Mein Papa erklärt Fotobegriffe (III)

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Parallaxenverschiebung
Verfremdung des Wortes „Parallelachsenverschiebung“, durch einen des Deutschen nicht so sicheren Fotografen: Das Bild wird parallel zu zwei fiktiven Achsen so verschoben, dass das Wesentliche ins Zentrum des Bildes gerät

Polfilter
Spezieller Filter, dessen Einsatz es ermöglicht, am Nord- oder Südpol trotz der dort herrschenden extremen Lichtverhältnisse stimmungsvolle Bilder anzufertigen

Konverter
Fachausdruck unter Fotografen: Ein Fotograph, der seiner bisherigen Kamera untreu wurde und zu einem anderen Hersteller wechselte. – Anlehnung an Konvertit.

Lightroom
Abgespeckte Version eines Profiraumes für Amateure, die ihre Fotos selber entwickeln wollen

Graukarte
Eine Speicherkarte, die auf dem grauen Markt der Produktpiraterie erworben wurde

Was darf man mit Familienfotos machen? Und was nicht?

Ich hatte heute eine Diskussion. Es geht darum, ob man Familienbilder von Weihnachten im Rahmen einer kleinen Ausstellung aufhängen darf, ohne alle Abgebildeten zu fragen. Moralisch jetzt.

Argument dagegen: Weihnachten ist privat.
Argument dafür: Es steht doch nicht im Netz, sondern ist nur in beinahe familiärem Rahmen der Ausstellung.

Eure Meinung?

Mein Papa erklärt Fotobegriffe (II)

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ausgefressenes Weiß
Das Ergebnis einer neuen Entwicklungstechnik, mit deren Hilfe die Farbe Weiß beliebig in eine andere Farbe geändert werden kann

Weißabgleich
Ein Verfahren bei der Digitalisierung von Fotos: Alle Farben werden mit der Farbe Weiß verglichen (abgeglichen) und im Prozentverhältnis zur Helligkeit der Farbe weiß gespeichert

Offenblende
Ein Symbol im Sucher, das dem Fotografen signalisiert, dass die Blende geöffnet ist und er ein Foto machen kann.

Zwischenring
Eine Vereinigung von Händlern, die den Fotografen bei der Vermarktung von Bildern hilft

Sportprogramm
Eine Software, die es ermöglicht, Sportfotos besonders dynamisch erscheinen zu lassen

Mein Papa erklärt Fotobegriffe (I)

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Noise reduction
Ein Geräuschfilter – ähnlich wie früher bei Videoaufnahmen – der dafür sorgt, dass das Foto keine störenden Nebengeräusche enthält, die sich in der Unschärfe des Bildes audrücken.

50 mm
Durchmesser der Gewindeschrauben, mit deren Hilfe Zusatzgeräte an der Kamera befestigt werden können

Schärfentiefe
Sie erklärt den Tatbestand, dass das Bild umso schärfer wird, wenn das Objektiv tiefer in die Kamera eingeschraubt wird

Blitzschuh
Spezialschuhe für Papparazzi, die bei der Jagd auf Prominente auf schneller Schuhwerk angewiesen sind

Lensflare
Ein nach seinem Erfinder, Abraham Lensflare, benanntes Verfahren zur Bewertung von Fotos auf Ausstellungen

 

Was ich mich nicht zu sagen traue…

fischer1 Was ich mich nicht zu sagen traue...

Es gibt Situationen, da verkneife ich mir eine Bemerkung. Nicht, weil sie nicht angebracht wäre (im Gegenteil!). Sondern weil der- oder diejenige es eh nicht verstehen würde. Hier ein paar Beispiele:

  • “Hi, ich wollt dir nur sagen: Dein Blitz hat eine Reichweite von etwa 3 Metern. Es macht keinen Sinn, damit nachts ein großes Gebäude anzublitzen. Mach ihn aus, leg die Kamera wo hin und mach Fotos, auf denen man was erkennt!”
  • “Ihr Kind findet das bestimmt toll, dass Sie so viele Erinnerungsfotos machen. Aber es wird immer das Gefühl von Distanz haben. Denn Sie fotografieren aus der Erwachsenenperspektive, von oben herab. Gehn Sie doch mal auf die Knie! Kinder sollte man grds. aus Augenhöhe fotografieren!”
  • “Hey, ihr macht da schöne Erinnerungsbilder. Doof nur, dass euer Fotograf so weit weg steht, dass man kaum was auf dem Bild erkennen wird. Im Ernst, es ist doch wurscht, welche Schuhe ihr anhabt, wenn man dafür eure strahlenden Gesichter besser sieht!”
  • “Du hast ganz tolle Fotos gemacht! Und so viele… Beim nächsten Mal schicke/zeige mir bitte nur die besten 20%. Danke.*”

So, jetzt seid ihr dran. Was wolltet ihr schon immer sagen, aber habt es euch dann doch verkniffen?

