Fotos von Birgit Engelhardt - Part 3
birgitengelhardt.de
…mein Fotoblog



Ratet mal: Welches Foto hat gewonnen?

Yeah. Bei unserer Fotogruppe hab ichs im internen Wettbewerb erstmalig in die Platzierung geschafft! Einen dritten und einen geteilten vierten Platz hab ich gemacht! Mein erster Gedanke war, ob ich jetzt etwa massentauglich werde (mir wurde bisher immer vorgeworfen, ich hätte einen zu kreativen Stil für die Wettbewerbe). Mich anpasse. Aber dann hab ich mich doch gefreut. Und vielleicht hat mein Fotogruppenleiter auch Recht damit, dass es einfach heißt, dass ich mich weiterentwickle.

Das Thema war “Pferd”. Drei Bilder durften wir abgeben. Jetzt zeige ich euch meine drei Abgaben, und ich möchte von euch wissen: Welches Bild hat Platz 3, welches Platz 4, und welches rangiert im hinteren Mittelfeld? Na, wer kriegt es raus?

Bin mal gespannt, wer von euch richtig liegt!

Bild 1: Portrait

DSC 0500 1 Ratet mal: Welches Foto hat gewonnen?

Bild 2: Schattenreiter

DSC 0349 1 Kopie Ratet mal: Welches Foto hat gewonnen?

Bild 3: Schneeschnauze

DSC 0073 Ratet mal: Welches Foto hat gewonnen?


Alte Foto-Technik neu entdeckt: Der Mitzieher

Und noch eine Technik, an die ich mich nie getraut habe. Warum eigentlich nicht? Mehr als schiefgehn kanns doch nicht…

Darum hier mein Motivationsstubser für euch: Probiert es aus! Stellt eine relativ lange Belichtungszeit ein und zieht eure Kamera mit dem Motiv mit. Coole Ergebnisse und Spaß garantiert.

In meinem Fall stand ich auf einer Verkehrsinsel. Das hatte den Vorteil, dass die Autos erstmal standen, ich mir in Ruh eins aussuchen konnte, den Fokus schonmal manuell (!) setzen konnte, und dann fuhren sie an. War ganz entspannt. Und bei “Rot” hab ich schonmal geschaut, was geklappt hat, um nen Gefühl für die Technik zu kriegen.

Habt ihr mit dieser Technik schon Erfahrungen? Würde mich sehr über Tipps und über eure Fotos in den Kommentaren freuen.

Exifs:
1/10 sec

f 3,8
manueller Fokus auf wartende Autos
24 mm
ISO 800

100702 68701 Alte Foto Technik neu entdeckt: Der Mitzieher

100702 6875 Alte Foto Technik neu entdeckt: Der Mitzieher

Dieser Rikscha-Fahrer ist mal gar nix geworden. Der hatte einfach eine andere Beschleunigungskurve, den hab ich falsch eingeschätzt. Dank Moni weiß ich, dass auch unscharfe Bilder eine Daseinsberechtigung haben. Und weil ich es obendrein mag, zeig ichs einfach auch. Nicht als Outtake, sondern als Überraschungsergebnis. So. :)

100702 6868 Alte Foto Technik neu entdeckt: Der Mitzieher


Alte Foto-Technik neu entdeckt: Der Zoomeffekt

Als ich als junges Mädel war, hab ich jeden Geburtstag mindestens ein Buch über Fotografie bekommen. Darin war immer eine Technik erklärt, die man ausprobieren sollte: der Zoomeffekt. Irgendwie hab ich mich nie drangetraut, es klang zu kompliziert.

Später habe ich die Technik vergessen. Und heute seh ich diese Technik so gut wie nie.

Letztens erinnerte ich mich wieder dran. So aus dem Nichts. Und kam auf die Idee, das doch mal zu probieren.

Wer damals nicht diese Bücher bekommen hat: Der Zoomeffekt ist in der Theorie sehr einfach. Bei relativ langer Belichtungszeit abdrücken und gleichzeitig auszoomen. Und in der Praxis ist er gar nicht so schwer, wie er klingt. Vielleicht gehts mit Stativ auch noch nen Tacken einfacher, nicht alles zu verwackeln ;)

Habt ihr diese Technik schon einmal genutzt? Dann stellt mir doch bitte einen Link in die Kommentare! Ich freue mich auf viele Ideen für diese Technik.

