Gastbeitrag: Viele Köche verderben die Suppe

Der nächste Gastbeitrag ist von Christine. Und darüber freu ich mich besonders, weil er sich ausdrücklich vor allem an Anfänger richtet. Und weil er Mut macht.

DSC 00181 150x150 Gastbeitrag: Viele Köche verderben die SuppeChristiane, 22 Jahre auf den Buckel, seit einigen Jahren in der Bloggerlandschaft tätig auf dreiundfuenfzig.net (Blog) und zirpzirp.de (Fotoblog), beschäftigt sich seit 2008 auch mit der Fotografie.

Das Internet feiert seit Jahren einen Siegeszug in den Alltag der Menschen. Für viele ist es nicht mehr hinweg zu denken, selbst für mich wäre das Leben ohne Internet reichlich langweilig. Im Worldwideweb gibt es immer etwas zu entdecken, immer etwas zu sehen, immer neue Informationen, Tipps und Tricks, die man sich aneignen kann.

In diesen Jahren haben sich auch sogenannte Communitys gefestigt, etabliert haben sich einige Große von ihnen. Sie sind bekannt in ihren Kreisen, sie sind Anlaufstelle für viele wissenshungrige User, die einfach nur etwas wissen wollen, sich verbessern wollen, Meinungen austauschen wollen, Meinungen teilen wollen.

So gibt es natürlich auch für (Hobby)Fotografen diese Anlauf stellen.

Ich war lange Zeit auf der Suche nach einen geeigneten Forum für mich und meine Wissenslücken. Ich wollte nicht das Forumsküken sein, auf Grund meiner 22 Lenzen, ich wollte nicht diejenige sein, die Landschaftbilder postet, wenn alle andere Fashion- und Selbstportraits posten. Ich wollte ein Forum, in den man beachtet wird, wo man Hilfe erhält. Was man halt braucht, wenn man noch nicht alle Funktionen seiner Kamera beherrscht, oder eben noch nicht so genau weiß, wie man was ablichten kann, damit diese und jene Stimmung hervor kommt.

Natürlich bin ich auf DAS, ich sags jetzt einfach mal so, Forum für Fotografen gestoßen, wo man eigentlich alles findet. Ich schaute öfters vorbei, ich las viele Threads, ich gab in die Suche einige Dinge ein, die ich wissen wollte, bekam auch meine Antwort. Ich meldete mich an. Postete ein-, zweimal in diesen Forum… und ich verließ dieses Forum wieder. Wurde inaktiv, wie man zu pflegen sagt.

Warum?

Wenn man auf ein großes Forum stößt, gibt es immer schon die Elite. Die, die das Sagen haben. Ihr könnt es bestreiten – es ist aber so.

Die Meinung der Elite zählt, diese Meinung ist zu befolgen, alles andere ist scheiße und falsch. Genauso wie die ewige Diskussion über Canon und Nikon, so ist das halt. Die Elite hat das Sagen.

So kam es, dass ich in einen Thread geschaut hab, der sich damit befasst, Gegenstände in ein Gefäß mit Wasser zu werfen. Meiner Ansicht nach braucht man dafür vier-fünf Dinge: Eine Kamera mit Objektiv, ein Stativ oder festen Untergrund, das Gefäß und eventuelle einen Fernauslöser. Man baut alles auf, fokussiert manuell und stellt quasi auf Reihenbilder und dann wirft man das Zeug in den Behälter und drückt wie wild auf den Auslöser.

In diesen Forum aber kam es mir vor, als würde es quasi heißen: Ja ohne Reflektoren, Blitze und Co. wirst du nie ein gutes Bild hinbekommen. Du brauchst das und das und dies und jenes.

Man kann nicht von einen mit einem Stundenlohn von 9,50 Brutto verlangen, dass er sich Equipment für paar tausend Euro herholt, nur weil die Elitemember das meinen. Würde man eine reichlich billigere Lösung auftischen, würde wohl sowas kommen wie: „Sowas kannst du doch nicht machen!“

Warum? Warum lassen sich so viele Neulinge in der Fotografie von den vielen Großen beeinflussen? Die haben doch sicherlich auch mal klein angefangen. Logisch, früher war alles besser, als sie vor Jahren analog angefangen haben. (Für mich wäre analoge Fotografie niemals in Frage gekommen, da ich von 100 Bildern circa 5 für würdig halte… nur so nebenbei.)