 

*Darf ich auf einen älteren Blogpost zur Kunst des Löschens hinweisen? Ich liebe ihn.
Und: Der letzte Punkt geht nicht an wen, der mir in letzter Zeit Bilder geschickt hat! Ich hab zwar was gesagt bzgl. der Bildmenge (und o.g. Link mitgeschickt *hust*), hab mich aber sehr über die Fotos gefreut, weil Erinnerungswert. Ich denke eher an diverse ältere “Ich zeig euch all meine Urlaubsbilder”-Abende…

fischer2 Was ich mich nicht zu sagen traue...

Über die Angst eines Fotografen

Grad vorgelesen bekommen :D

My biggest worry is that my wife (when I’m dead) will sell my photo equipment for what I said I paid for it.

…unknown author

5 Gründe, warum man niemals ein Fotoprojekt über Facebook laufen lassen sollte!

1. Doppelte Anmeldungen sind Chaos!

Ich dachte mir, mach ich’s meinen Teilnehmern einfach und ermögliche ihnen mehrere Anmeldewege. Entweder per Blogkommentar oder per Facebook. Ich hab nur eins nicht bedacht: Viele haben sich via Blog angemeldet und beim Facebook-Event auch “nehme teil” geklickt. Ist lieb, weil sie dadurch Werbung für mich gemacht haben. Woran ich auch nicht gedacht habe: Viele haben auf dem Blog mit ihrem Nicknamen kommentiert, auf Facebook aber ihren realen Namen angegeben. Darum konnt ich die doppelten Teilnehmer z.T. nur mit deren Hilfe identifizieren.

2. Ich kann meine Teilnehmer nicht mal eben via Facebook erreichen

Wichtige Infos an alle? Einfach mal an alle schicken? Geht net. Ne Nachricht auf die Seite schreiben, so dass alle es mitbekommen? Geht nicht. Ich habe alle einzeln anschreiben müssen. Shice-viel Arbeit!

Kurioserweise ist dies möglich, wenn man das Event als Privatmensch anberaumt. Wenn man es aber – wie ich – von seiner Fanpage aus startet, geht das halt net.

3. Intensive Kommunikation, viele Absprachen? Forget it.

Ohne Worte

fb spam 5 Gründe, warum man niemals ein Fotoprojekt über Facebook laufen lassen sollte!

4. Exportfunktion? Nüscht.

Beim Blog hab ich mit diesem netten Plugin (danke an Perun) alle Kommentare schwups in Excel exportiert. Bei Facebook durfte ich alle Namen per Hand abtippen.

5. Lustiges Umsortieren

Ein paar Tage vor Aktionsende hab ich schon mal die ersten Teilnehmer abgetippt (s. 4). In den letzten Tagen kamen noch mal 1-2 Dutzend Anmeldungen dazu. Die wollt ich schnell übernehmen. Dumm nur, dass die neuen Teilnehmer weder ganz am Anfang der Liste noch ganz am Ende waren, sondern sich irgendwie dazwischen sortiert haben. Ganze Arbeit für’n Ar…

Nächstes Mal alles anders!

Nur noch Anmeldungen über den Blog. Inklusive Exportfunktion, exklusive Chaos und verdrehte Nerven icon smile 5 Gründe, warum man niemals ein Fotoprojekt über Facebook laufen lassen sollte!

 

Mit der Unbeschwertheit eines Kindes

kind Mit der Unbeschwertheit eines Kindes
Gestern saß ich im Zug. Nebenan der Sohn von Bekannten. Er hatte ein schön gestaltetes Mal- und Rätselbuch. Der Zug wackelte, ein grader Strich war nicht möglich. Doch er scherte sich nicht drum. Er malte mit Begeisterung, ohne darüber nachzudenken, ob das Ergebnis vielleicht nicht perfekt würde. Er hatte einfach nur Spaß.

Von diesem kleinen Jungen können wir alle was lernen.

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