Exifs: 1/40 sec., f. 7.1, 70 mm, Iso 200

100701 6385 Alte Foto Technik neu entdeckt: Der Zoomeffekt

100701 6379 Alte Foto Technik neu entdeckt: Der Zoomeffekt

Ohne Stativ gar nicht einfach, gleichzeitig zu Zoomen und nicht zu wackeln.

Tiefen einfärben ist toll!

Dass man die Tiefen oder die Lichter eines Fotos einfärben kann, weiß ich schon ewig. Es ist mir mindestens schon 3x über den Weg gelaufen. Aber jetzt hat es Klick gemacht. Grad noch drüber gewundert, wie diese irren Farben in den Blumenfotos zustande kommen. Ok, es grenzt schon an Kitsch, aber ich wollte es einfach wissen. Jetzt hat es Klick gemacht.

Die Lösung liegt darin, die Schatten und Lichter einzufärben. Vielleicht hat er noch mehr gemacht, aber das war jetzt ein dicker Aha-Effekt. Hab das mal nachgemacht – hier mein erstes Ergebnis und zum Vergleich darunter das Bild vor der Einfärbung. Wahnsinnig groß ist der Unterschied nicht, aber hinterher hat das Foto nur noch kalte Farben, das warme Grün ist raus. Und das intensiviert die Wirkung schon enorm, macht die ganze Umgebung der Blume unwirtlicher.

100714 7795 2 Tiefen einfärben ist toll!

100714 7795 Tiefen einfärben ist toll!


New York: Tipps für Fotografen und Touristen

Soso, 6 Tage war sie also in New York. Und jetzt will sie darüber ein paar Posts schreiben. Na dann soll sie mal vorne anfangen…

(Klick auf die Bilder vergrößert, ihr könnt auch durchblättern.)

New York

100702 6830 150x150 New York: Tipps für Fotografen und Touristen

“The big apple” oder “the city, that never sleeps” ist mit über 8 Mio. Einwohnern die größte Stadt der USA. Sie besteht aus den fünf Stadtbezirken (Boroughs) Manhattan, The Bronx, Queens, Brooklyn und Staten Island. Mehr Informationen findet ihr auf Wikipedia, die muss ich ja nicht alle abtippen ;)

Wie war’s denn?

100702 67401 150x150 New York: Tipps für Fotografen und TouristenZwei Haupteindrücke habe ich mitgenommen: “Bunt und viel” -  und too hot. Der Juli ist wohl nicht die ideale Reisezeit, wir sind eingeganzgen. Gleichzeitig gibt es so viel zu sehen, so viel zu entdecken, dass man im Endeffekt nur an der Oberfläche kratzen kann. Information-Overflow. Das war einerseits sehr beeindruckend, impressive, gigantisch. Andererseits aber auch einfach zu viel.

Mehrere Bekannte/Freunde, die schon in NY waren, sind der Stadt verfallen. Auf die Gefahr hin, dass ich für diese Aussage gevierteilt werde: Nö, ich bin’s nicht. Ich muss da so schnell nicht wieder hin. Es war klasse, keine Frage. Beeindruckend. Immens. Aber einfach ZU viel. Ein wenig kleiner, beschaulicher ist mir lieber.

Erfahrungen und Überlebenstipps

Ich erspar mir mal die üblichen Hinweise zu Trinkgeld oder typischen Sehenswürdigkeiten, die bitte im Reiseführer nachlesen. Hier kommen meine persönlichen Erfahrungen, auf die mich keiner vorbereitet hat.