Also was ich jetzt eigentlich damit ausdrücken will, das ist jetzt speziell für die Leute, die gerade einsteigen wollen oder eingestiegen sind oder immer noch sich als Anfänger sehen (ich bin selbst noch Anfängerin, seit 2008 habe ich meine Kamera): Lasst euch nicht von so Foren oder Blogs beeinflussen.

Ihr müsste euch immer denken: Ich hab wenig, aber auch mit wenig kann man viel erreichen.

Mit euren Ergebnissen müsst ihr zufrieden sein, sie müssen nicht perfekt sein – immerhin ist das keiner – auch die „Profis“ haben Schwächen. Ich habe noch nie ein Portfolio von einem (Hobby)Fotografen gesehen, der sich ernsthaft mit allen Bereichen der Fotografie beschäftigt…

Man kann es vergleichen mit den Arbeiten in der Küche. In großen Küchen (großen Communities) gibt es verschiedenen Posten (Bereiche der Fotografie): Es gibt den Entremetie, den Gardemage, die Patisserie (Landschaft, Portrait, Architektur). Und auf jedem Posten arbeitet jemand, der sich schon länger damit befasst. Und es kommt äußerst selten vor, dass einer aus der Patisserie zum Gardemage geht und sagt: “Hey, das solltest du aber so machen!”

Klar, kleine Tipps gibt’s, aber reingeredet wird nicht. Da es eben nicht das Spezialgebiet des Jeweiligen ist.
Genau so, wie das in der Küche ist, kann man es quasi mit der Fotografie sehen.

Jeder Koch macht (reintheoretisch) eine Ausbildung über 3 Jahre. In dieser Ausbildung schaut er mal in alle Posten rein. Als Anfänger in der Photographie knipst du auch wie wild mal hier die Landschaft, mal dort ein Portrait und und und. Und wie ein Azubi macht man Fehler. Spritz man die Baisermasse mal nicht gleichmäßig auf, ja man verletzt sogar manchmal die einfachsten Regeln, wie zum Beispiel erst den Läuterzucker kochen und dann den Geschmacksträger beigeben.

Und genauso ist es, wenn man anfängt sich mit der Fotografie zu beschäftigen.
Aber genauso wie dass es in diesen großen Communities welche gibt, die meinen, ihr Wort sei Gesetz, gibt’s so welche in der Küche (hier greift der Vergleich mit der Küche eigentlich nicht, weil wenn der Postenchef sagt, dass es scheiße ist, ist es meistens auch scheiße).

Es heißt, sich nicht unterkriegen zu lassen. Seinen eigenen Weg so zu gehen, wie man es für richtig hält. Es probieren, immer und immer wieder.

Darum und jetzt nochmal klipp und klar zusammengefasst, für meine Leidensgenossen auf den Weg in die Fotografie: Lasst euch nicht unterkriegen von denen, die das schon länger machen! Meint nicht, weil ihr ein Objektiv mit 1.8 statt 1.4 Lichtstärke habt, dass ihr keine guten Bilder machen könnt – probiert es, macht es.

Auch wenn Technik geil ist wie Geiz, kommt es manchmal doch eher da drauf an, was das Bild spricht, was es sagt, was man sich dabei gedacht hat. Erinnerungen? Gefühle?

In diesen Sinne: Lasst das Internet mal seinen Siegeszug weiterführen, während ihr mit eurer Kamera spazieren geht.

23 Kommentare


  • Da sprichst du ein wahres Wort, dem ich mich nur anschließen kann. Mir ging es als Anfänger genau so wie dir: Bei einem großen Forum angemeldet, ein paar Kommentare abgegeben und bald wieder verschwunden. Mir war das alles zu unpersönlich…

    Jetzt bin ich in einem Forum, in dem sich Photographen tummeln, die Anfänger und Fortgeschrittene umfasst. Dort sind zwar nie viele Lete gleichzeitig aktiv, manchmal ist auch niemand da, aber man bekommt Antworte und hilfreiche Tipps. Und man kennt sich und weiß relativ bald, wie die anderen so ticken.

