Passt auf eure Augen auf!
- am 13. April 2012
- von bee
- in in eigener Sache
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Das Auge ist für uns sehr sehr wichtig. Passt gut drauf auf!
Seit der 2. Klasse trage ich Brille, seit der 9. Kontaktlinsen. Ich hab aufgepasst, hab Brillentage eingelegt, die Linsen abends öfters rausgenommen und die beste Qualität gekauft. Trotzdem hat mir im Februar – gefühlt von einem Tag auf den anderen – auf einmal eine Dioptrie gefehlt. Ich schaute morgens aus dem Fenster und alles war leicht verschwommen.
Panisch zum Augenarzt. Die Diagnose: Die Hornhaut ist angekratzt – so sehr, dass sich dadurch das Licht anders bricht als vorher (darum die zusätzliche Sehschwäche). Folge: 3 Monate Kontaktlinsenverbot, 3 Wochen stündliche Tropfen, 6 Wochen abends Salbe rein – und dann weitersehen. Ob es sich verbessert oder nicht. Ob ich wieder Linsen tragen darf oder nicht.
Mit einer Brille und einer fehlenden Dioptrie ist man echt eingeschränkt. Ich red nicht vom Autofahren, ich bin mit der Sehstärke eh nicht fahrtüchtig grad. Ich red vom Alltag. Ob in der Vorlesung oder beim manuellen Scharfstellen. Neue Brille wäre doof, weil es sein kann, dass die Hornhaut zumindest etwas wieder in Ordnung kommt. Aber bis dahin nix sehen… auch doof. Ich war darum bei mehreren Optikern auf der Suche nach einer Billigbrille. Der vierte, Fielmann, konnte mir helfen. Für jeweils weniger als 20 Euro habe ich eine Brille und eine Sonnenbrille in meiner derzeitigen Stärke bestellt. Und freu mich sehr darauf, zwar was auf der Nase zu haben, aber immerhin das Richtige. Wenn ich schon nix aussehe, will ich wenigstens was sehen
Lernt aus meinen Fehlern. Glaubt nicht, dass ihr nicht zum Augenarzt müsst, wenn ihr in gute Linsen investiert und sich alles ok anfühlt. Vorsorge ist besser als Nachsicht.
Das Alphabet der Straße
- am 8. April 2012
- von bee
- in meine Fotos
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Vielleicht erinnert ihr euch, letztes Semester sollten wir ungewollte Buchstaben im Alltag suchen. Ich habs fertig
Klick für größer. Text: Wikipedia
[Gastbeitrag] Die digitale Lochkamera
- am 6. April 2012
- von bee
- in Reportagen/Berichte
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“Ich bin Rico, 22 und studiere genau wie Birgit auch Design. In der Fotografie experimentiere ich gerne herum und probiere viel aus.”
Jeder, der mit seiner DSLR ernsthaft fotografiert, kommt ja irgendwann an den Punkt, an dem er sich über die Preise von Objektiven ärgert. Dass man selbst für das mit Abstand billigste Objektiv noch ungefähr 100 € auf den Ladentisch legen muss, überrascht jeden, der mit Fotografie nichts am Hut hat. Und dies macht eins deutlich: Fotografie ist tatsächlich ein teures Hobby.
Aber ich behaupte, man braucht, um Fotos zu machen, prinzipiell kein Objektiv. Und damit meine ich nicht „kein zusätzliches Objektiv“, sondern gar kein Objektiv.
Genauso hat nämlich die Geschichte der Fotografie begonnen – völlig ohne Linsen. Ihr zugrunde liegt das Prinzip der Lochkamera. Simpel ausgedrückt kann man es so beschreiben, dass ein Abbild der Realität durch ein kleines Loch projiziert wird. Wenn man nun den Raum dahinter abdunkelt, damit kein Umgebungslicht die Projektion stört, und man diese auf einer ebenen Fläche auffängt, so kann man das Bild betrachten. Eine wunderbar anschauliche und ausführlichere Erklärung findet ihr übrigens auf Wikipedia.
Bei analogen, selbstgebauten Lochkameras wird dieses Bild mit Fotopapier aufgefangen. Dafür kann man aber natürlich auch den Sensor einer Digitalkamera verwenden. Und genau damit habe ich mich in letzter Zeit auseinander gesetzt.