100701 6418 150x150 New York: Tipps für Fotografen und TouristenDie New Yorker sind schon ein eigener Schlag. Höflichkeit wird groß geschrieben. Als ich mal am ersten Tag unbedarft wen im Hotel nach dem Weg fragte und statt “excuse me please” nur “excuse me” sagte – er hat mich nicht angesehen. Einfach ignoriert. Höflichkeit wird erwartet. Selbst wenn ich im Weg stehe, so mitten im Weg, sich wer vorbeizwängt und mich dabei streift, entschuldigt er sich dafür. Gleichzeitig hast du aber manchmal das Gefühl, dass diese Höflichkeit einfach eine leere Blase ist. Wie oft haben mich Verkäufer mit “how do you do” begrüßt, um sich sofort wegzudrehen und mir das Gefühl zu geben, dass ein Gegengruß eh nur an der Wand abprallen würde? – Einfachste Taktik: Freundlich sein und sich über nix wundern oder es sich gar zu Herzen nehmen.

100702 6870 150x150 New York: Tipps für Fotografen und TouristenDie Verkehrsmittel sind schon klasse. Taxi ranwinken geht super, nach max. 20 sec. hat immer eins den Blinker gesetzt, um zu uns zu kommen. Dazu muss man wissen, dass nur etwa 30% der New Yorker überhaupt ein eigenes Auto haben. Entsprechend besteht der Straßenverkehr zu einem immensen Anteil aus Taxen. Die sind übrigens auch finanzierbar, eine Fahrt im näheren Umkreis (z.B. Central Park bis Times Square) liegt bei 8 bis 12 Dollar (+10% Trinkgeld). Für weitere Strecken sei die U-Bahn empfohlen. Für eine Fahrt innerhalb von Manhattan haben wir pro Person 2,x Dollar bezahlt. Und die Fahrt geht schnell. Dafür ist es in den Schächten brütend heiß, in der Bahn selbst hingegen übelst kalt.

Wo wir grad von Kälte und Hitze sprechen… Liebe Amerikaner, mit eurem Hitzeempfinden ist was nicht in Ordnung. Draußen 40°, aber kaum kommt man in ein Geschäft/Restaurant/Hotel/Museum, stößt man gegen eine Kältewand. Alles wird runtergekühlt, ich schätze mal auf ca. 15°. Und die laufen da alle im T-Shirt und Rock/kurzer Hose rum. Im Supermarkt noch verständlich, aber im Museum, wo man über Stunden ist? Also wir hatten immer einen Plover dabei und haben ihn auch regelmäßig gebraucht. Und ein Tuch für den Hals, weil Klimaanlagen machen gut Wind, und nen steifer Nacken muss ja nicht sein.

100706 7660 150x150 New York: Tipps für Fotografen und TouristenWas mich sehr beeindruckt hat, war die Menschenvielfalt in New York. Es gab Menschen aller Kontinente, und alle gehörten dazu. Eine friedliche, entspannte und vorurteilsfreie Stimmung, wie ich es mir hier leider nicht vorstellen kann. Das hat mir sehr gut gefallen. Ich habe mich auch nie irgendwie unwohl gefühlt (außer bei oben erwähntem Typen, der mich ignoriert hat). Ok, ich bin auch nicht nachts in den Central Park gegangen, das sollte man nämlich nicht machen ;)

Tipps speziell für Fotografen

Ein ganz wichtiges Thema ist natürlich das Recht der Fotografen. So wie ich das verstanden habe, darf man von öffentlichem Grund aus erstmal alles ungefragt fotografieren – auch Menschen. Für jeden Streetfotografen das Paradies. Aber da ich hier keine Rechtstipps geben möchte, empfehle ich euch dieses pdf zum Fotorecht in den USA.

Welche Ausrüstung braucht man? Ich würde ein Zoom-Objektiv vorschlagen. In meinem Fall war es das 18-200, das hat ne Menge abgedeckt. Von Weitwinkel bis richtig Zoom hab ich alles oft genug gebraucht. Mit Festbrennweite kommt man da nicht weit… Nur im Museum hatte ich das 50er wegen der Lichtstärke mit. Das hat mir zwar einige Fotos unmöglich gemacht, aber die, die ich gemacht hab, sind farblich toll.
Übrigens, mein GPS-Tracker hat in den USA keinen Empfang gehabt (genauso wie der Funkwecker).