    Es ist eben eine kleine Gemeinde. Das ist mir lieber, als mich von “der Elite” messen lassen zu müssen ;)

    3. August 2010
  • Mich würde mal interessieren von welchen Foren ihr denn genau redet. Ich selbst bin auch Anfängerin und würde mich somit sehr über Tipps freuen. :-)

    3. August 2010
  • Erst einmal auch von mir ein herzliches Dankeschön für deinen Gastbeitrag!!

    Bene, darf ich dir zuvorkommen? Ich bin sicher, er meint das Kwerfeldein-Forum. Da ist es wirklich sehr schön, bin auch dort.

    3. August 2010
  • Chrissy

    Im Post selbst geht es um ein anderes. ^^

    3. August 2010
  • Scorp

    @Birgit: Klar darfst du, hast ja auch Recht ^^

    4. August 2010
  • Naja, Foren sind ein zweischneidiges Schwert, es ist immer so gut/schlecht wie die anderen User, sie sich grad mit meinem auserwählten Thema befassen.

    Ein negatives Beispiel habe ich hier : http://www.dslr-forum.de/showthread.php?t=648973
    Es geht um einen Styrocube, der den Einstieg in die Produktfotografie zeigen soll und für das schnelle Produktfoto zwischendurch von mir erdacht wurde. Das hat aber nicht jeder verstanden und die Ergebnisse mit denen von einem 3Blitz Produktsetup verglichen. Hatte da auch irgendwann keine Lust mehr das Teil zu rechtfertigen.
    Oder aber der Bildkritik-Teil : In den wenigsten Fällen bekommt man Kritik, mit der man arbeiten kann. Im Normalfall kommen Sätze wie “..grad mal Schnappschuss”, “…für die Tonne…” etc.

    Auf der anderen Seite habe ich auch (grad am Anfang) viele viele wertvolle Tips zur Technik bekommen, die absoluten Anfängerfragen von mir wurden mir mit Ausdauer und Freundlichkeit erklärt.

    Was auf jeden Fall gut klappt ist kaufen/verkaufen über das DSLR-Forum – bis jetzt immer 1a Ware bekommen und alles sehr schnell zu guten Preisen losgeworden.

    Natürlich ist es schwer (grad am Anfang), sich nicht einschüchtern zu lassen, aber sowas gehört für mich unter “Charakterstärkung im Internet”. Und ehrlich, jedes großes Forum (egal welches Thema) hat selbsternannte Götter, die ihre Meinung streuen wollen und auch nur die eigene aktzeptieren. Die gilt es einfach zu finden (nicht schwer) um sie dann zu ignorieren (nicht immer leicht).

    4. August 2010
  • Manu

    Danke für deinen tollen *Mutmachartikel*
    Du sprichst mir auch dem Herzen – ich staune auch immer wenn sich *Profis* unterhalten: Mit welchem Objektiv, welcher Belichtungszeit … und steh immer noch im Wald und hab nicht so viel Ahnung von der Technik – ich halte das genauso wie du – was nützen all die teuren Hilfsmittel wenn das Bild keine Aussage hat – bzw. kein Gefühl rüberkommt ?
    Also geh ich auch lieber mit meiner Kamera spazieren :)

    4. August 2010
  • Ja die Elite und ihre Diskussionen um die Technik. Also ich habe noch nie vor einem Bild gestanden und gedacht:” Nicht schlecht für eine Canon aber mit einer Nikon wäre das Bild echt Top.” ;)

    Lass Dich nicht wild machen, man kann mit jeder Kamera gute und schlechte Bilder machen. Es ist wichtig das Du Schritt für Schritt die Zusammenhänge verstehst aber das kommt mit der Zeit und den Bildern die Du machst.:up:

    4. August 2010
  • Claus

    Danke für den Beitrag, und wie richtig! Foren scheinen bisweilen eine Verwahranstalt für digital Verwahrloste.

