Sind Wir Nicht Alle Ein Bisschen Nofretete? Bildretusche Im Zeitalter Der Digitalen Fotografie

Sind wir nicht alle ein bisschen Nofretete? Bildretusche im Zeitalter der digitalen Fotografie

[Gastbeitrag von Pam] Im Bahnhofshandel schauen sie uns an, die Schönheiten auf den Glamour-Zeitschriftentiteln.Überirdisch blicken Angelina Jolie und Co. auf uns herab, Katzenaugen in perfekt symmetrischen Gesichtszügen, gekleidet in atemberaubende Haute Couture Größe 34 – maximal. Aber der aufgeklärte „Homo Hipsterus“ weiß natürlich, dass diese Bilder ohne Ausnahme umfangreiche Veränderungen in einem Programm namens „Photoshop“ durchlaufen haben. Kein Foto wird heute auf einem Titel gedruckt, ohne dass vorher allzu Menschliches retuschiert und damit in den Olymp des Perfekten erhoben wurde. Youtube ist voll mit Tutorials, die zeigen, wie man Asymmetrien begradigen, Kraterlandschaften auf Haut einebnen und Farben ätherisch überstrahlen kann. Die Übersetzung „Fotoladen“ ist fast ein Hohn, wenn man bedenkt, dass es Zeiten gab, in denen das Bild analog in einer lichtempfindlichen Schicht fast eingeritzt war und die Kosten, es zu verändern, astronomisch hoch. Wie lange ist das her, seit die Digitalfotografie flächendeckend Einzug hielt in unser Leben? Vielleicht 10 Jahre oder etwas mehr? Photoshop stammt aus der Zeit, als der digitale Pixel noch ein Traum von Entwicklern war.
Mehr Lesen
Auf Der Suche Nach Dem Glück: Darum Fotografiere Ich.

Auf der Suche nach dem Glück: Darum fotografiere ich.

In meiner Thurnauer Fotogruppe stellt sich bei jedem Treffen ein Mitglied fotografisch vor. Damit wir uns besser kennenlernen und sehen, wer sich gerade wofür begeistert. Mein Vortrag beinhaltete zum einen alte und neue Fotos, die ich als typisch oder als Meilensteine bezeichnen würde. So habe ich die Wirkung des goldenen Schnitts durch Zufall selbst entdeckt, denn in meinen Fotobüchern für Kinder kam er nicht vor. Zum anderen beinhaltet er aber auch aktuelle Gedanken und Bauchgefühle rund um die Fotografie. Keine fertigen Erkenntnisse, sondern eine Ist-Aufnahme verschiedener Gedanken und Themen, die mich beschäftigen – teils bewusst, teils einfach, indem ich immer wieder dahin zurückfinde.

Zunächst stellte ich mir die Frage, warum ich überhaupt fotografiere. Und stellte fest, dass es für mich mehrere Gründe gibt, die Kamera zur Hand zu nehmen.

Mehr Lesen

Lasst mich im Urlaub halt knipsen!

Diesen Sommer war ich mehrfach übers WE oder für einen Tag weg. Prag, Dresden und bei alten Freunden. Immer habe ich bei der Heimkehr das Gefühl, dass andere von meinen Fotos enttäuscht sind. Keiner sagt etwas, aber irgendwie hätten sie mehr erwartet.

Lasst mich im Urlaub halt knipsen! Wenn ich vor der Frauenkirche stehe, zusammen mit zig anderen Touris, wie soll ich da ein einmaliges Bild hinbekommen? Morgens um 5 aufstehn, im Urlaub? Nein danke, nicht mein Ding!

Natürlich denke ich über die Perspektive nach, über Vorder- und Hintergrund. Schöne Urlaubsfotos möchte ich ja schon haben. Aber ohne Hilfsmittel (und dazu zählen Stativ, Wecker, Graufilter und überdurchschnittlich leidungsfähige Mitreisende) werden die Fotos einfach nicht herausragend.

Dabei bin ich schon zufrieden, wenn sie nicht ganz alltäglich sind. Der leicht bauchige Touri, der unter der überwältigenden Wandmalerei heroischer Krieger steht. Rollerfahrende Kinder vor der Semperoper, unbeeindruckt von ihrer Größe. Mit solchen Ergebnissen bin ich schon voll zufrieden. Und dazwischen gibt es die leckeren Süßspeisen oder etwas anderes, das mir gefallen hat. Fotografisch nicht erwähnenswert. Aber als Erinnerung goldrichtig.
150823-0427

Mehr Lesen

[Gastbeitrag] Das perfekte Bewerbungsfoto: Was geht, was geht gar nicht?

Auch wenn Bewerbungsfotos in anderen Ländern immer mehr an Bedeutung verlieren, so haben sie in Deutschland noch immer einen unverändert hohen Stellenwert. Das Bewerbungsbild ist das erste, was der Personaler sieht. Deshalb ist ein perfektes Bewerbungsfoto unabdingbar. Doch was macht ein perfektes Bewerbungsbild aus? Worauf hat man als Fotograf zu achten, weil der Bewerber es vielleicht gar nicht weiß? Und was geht gar nicht? – Ein Gastbeitrag der Website rahmenversand.com

(birgitengelhardt.de) Foto1

© Bewerbungsbild (Sven Palm / Flickr, CC BY 2.0)

Am Wunsch-Unternehmen orientieren

Egal, ob hinsichtlich der Kleiderwahl, der Frisur oder im Hinblick auf das Thema Bart: Es ist unabdingbar, sich vor dem Gang zum Fotografen mit der Firma auseinanderzusetzen, bei der man sich bewerben möchte. Das geht am besten über die Website des Unternehmens. Hier kann ein erster Eindruck darüber gewonnen werden, wie sich die Firma und ihre Mitarbeiter nach Außen darstellen. Dementsprechend sollte sich der Bewerber auch selbst auf dem Foto kleiden und präsentieren.

Mehr Lesen