100703 6909 150x150 New York: Tipps für Fotografen und TouristenAch ja, Speicherkarten werdet ihr brauchen. An jeder Ecke lauert ein Motiv, und zwischen den Ecken sind noch mehr. Es ist grausam. Ich hab es in 6 Tagen auf 1.300 Fotos gebracht, die mittlerweile aber auf 673 runtergelöscht. Immer noch zu viel. Darum würde ich tendenziell sogar dazu raten, eher vorsichtig und bedacht zu fotografieren. Aber wenn man wenig Zeit hat, hält man halt erstmal drauf… wer weiß, wann man nochmal die Chance hat. Ja, ich spreche aus Erfahrung ;)

Das Fotografieren ist übrigens deutlich entspannter, wenn man vor der Reise eine Fotoversicherung abgeschlossen hat. Wer mich kennt, weiß, dass ich das Lesen von Tests + Erfahrungsberichten hasse. Trotzdem hab ich es mir angetan und meine ganze Ausrüstung (bis auf ein altes Objektiv) versichert. Samt Laptop. So konnte ich den zur Datensicherung mitnehmen, hätt ich mich sonst nie getraut. Ist schon ein gutes Gefühl, gleich von allen Bildern ne Kopie zu haben…

Dazu muss ich sagen, dass die gefühlte Sicherheit in NY sehr hoch ist. Auf der Straße hab ich mich absolut sicher gefühlt. Die Polizei zeigt auch gut Präsenz. Hier und da sperrt sie auch mal einfach ne Straße ab, denn, so unser Taxifahrer: “They need to prove they are working” ;)

100706 7631 150x150 New York: Tipps für Fotografen und TouristenLediglich in der U-Bahn hab ich mich ein wenig unwohl gefühlt, was aber wegen der schlichten Menschenmenge in der Bahn und der Angst vor Taschendiebstahl war. Da wäre es mir in München oder Hamburg nicht anders ergangen. Nur in Chinatown die U-Bahn-Station war schon ein wenig heruntergekommen und sehr schmal gebaut. Das war nicht ganz so schön.


Fotoprojekt: “The small apple”

small apple Fotoprojekt: The small apple
In New York, the big apple, hatte ich eine Idee: Wie wäre es, Menschen mit einem kleinen, einem small apple zu fotografieren? Und dabei gleichzeitig eine Porträtserie zu erstellen, die quer durch die New Yorker Bevölkerung geht. Gedacht, getan. Ich habe mir einen Apfel geschnappt und New Yorker um ein Porträt gebeten.

Erstaunlich viele haben sofort “ja” gesagt. Das fand ich klasse. Ich glaube, dass es hier in Deutschland deutlich schwieriger geworden wäre. Grad, wenn es um den Part mit der Veröffentlichung im Internet geht.

Well, here they are: meine kleiner-Apfel-Bilder.

Dear New Yorkers, thanks again so much for allowing me to take your photo and to put it online. I really like this small photo project and the pictures I took. And I’d just LOVE you to write a comment (just click here and scroll down to the comment form).

PS: Oops, just counted the photos and realized I’d forgotten one of you. Sorry, it wasn’t on purpose. Now all photos should be online.


6 Tage New York

Gestern früh, kurz nach 6, ist der Flieger gelandet, der mich aus New York zurück nach good old Germany gebracht hat. 6 Tage war ich drüben. Es war irre, bunt, groß, beeindruckend – und das bei rund 40 Grad an 3 der 6 Tage. Ich habe gestaunt, gelitten und natürlich fotografiert. Viel fotografiert.

Auf 1.100 Fotos etwa hab ich den Urlaub schon runtergelöscht. Jetzt sitze ich am Sortieren, Verschlagworten und Auswählen. Es geht sehr langsam voran, der Jetlag fordert seinen Tribut. Gleich hau ich mich erstmal wieder ins Bett. Doch vorher möchte ich euch schon einmal ein paar Eindrücke in die Stadt geben. Einfach zum Angucken und Wirkenlassen.

Dear New Yorkers, the photos of my photo project will be online within 1 or 2 days :)


Fotozitat 7/7

quote7 Fotozitat 7/7