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365 Selbstporträts? Ich starte den Versuch (mal wieder)

Es gibt ja eine Menge Fotoprojekte, die über ein Jahr gehen. Einige fotografieren immer denselben Gegenstand in anderer Umgebung, andere porträtieren Fremde, und dritte sich selbst.

Warum Selbstporträts?

365 Tage – das ist eine verdammt lange Zeit. Jeden Tag ein Foto, das ist auch ein extremer Druck. Warum sollte man sich dem aussetzen? Ganz einfach: Um zu lernen.

Anna Gay auf Flickr macht bereits ihr zweites Jahr Selbstporträts. Ihre Erfahrung mit dem ersten Jahr fasst sie so zusammen:

I learned more from this project than I may ever realize. The project made me grow not only as a photographer, but as a person.

In short, 365 changed my life. I went from having no direction in my life – unhappy and unfulfilled – to having a career I love, and in the end, loving myself.

A lot can happen in a year :)

Ich habs schon mal probiert…

Ja, ich gestehe: Ich habe nie darüber geblogt. Aber in der ersten Hälfte 2008 habe ich ein 365-Projekt gemacht. Meine Idee: Jeden Tag ein Foto, auf dem a) ich bin und das b) typisch für den Tag ist. Nach zwei Monaten etwa merkte ich, dass 5 von 7 Tagen in der Woche relativ ähnlich ablaufen und das einfach langweilig wird. Also hab ich Regel a) gestrichen. Noch zwei oder drei Monate hab ich durchgehalten, dann aufgegeben. Die Idee war nicht realisierbar, ich war länger mit der „Was-ist-typisch-Suche“ beschäftigt als mit Bildaufbau und Beleuchtung. Schnappschüsse machen auf Dauer nicht glücklich. Immerhin, ein paar Perlen sind mir auch geglückt:

Und ich tue es wieder.

Irgendwie habe ich gerade das Gefühl, dass ich fotografisch stagniere. Das kann net sein. Also hab ich mich aus meiner Komfortzone begeben und mich nochmal an ein Selbstporträt-Projekt gewagt. Diesmal mit mehr fotografischem Anspruch. Ob ich 365 Tage durchhalte? Ich weiß es nicht. Aber ich möchte so lange durchhalten, bis ich mit der Qualität der Bilder zufrieden bin. Das ist das Minimum. Mal sehn, wo die Reise hingeht und ob ich mich selbst auch weiterentwickel.

Die Tage werde ich euch erste Ergebnisse zeigen und euch erzählen, was man alles falsch machen kann (und zumindest darin bin ich bereits sehr erfolgreich!). Gebt mir noch ein paar Tage, um noch ein paar Fehler mehr zu machen, dann gibt’s die „Don’t-Liste“ ;)

Dieser Beitrag hat 17 Kommentare
  1. Hm, ich denke ich würde das auch kaum durchhalten.
    Ich weiß nicht mehr wo, aber ich hatte mal ne Seite gefunden, wo eine Familie Porträts von Papa, Mama und je Kind, zumindest jedes Jahr am selben Tag im Jahr fotografiert hat und man hatte dann das Ergebnis über 30 Jahre oder so ein einer Übersicht. Sowas wäre ja noch eher realisierbar, z.B. jedes Jahr zum Geburtstag vom Papa oder so, aber man muss es durchhalten …

  2. Das ist mal wieder n geniales Projekt – find ich klasse !!! Da kriegen wir ja jede Menge von DIR zu sehen – Frau schaut ja jeden Tag anders aus – fühlt sich anders – hat andere Emotionen und äußere Einflüsse die das *Gesammtbild* verändern – da bin ich schon megagespannt drauf !!! Das ist total vielseitig und kreativ – so wie ich dich kenne wird das richtig gut !!!
    Ich könnte das nicht – ich guck immer so dermaßen deppert in die Kamera – ich wäre da schon ne Stunde mit beschäftigt n Bild zu knipsen :)
    Also – DO IT – ich freu mich drauf !!!