Man findet im Internet reichlich Bauanleitungen für digitale Lochkameras, aber ich will das ganze Thema ausführlicher angehen und auch auf die Handhabung einer solchen Kamera eingehen.
Der große Vorteil einer Lochkamera mit Digitalsensor ist ganz einfach der, dass man sich das aufwändige Entwickeln spart. Gerade weil man bei so einer Kamera nur schlecht die Belichtungszeit schätzen kann, ist es sehr praktisch, wenn man das Ergebnis sofort auf dem Display sehen kann.
Was braucht man für den Bau einer digitalen Lochkamera?
Am besten eignen sich hierfür Spiegelreflexkameras, da man die nicht erwünschten Objektive einfach abnehmen kann. Nun braucht man nur noch etwas, womit man das objektivlose Gehäuse verschließt, und ein kleines Loch, wodurch das Licht eindringen kann. Nimmt man den Gehäusedeckel dafür, dann hat man den Vorteil, dass man es leicht auswechseln kann, für den Fall, dass man öfter mal Lochkamerafotos machen möchte. Man kann natürlich auch einfach etwas Lichtdichtes auf den Body kleben, aber das hält nicht so gut, es ist jedes Mal wieder Gefummel und es ist deutlich schwieriger, das ganze lichtdicht zu kriegen.
Was muss man beim Bau beachten?
Das mit Abstand aller Wichtigste ist, dass außer durch das Loch absolut kein Licht eindringen kann. Selbst bei Materialien, die lichtundurchlässig erscheinen (Karton z.B.), kann u.U. doch Licht durch und dann sind die Fotos völlig unbrauchbar.
Beim Loch muss man mehrere Sachen beachten: An erster Stelle steht die Faustregel „je kleiner das Loch, desto schärfer das Bild“. Da der Sensor (vor allem bei Crop-DSLRs) deutlich kleiner ausfällt als das Fotopapier bei der analogen Lochkamera, wirkt sich die Größe des Lochs noch gewaltiger aus, da das Verhältnis dasselbe bleibt. D.h. die Lochgröße sollte nicht mehr als 0,5 mm betragen. Um das zu erreichen, benötigt man z.B. eine feine Nadel (daher auch der Name „Pinhole Camera“).
![loch loch [Gastbeitrag] Die digitale Lochkamera](http://birgitengelhardt.de/blog/wp-content/uploads/2012/04/loch.jpg)
Wie kriegt man aber ein so kleines Loch in so hartes Plastik wie den Gehäusedeckel? Am besten bohrt man hierfür in die Mitte des Deckels ein Loch mit beliebigem Durchmesser. Dann sticht man ganz vorsichtig ein Loch (in meinem Fall war es ca. 0,3 mm groß) in dünnes, lichtundurchlässiges Material (z.B. Alufolie) und klebt dies auf die Rückseite des Deckels, so dass die Löcher übereinander liegen. Da bei Alufolie die Ränder des Loches leicht abstehen, muss man aufpassen, dass man beim Befestigen nicht drauf drückt, sonst verschließt man es wieder. Nimmt man anderes Material als Alufolie oder baut man das ganze ohne Gehäusedeckel, sollte man darauf achten, dass das Loch nicht ausgefranst ist, was z.B. bei Gewebeband schnell passiert.
![loch-im-deckel loch im deckel [Gastbeitrag] Die digitale Lochkamera](http://birgitengelhardt.de/blog/wp-content/uploads/2012/04/loch-im-deckel.jpg)
Wie lässt sich damit fotografieren?
Da man kein Objektiv benutzt, muss man auf die Blendeneinstellung verzichten. Die Blendenzahl kann aber berechnet werden: 1 / (Lochdurchmesser / Bildweite). Die Bildweite ist der Abstand vom Loch zum Sensor. Bei einem Loch von 0,3 mm und einer angenommenen Entfernung von 40 mm beträgt die „Blendenzahl“ (= effektive Lichtstärke in diesem Fall) 133. Dadurch wird automatisch eine Tiefenschärfe erreicht, die das sowieso nicht mögliche Fokussieren auch überflüssig macht.
Wenn man nun noch drei Zwischenringe mit insgesamt 65 mm zwischen Gehäuse und präpariertem Deckel montiert, dann erreicht man sogar eine effektive Lichtstärke von sagenhaften 350! Die Verwendung von Zwischenringen bringt noch andere Dinge mit sich. Zum einen wird durch die Vergrößerung der Bildweite an das Motiv heran gezoomt und zum anderen wird das Bild dunkler, wodurch länger belichtet werden muss. Aber um ein Stativ kommt man sowieso nicht herum, da selbst ohne Zwischenringe die Belichtungszeiten mehrere Sekunden lang sind.