    Meine Meinung (aka “Fakt ist” ;) ):
    Da die meisten Bilder ohnehin nie über 1024 Pixel Bildhöhe verwendet werden ist es auch g’rad Wurscht ob die Optik davor nun 10.000 oder 250EUR gekostet hat.

    Ein wirklich gutes Bild verträgt einiges, von Unschärfe über Abrisse bis hin zu Farbstichen. Ein schlechtes Bild wird ohne diese Macken trotzdem nicht gut.

    Hoffnungsvoll:
    Es keimt (ganz klein, aber wachsend) bei den Hobbyfotograden ein Trend, das Hobbybudget nicht mehr länger in Technik zu investieren, sondern in Events: Schulung, Fotoreise, Ausflug :up: . Sehr gut findet das
    Claus

    4. August 2010
  • Schöner Beitrag Christiane, kann dir nur zustimmen. Ich denke das man Fotografieren eh nicht aus einem Buch, Blog,Forum oder was auch immer “lernen” kann sondern nur duch das Fotografieren selber durch das “tun”.
    “da ich von 100 Bildern circa 5 für würdig halte” dieser Schnitt ist übrigens bei den Profis nicht anderst :P .
    Es wäre mal interresant ein unbekanntes Bild von Feininger,Gursky oder irgendeinem MAGNUM Fotografen in so ein Forum/Blog zu stellen…es würde genau so rum kritiesiert werden wie mit einem Bild von dir oder mir.
    Ich finde das wichtigste ist, man Fotografiert für sich selber (ausser du musst Geld damit verdienen)und Technik ob 100€ Kamera oder 2000€ spielt wirklich keine Rollex.
    Salü

    4. August 2010
  • aki

    Vielleicht könnte man ja noch ein paar Foren nennen, auf die zu gehen es sich lohnt.
    Den Beitrag finde ich interessant, da er sehr lebendig geschrieben ist. Vielleicht könntest du, Christine, auch ein paar Rezepte für das Community-Kochbuch beisteuern, denn hier spricht ja ganz augenscheinlich der Experte!

    4. August 2010
  • Interessante Diskussion….

    @Michael : Es GIBT Fotografen, die richtig dick im Business sind und ihre Fotos zur Diskussion einstellen (und innerlich einen ablachen über die selbsternannten “Profis”, die genau diese Fotos zerreisen). Such mal im DSLR-Forum nach “Ondro” (grad die älteren Beiträge) und ließ dir die “Kritiken” durch. Der Mann lebt von der Fotografie, und das wirklich nicht schlecht :)
    Es ist immer wichtig eine EIGENE Meinung zu haben. Mir ist der Künstler/Fotograf egal, entweder das Foto spricht mich an oder nicht. Ich gehöre auch nicht zu den Leuten, die in totaler Erfurcht auf die Knie fallen und seitenweise Interpretationen und Aussagekraft eines Fotos schreiben, nur weil als Fotograf “Ansel Adams” angegeben ist. Ehrlich gesagt mag ich eh den modernen Stil der Fotografie und net den alten Analog-Kram – aber jeder so wie er mag ;) Wichtig ist halt eine eigene Meinung.
    Zum Thema Qualität : Zack Arias wie auch Scott Kelby sind der Meinung, das es zwar bei einem Shooting viele gute Fotos gibt, aber nur EINEN Killershot – das sagt doch alles aus, oder? Und selbst Onkel Adams soll mal gesagt haben, das “12 gute Bilder pro Jahr eine gute Ausbeute sind”

    @Aki : Gibt es überhaupt DAS Forum? Ich denke nicht. Je größer und beliebter ein Forum wird, desto mehr selbsternannte “Experten” treiben sich dort rum und desto höher die Wahrscheinlichkeit, das sie auch (leider) in meinem Thread rumsülzen müssen. Auf der anderen Seite, was nutzt mir ein gutes Forum mit lauter netten Leuten, wenn ich 5 Tage (und mehr) auf ne Antwort warten muss oder aber dort keiner mein Objektiv/Body hat, zu dem ich ne Frage gestellt habe – und das weil in dem Forum nichts los ist.
    Und die Foren, die ich kenne, kann man alle in diese beiden Gruppen einteilen. Groß mit vielen Spacken oder klein nett aber nix los. Und Hand aufs Herz, ein Forum voller Einsteiger und Newbies hilft gar keinem, denn von wem soll man lernen? Es braucht immer erfahrene User, die bereit sind ihr Wissen zu teilen (z.B. beim Hardwarekauf)
    Viel wichtiger ist der Lernprozess, die Spreu vom Weizen trennen zu können. Denn hat man dafür ein Händchen, sind auch die “Expertenforen” überhaupt kein Problem mehr. Und es kann auch nicht schaden, auf anderen Seiten/Blogs/Foren quer zu lesen.