  3. Ich finds eine interessante Idee, würde es aber vermutlich kürzer starten, nämlich als 30-Tage-Projekt.
    Warum? Für 30 Tage würde ich mir mehr Mühe geben als für ein Jahr, weil ich weiß, dass sie schneller vorbei sind.
    Bin aber gespannt auf Dein Ergebnis!

  4. Ich finde die Idee echt Klasse, auch wenn ich das denke ich nicht durchhalten würde. Vlt. bei einer abgewandelten Form, von jeder Woche ein Foto & selbst das ist denke ich noch hart aber interessant um zu sehen wie man sich verändert und was für Fortschritte man in der Fotografie macht, ich denke ich sollte mir das für nächstes Jahr vornehmen *hm*

    Die Bilder von Anna Gay sind echt fabelhaft.
    Deine Bilder gefallen mir aber auch, vorallem das erste ^^

  5. Respekt, das nenn ich mal ein ambitioniertes Projekt!!

    Bei mir sähe das wohl eher so aus, dass ich an Tag 1 ein Bild machen könnte und dann 365 tage ohne Unterbrechung lang daran rumfrickel bis mir die Nerven durchgehen XP . Dabei die zunehmenden Augenringe abzulichten wäre ein naheliegendes 365-Tage Folgeprojekt.

    Bin gespannt wie das bei Dir so wird (und was wir danach an Dir NICHT kennen ;) )

    Viel Spaß, viele Ideen und einen kruppstählernen Durchhaltewillen wünscht
    Claus

  6. ich finde das projekt genial und mache vielleicht mit. lustig dass du das jetzt schreibt, wo ich letzte woche einen artikel über selbstporträts vorbereitet habe, weil ich eine serie starten möchte. vielleicht warte ich damit noch bis nächstes jahr.
    die ersten zwei bilder finde ich grandios!

  7. Hallo Birgit,
    da bin ich wirklich gespannt, ob das Projekt das bringt, was Du Dir davon versprichst.
    Stagnation und Pausen gehören irgendwo dazu. Keiner kann 365 Tage im Jahr Höchstleistungen bringen.
    Für mich selber wäre so ein Projekt zu streßig und zusätzlich Druck aufbauend. Ob das förderlich ist für Inspiration?

    Das erste Foto ist übrigens sehr klasse! :!:

    VG Silke

  8. […] Birgit Engelhardt hat mich auf eine Idee gebracht. 365 Tage Selbstportrait. Warum? Das hat zwei Gründe. Erstens, weil ich viel zu wenig auf Fotos zu sehen bin. Dies meinen zumindest Freunde und die Familie. Zweitens, weil ich denke, wie auch Birgit auf ihrem Blog beschreibt, eine Weiterentwicklung im Portraitbereich stattfinden wird. Mal gucken. […]

  9. Halloha,

    Boah ey!!! Das ist ja schlimmer als ein Ironman. Hab mir gerade die Bilder von Anna Gay angeschaut und wunder mich, daß sie noch nicht im Schwachstromgymnasium gelandet ist. Arbeited die auch noch was??? Ich zweifele an meiner Kreativität, wenn ich die Bilder sehe. Im Ernst: Ich find Deine Bilder klasse und freue mich auf mehr, auch wenn es nicht jeden Tag ein neuses gibt!

    viele Grüße
    Richard

  10. Ich glaube der Grund, weshalb diese Aktion so eine große Herausforderung ist, ist der persönliche Anspruch auf Qualität. Jeden Tag ein schnelles Selbstportrait mit der Kompaktkamera zu schießen sollte kein Problem darstellen. Jeden Tag, wenn man nach Hause kommt, die bereitliegende Kamera schnappen und abdrücken.
    Wenn man aber echte Selbstportraits machen möchte, dann sollte man sich bei der Aktion 365 darauf gefasst machen, dass es zu starken Qualitätsschwankungen kommen kann. Oder man beweist, dass man Nerven wie Drahtseile hat und nimmt sich jeden Tag die Zeit für Licht SetUp, neue Idee und Shooting…

    Einen Versuch ist es sicher Wert, aber es ist echt hart. ;)

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