografen bis zum Hobbyfotograf, mit einer Erfahrung von null bis „viele“ bereits begleitete Hochzeiten war alles dabei.

Was haben wir gelernt? Viel. Von der Vorbereitung, Vorgespräch und dem Probeshooting über die Hochzeit bis zur Nachbearbeitung. Ganz wichtig war immer wieder die Bindung zum Kunden: Wie begeistert man sie für sich, wie schafft man Bilder, die sie auch in 20 Jahren noch gerne ansehen – kurz: Wie macht man sie glücklich? Wie wichtig das Steffen ist, merkt man. Er hat eine Begeisterung, die steckt an, die motiviert.

Genauso wichtig ist ihm aber auch, dass man „man selbst“ beim Fotografieren ist. Darum haben wir erfahren, wie wir unseren Stil finden und den auch konsequent weiterverfolgen. Denn nur so macht es uns selbst ebenfalls Spaß.

Auch über den technischen Background haben wir gesprochen. Was mich sehr sehr gefreut hat: Steffen blitzt nicht. Genial – ich hab ne kleine Blitz-Aversion. Mit dem Wissen, dass nicht geblitzt werden muss, wirkt die „drohende Hochzeit“ schon halb so schlimm. Allerdings (und das ist das kleine „aber“): Mit meiner Kamera komm ich nicht in die Iso-Bereiche, in denen ich dann arbeiten muss. Mit meinen Objektiven bekomm ich nicht die Qualität, die ich einem Brautpaar schulde (zumindest wenn das Shooting bezahlt wird). Das ist doof. Meine D90 könnte als Ersatzbody mit, mehr aber auch nicht.

Absolutes Highlight war ein sehr süßes und nettes  Brautpaar, welches Steffen letztes Jahr fotografiert hat. Die beiden haben sich für uns noch einmal in Schale geworfen. Steffen hat uns gezeigt, wie er Bilder macht, und dann durften auch wir immer wieder „draufhalten“. Erschwerend kam hinzu, dass bei einem Dutzend Teilnehmer fast immer einer im Bild war. Trotzdem hab ich ein paar schöne Bilder gemacht (zeig ich euch die Tage, muss noch ein wenig dran schrauben).

Fazit:
Geil! Ich kam zum Seminar mit dem Gefühl, eine Hochzeit fotografieren zu müssen. Ich ging mit der Vorfreude, eine fotografieren zu dürfen.

PS:
Wer sich auch für das Thema interessiert, ohne gleich ein Seminar buchen zu wollen, dem empfehle ich das eBook zum selben Thema.

Dieser Beitrag hat 10 Kommentare
  1. Uii, Dein Blogpost hat mich angesteckt. Das hört sich alles so toll an. :)
    Heißt das, dass Du Dir eine neue Kamera zulegen wirst? Hat Dir Steffen Böttcher eine Kamera empfohlen mit der Du in die entsprechenden ISO-Bereiche kommst?
    Hach, ich hab‘ jetzt auch Lust auf so einen Workshop bekommen. :love:

  2. Hey, das liest sich super – find ich klasse, dass du dich mit der Hochzeitsfotografie auseinandersetzt !!!
    Und dein *Bericht* liest sich so superpositiv und interessant – hat mich jetzt mal zum nachdenken gebracht und ich überlege ob ich mich vielleicht auch mal nem Thema zuwenden soll was ich so gar nicht kann – Menschen zu fotografieren :)
    Und der Fotostil der Hochzeitsbilder gefällt mir auch total – hab mal n bißchen geguckt :) Auf deine Bilder bin ich auch total gespannt !!!

  3. Hi Birgit.
    Auch von Dir ein toller Bericht! Würde mich sehr interessieren, wie die Hochzeit dann abgelaufen ist.
    Steffen hat natürlich recht, wenn er sagt, dass eine D3s die perfekte Kamera für eine Hochzeit ist, andererseits geht die erste auch mit ner D90 (ging seine ja auch.. ;) ).
    Wichtiger finde ich noch ein lichstarkes Objektiv.. Das 50mm f/1.4 von Nikon oder Sigma ist unabdingbar. Und damit kannst Du schon fast alles machen (hab ich zumindest gemacht).
    Danach kann man ja immernoch gucken, ob man sich ne Kamera für 4000,- Euro kauft.. ;)

    Wenn Du auf meinen Blog schaust, siehst Du die Hochzeit, die ich gemacht habe. Nur mit dem 50er und nem 10-20mm von Sigma. Geht.

    Lieben Gruß!

    Martin

  4. @Momentaufnahmenbloggerin: Aktuell ist leider kein wirkliches Budget für eine neue Kamera… besagte Hochzeit ist zum Glück in einem sehr hellen Standesamt, insofern ist das für mich erst mal nen Testlauf im Sinne von „macht mir das überhaupt Spaß?“

    @Manu: Freu dich auf die Fotos, ich bin immer zufriedener damit. Hab sie fast fertig.

    @DasMaddin: Auf jeden Fall erzähl ich von der Hochzeit. Ich habe noch nicht abgeklärt, ob ich auch Fotos zeigen darf. Sonst zeig ich die einer zweiten, bei der ich mich als Assistent gemeldet habe, da hab ich schon das Go für alles, was ich mit den Fotos machen will (außer verkaufen versteht sich).

    Deine Fotos werd ich mir als Vorbereitung auf jeden Fall ansehen – danke, das macht mir Mut! Hab zwar nur das 1.8er bei 50mm, aber das könnte ja auch noch gehen…

  5. Lasse dich wegen deiner D 90 und dem „nur“ 1,8 / 50mm nicht verunsichern, die Ideen hast du in deinem Kopf und auch mit deinem Equipment kannst du bei der Hochzeit tolle Bilder machen! ;)
    Deine Begeisterung über den Workshop finde ich cool. :!:
    Btw. Steffen schreibt in seinem e-book ja das es daß 1,8/ 50mm auch tut.

  6. Hi Birgit,

    danke für die Infos, hab‘ ja das pdf vom Stilpirat und fand ihn auch enorm gut im Bereich persönlichen Umgangs. A wengala wenig Bilder hat er drin, aber irgendwas ist ja immer.

    Was die Ausrüstung angeht ist natürlich das Leihen im Zweifelsfall immer eine Option. _Manches_ kann man ja vielleicht in seiner Fotogruppe leihen (Nikons bedienen sich ja recht ähnlich), aber am 1.4/24 wirst Du kaum vorbeikommen für Deinen Einsatz…

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