    Achja, natürlich kann man auch mit ner D40+Kit sehr schöne Fotos machen (Der Fotograf macht die Bilder und bla bla bla – ihr wisst was ich meine ;) ). Aber ich will z.B. auch Qualitativ weiter kommen und die D40 limitiert da sehr schnell. Da braucht man nur die Quali von der D40 Kit Linse (die wirklich eine erstaunliche Qualität für den Preis liefert) mit der 35mm 1.8 von Nikon vergleichen. Und irgendwann kommt der Schritt von Crop zum Vollformat. Ich bin mit der D40 angefangen, dann D200 und nun 5D und es sind sichtbare Qualitätssteigerungen gewesen. Immer.
    Ob man aber diesen Weg (mit den verbundenen Kosten) gehen möchte, muss aber jeder selber entscheiden. Ein Portrait bleibt ein Portrait, egal ob mit Handy, D40 oder 1Ds Mark III gemacht :)

    4. August 2010
  • Sorry hier steht aber schon sehr viel Sience Fiction. Wenn du nicht weißt was du an deiner Kamera einstellen musst, wenn du eine schwarze Katze im Schnee fotografieren willst, dann kannst du noch 30 Jahre mit deiner Kamera spazieren gehen, und deine Bilder werden immer falsch belichtet sein!
    Und wenn du mit deinen falsch belichteten Bildern leben kannst und Spaß daran hast, auch Ok. Aber die Basics muss man einfach können, und dazu gehört einfach auch wie Funktioniert meine Kamera, welche Möglichkeiten habe ich mit verschiedenen Objektiven und welches Zubehör kann mich beim fotografieren unterstützen.

    Und wenn ich oben in einem der Kommentare lese: “Ich denke das man Fotografieren eh nicht aus einem Buch, Blog,Forum oder was auch immer “lernen” kann sondern nur duch das Fotografieren selber durch das “tun”.”
    da wird mir ja gleich schwindelig, wenn ich denke das, das ein Anfänger liest-OMG!

    4. August 2010
  • Claus

    @zoomboy: OMG, Du meinst also wirklich, dass man mit viel Leserei weiter kommt als mit viel Ausprobiererei? Da bin ich anderer Meinung, nicht zuletzt wenn man sich zwischen dem einen und dem anderen (zeitlich) entscheiden muss.

    Natürlich sollte man wissen, wo man was einstellt an der Kamera. Aber wie sich das auswirkt kann man am besten durch Versuchen heraus finden und verinnerlichen.

    Wenn man das überhaupt braucht. Es gibt 1Mio gute Bilder, die mit Automatik und Dreckslinse entstanden sind, ohne viel Leserei: http://www.thebestcamera.com/

    In 1001 Blog/Buch/Tutorial mit Hochglanzbildern gelesen ist nicht so förderlich wie einmal selbst ausprobiert.

    Alte Pädagogenweisheit: nur selbst gemacht bleibt hängen.

    Aber: jeder hat seinen Stil und es gibt definitiv für jeden Stil Freunde und Verächter.

    Und keine ideale Herangehensweise für die Ausbildung von Fotogöttern.

    Nix für ungut, halt meine Meinung (aka “Fakt ist” :( )

    4. August 2010
  • @Claus, du kennst nicht meinen Blog oder? Wenn hier einer ein Praktiker ist, dann wohl ich. Während andere im Forum posten oder nur über Fotografie schreiben, bin ich draußen in der Natur und fotografiere.
    Und den Link mit den 1Mio Bildern, das ist Knipserei sonst gar nichts, wenn es dir gefällt super für dich! Shoot from the Hip mit einem iPhone, ja mei!

