Bildkritik “urzeitlich”
- am 10. April 2010
- von bee
- in Bildbearbeitung
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Für dieses Bild habe ich eine Bildkritik bekommen – und jetzt teste ich mal, ob das auch in der Praxis klappt wie vorgeschlagen
Die Kritikpunkte
- Eine aufstrebende Linie von links unten nach rechts oben wirkt positiv und optimistisch. Daher sollte ich das Bild spiegeln, um dieser Sehgewohnheit gerecht zu werden.
- Die Echse schwebt quasi in der Luft, das irritiert.
- Auch die zweite Gesichtshälfte der Echse “säuft” extrem ab.
Meine Fotoleute meinten, dass das Bild noch einmal besser würde, wenn ich es entsprechend bearbeite.
Die Überarbeitung
Ich bin immer dankbar über Feedback. Darum habe ich mich jetzt einmal hingesetzt und diese Tipps umgesetzt. Hier der Vorher-nachher-Vergleich:
Auch wenn ich noch sehr auf meine alte Version geeicht bin, glaube ich, dass das Feedback berechtigt war und das Bild nun besser ist. Als unvoreingenommene Betrachter: Was sagt ihr dazu? Ist es besser? schlechter? oder einfach anders?





Daniel
Meine persönliche Meinung: Was das “in der Luft schweben” angeht stimme ich zu. Allerdings fand ich gerade das Schattenspiel, bei dem das halbe Gesicht der Echse nicht zu sehen war, interessant. Und ich denke nicht, dass man bei diesem Tier unbedingt eine positive und optimistische Linienführung im Bild braucht.
Ganz nebenbei wirkt das Grün der Echse (gerade am Bein vorne) jetzt nicht mehr so satt und kräftig.
GZi
ich habe eine zweigeteilte Meinung… In dem kleinen Foto, auf dem man nicht so viel erkennt, finde ich das Schweben und den Kontrast in dem vorher Bild besser – wenn man das Bild allerdings in groß sieht, finde ich es gut, dass man mehr Einzelheiten und Strukturen erkennt… Da sieht man ja auch von dem Stein in dem neuen Bild mehr als in dem neuen kleinen. In dem neuen kleinen verschwimmt es, das ist “wischiwaschi” in klein – in groß aber überzeugender.
Heike
Meine Meinung:
Ich finde das bearbeitete Bild besser.
Man sieht mehr Details, bzw. schaut jetzt genauer hin WEIL es was zu sehen gibt. Beim original schaue ich “flüchtig” drüber, weil da nichts zu sehen ist ausser schwarz.
Das spiegeln wäre wegen mir nicht nötig gewesen, ich finde beide “Linien” interessant.
Was mir beim nachbearbeiteten Bild nicht so gut gefällt, sind die blasseren Farben, die fand ich beim ersten besser. Das liegt aber vielleicht auch am extremen Kontrast in Bild 1.
Uwe Boll
Die Linienführung ist sicher für Analysten und Börsianer von größter Wichtigkeit. Ein Foto ist jedoch kein Aktienkurs. Mich beunruhigen Bilder mit spiegelbildlicher Gestaltung keineswegs, ganz im Gegenteil, sie bringen zunehmend Spannung in die Komposition.
Das Bild hatte im ursprünglichen Zustand etwas mystisches, geheimnisvolles, ja fast bedrohliches. Die Bearbeitung gehört nach meinem Empfinden in die Kategorie ‘Verschlimmbesserung’. So kinderbuchtauglich untermalt es nun perfekt jeden Beitrag zur familienfreundlichen Terariengestaltung.
Maksi
Heike hat exakt meine Meinung wiedergegeben. Mich hat z. B. bei dem bearbeiteten Bild der jetzt gut sichtbare Teil des Unterkiefers/der Kehle fasziniert und meinen Blick sehr lange festgehalten. Beim Originalfoto gehen die Augen wirklich nur kurz über alles drüber.
Jetzt weiß ich auch endlich, was mich beim 1. Foto am meisten gestört hat; es war der Gesamteindruck (die Linienführung)! Es ist schon erstaunlich, wie sehr diese auf ein Foto Einfluss hat.
aki
Ich schließe mich der Meinung von Uwe Boll an. Das erste Bild wirkt urwüchsig, bedrohlich. Genau das macht es besonders und gefällt mir so gut.
derfototim
Die neue Version ist technisch sauberer, hat einen vorbildlichen Bildaufbau, besticht durch die üblichen Maße und Relationen. Wie jedes andere Bild auch.
Escara
Schwierig zu beantworten. Unbearbeitet wirkt es super, bearbeitet ist es, wie schon gesagt wie üblich.
Thomas S.
Meine Meinung: mischen!
- gespiegelte Version
- Tonalität der Ursprungsversion (es hat was Abstraktes, ich würde sogar mal versuchen, ob man das noch weiter treiben kann, vielleicht treten dabei die Schuppen am Bein noch stärker hervor).
- Dass man im neuen Bild eine Andeutung von dem Ast hat, finde ich angenehm – den würde ich daher in der ersten Version ein wenig aufhellen
VG Thomas