Die schwarzen Flecken auf den Testfotos ist übrigens Schmutz auf dem Sensor. Die Lochkamera ist also auch eine gute Möglichkeit zum Überprüfen, ob der Sensor mal wieder gereinigt werden sollte
Die Flecken kann man in Photoshop glücklicherweise leicht rausretuschieren.
Drei Bilder mit gleicher Belichtungszeit – ohne Zwischenring, mit 31 mm und 65 mm
Will man die Qualität der Fotos noch verbessern, kann man sich auf viele Weisen kreativ austoben
Allerdings muss man immer irgendwie improvisieren, da ein Gehäusedeckel nicht für solche Zwecke vorgesehen ist.
Zum Beispiel könnte man eine Gegenlichtblende mit Klebeband befestigen, um den Kontrast zu erhöhen und direkten Lichteinfall zu minimieren. Denn was eine Lochkamera anscheinend am wenigsten leiden kann, ist direktes Licht (siehe Bild).
Oder man montiert beliebige Filter vor die Lochöffnung. Mit UV- und Grau-Filtern funktioniert dies wunderbar, obwohl letztere eher überflüssig sein dürften, da die Belichtungszeiten ohnehin sehr hoch sind.
Polfilter sind leider so gut wie nicht nutzbar, da man durch den Sucher nur schwarz sieht und man somit die Ausrichtung des Filters nicht einstellen kann. Nur mit viel Geduld und Rumprobieren kann man irgendwann sichtbare Erfolge erzielen. Genauso unbrauchbar sind ND-Verlaufsfilter aufgrund des viel zu kleinen Loches. Funktionieren würde es nur, wenn man ihn mit einer gewissen Entfernung zum Loch befestigen kann. Dafür sollte man aber basteltechnisch etwas geduldiger sein
Fazit
Das Bauen und Experimentieren mit einer digitalen Lochkamera macht viel Spaß und ist einfacher zu handhaben als selbstgebaute, analoge Lochkameras. Es hilft einem beim Verständnis der Prinzipien, aus denen die Fotografie hervorgegangen ist.
Die Fotos sind natürlich nicht vergleichbar mit solchen, die mit Objektiven gemacht wurden, aber ich finde es jedes Mal wieder erstaunlich, was ohne Linsen möglich ist.
Und wenn man noch dazu ein Fan von Fotos mit Vintageeffekt ist, sollte man es auf jeden Fall einmal probiert haben
Stille Post: Es gibt ein Buch. Bezahlbar. Geil!
- am 4. April 2012
- von bee
- in in eigener Sache
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1000 Dank an Pixopolis! Sie haben möglich gemacht, worauf ich nicht zu hoffen wagte! Es wird ein echtes Buch zum Stille-Post-Projekt geben, mit allen 273 Seiten, für 29,75 € (zzgl. 3,99 € Versand). Jubeln erlaubt!
Nach Ostern starte ich die Rundmail an alle Teilnehmer mit dem Bestellformular. Es wird so ablaufen, dass ihr das Formular abschickt bis zum Tag x, das Buch geliefert bekommt und dann das Geld überweist (auf Rechnung).
Zudem muss ich noch von allen Teilnehmern wissen, ob sie überhaupt damit einverstanden sind, dass ihr Foto in ein Buch kommt (denn davon war ja anfangs keine Rede). Und bevor ihr jetzt begeistert in die Kommentare schreibt: Das brauch ich bitte per Mail. Ich schreib euch in 1-2 Wochen mit Bitte um Antwort


![ohne-zwischenring ohne zwischenring 150x150 [Gastbeitrag] Die digitale Lochkamera](http://birgitengelhardt.de/blog/wp-content/uploads/2012/04/ohne-zwischenring-150x150.jpg)
![31mm 31mm 150x150 [Gastbeitrag] Die digitale Lochkamera](http://birgitengelhardt.de/blog/wp-content/uploads/2012/04/31mm-150x150.jpg)
![65mm 65mm 150x150 [Gastbeitrag] Die digitale Lochkamera](http://birgitengelhardt.de/blog/wp-content/uploads/2012/04/65mm-150x150.jpg)

Hier bin ich auch!