    4. August 2010
  • Claus

    @zoomboy: Wollte Dir garnicht an’s Bein pinkeln, sorry: Hut ab, Deine Bilder sind wirklich gut (außer die Hundebilder :sorry: )

    Sehr interessierte Frage: Wie kriegst Du bei der “LIBELLE IM GEGENLICHT” so viel Aufhelllicht auf Distel und Tier? Bei mir sind die (ohne Aufhellreflektor) immer viel viel dunkler…

    Zum Threadthema noch: Wie kommst Du zu so guten Bildern? Ausprobieren oder Anlesen? ;)

    4. August 2010
  • Michael

    @zoomboy: Ich glaube du hast mich falsch verstanden. Ich habe nicht die Basics gemeint, was es mit der Blende, Verschlusszeit usw. auf sich hat. Natürlich kann man aus einem Buch oder was auch immer seinen Basic-Horizont erweitern.
    Nur, ein Technisch perfektes Bild, ist noch lange kein “gutes” Bild. Und das “sehen” lernt man nicht aus Büchern..meine Meinung.
    Und ob die Welt das trillonste Blümchen,Tropfen,Sonneruntergangbild (schliesse mich nicht aus!)wirklch braucht sei mal dahingestellt.
    ;)

    4. August 2010
  • Die Welt vielleicht nicht, aber ich ;)
    Und das wichtigste dabei: “Ich habe so einen irrsinnigen Spaß dabei, mit diesen ganzen Dingen die zur Fotografie gehören!” :love:

    4. August 2010
  • Also mit meinen Beitrag will ich ja nicht sagen: hört auf euch zu informieren. Ich les auch noch im Handbuch nach und google wie verrückt. Aber man muss halt sehen unnötige Informationen von nötigen Informationen zu trennen. In Blogs und Foren sind diese aber sehr vermischt und man fällt leicht in ein Tief wenn man eine unnötige Information zu sehr ernst nimmt…

    5. August 2010
  • Wer nicht das Auge und die richtige Stimmung für eine Situation hat, wird auch mit bester profi Technik nicht zurande kommen.

    5. August 2010
  • Interessante Diskussion. Ich denke, die großen Foren (vor allem DSLR) sind ganz gut, um sich zu informieren und mitzulesen. Da kann man doch das ein oder andere lernen. Aber ich habe auch schon versucht, dort etwas zu posten, und da verging mir immer gleich die Lust. Man muss schon ein dickes Fell haben, wenn man da länger dabeibleiben möchte. Dort sind alle Spezialisten vertreten: die, die andere Bilder generell verreißen, die 100%-Pixel-Peeper, die immer eine Unschärfe, CA oder Randverzeichnung finden (wer schaut sich eigentlich seine Bilder am Monitor ausschließlich in 100% an?), die Materialfetischisten, bei denen unter 5D MkII und L-Objektiv nichts geht und die für Einsteiger-Cams und Superzooms generell nur abfällige Bemerkungen übrig haben (witzigerweise findet man in deren flickr- oder FC-Accounts dann oft nur äußerst durchschnittliche Bilder) usw. Wenn man raus hat, wer die Spacken sind und wer einem helfen kann, sind die Foren ganz nützlich.
    Zum Thema Lesen oder Praxiserfahrung: ich lese viel Blogs und Fotobücher. Das ist auch wichtig um sich die Basics anzueignen. Wenn es aber dabei bleibt, verbessert man sich trotzdem nicht. Man muss gleichermaßen rausgehen und das gelesene umsetzen. Die Mischung macht’s einfach. Nur ins Blaue rumzuprobieren ohne zu wissen, welche Einstellungen die richtigen sind, macht auch keinen Sinn.

    5. August 2010
  • Ich find die Diskussion irgendwie witzig, denn die Kommentare / Meinungen zeigen doch genau das Problem auf.

    :P :zufrieden:

    5. August 2010
  • Michael

    Tja, und so sind wir wieder bei der Überschrift von Christine ;) Viele Köche verderben die Suppe oder das Fotografieren oder wie war das jetzt nochmal….

    6. August 2010

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