Vergiss nicht dein Leben… zu fotografieren
- am 12. October 2009
- von bee
- in nachgedacht
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Es kommt ja schon vor, dass ich das ein oder andre Foto mache. Einige Hundert pro Jahr, wenn nicht Tausend(e). Blumen und Tiere, Stadt und Land, Himmel und Erde.
Nur ein Motiv vergesse ich immer: mein Leben.
Von meiner Arbeit, meinem Büro, meiner Kollegen: Hab ich keine Bilder.
Von meiner Wohnung (ich wohn da jetzt ein Jahr): kaum Bilder.
Von meinen Freunden: selbst da hab ich kaum schöne Bilder.
Ich hab Freitag angefangen, das zu ändern. Kamera mit zum Spieleabend mitgenommen – und die Angst beiseite gedrängt, dass sie stören könnte. Was sowieso absoluter Quatsch war, die lag einfach rum und jeder, der wollte, hat mal ein paar Bilder gemacht.
Und ich sag euch was: Ich bin so verdammt froh, dass ich sie gemacht habe… weil sie das, was mein Leben schön macht, viel besser darstellen als alle Blumenfotos zusammen.
Darum: Vergiss nicht, dein Leben zu fotografieren!

Auslöser für diese Erkenntnis war übrigens dieses Video von Bert Stephani, der 50 Tage lang seine 50mm (fast) überall mit hinnimmt. Geniale Bilder!




thomas zilch fotografie » 50 Tage mit 50 Millimetern: Projekt 50-50
[...] das Blog von Birgit Engelhardt bin ich auf einen YouTube-Film des belgischen Fotografen Bert Stephani gestoßen. Er hatte die [...]
jana
Richtig so- bei mir ist es genau umgekehrt: ich habe kaum Bilder von Blumen, Tieren ( ausser meinem eigenen ), Landschaften und Co. Zumindest sind es wenige im Vergleich zu denen von meiner Familie, meinen Freunden, unserem Haus usw…
Bleib dran und nimm die Kamera ruhig öfter mal mit zu den “nicht fotografischen”Aktivitäten :wink:
kasumi
guter gedanke =) Ich glaube das geht vielen so.
Manu
Wie recht du doch hast!
Es ist wirklich erschreckend wie viele Bilder ich von Bäumen, Landschaft und Blumen hab aber wie wenig von lieben Menschen und besonderen Momenten!
Du hast mir nen guten Anstoß gegeben das zu ändern – versuch ich ab jetzt zu tun!
DANKE DIR !
Übrigens – dein blog ist klasse – da schau ich jetzt öfter mal rein!
GLG Manu
aki
Ich finde deinen Blog auch prima. Dir gehen die Ideen nicht aus!
Marcel
Das ist mir auch aufgefallen! Ich habe fast keine guten Bilder meiner Freunde oder “engen” Umgebung.
Welche Kamera hast du dafür genutzt? Eine kompakte und keine DSLR nehme ich mal an?
bee
@Manu: Danke und herzlich willkommen!
@Marcel: Doch, ich hatte die DSLR mit, zusammen mit 50mm Festbrennweite. Blende 1,8 ist grad abends extrem hilfreich, hab aber mit dem kamerainternen Blitz noch etwas nachgeholfen (ganz vorsichtig). Irgendwann im Laufe des Abends hat wer das Menürad auf “P” gestellt, hab es erst am nächsten Tag gesehn.
Also zwar DSLR, aber dort einfachste Mittel (und gutes Objektiv)
Felix
Ein guter Gedanke!
Scorp
Beim nächsten Spieleabend nehme ich mein Cam auch mal mit. Ich ärgere mich nun schon fast, dass ich letztens nicht da war, sonst wäre ich auch in deinem Blog verewigt worden. :wink:
Marcel
Hm, gute Idee. Das 50mm 1,8er fehlt mir noch, aber kommt bestimmt bald mal dazu. Und dann mal gucken, ob ich die Kamera auch einfach mal “zur Verfügung” stelle.
bee
@Scorp: Hey, ich shoote dich mal, dann kriegst nen Post ganz für dich
Scorp
@Bee: Ich nehme dich beim Wort
Daniel
Guter Gedanke, ich denke das geht vielen so. Ich hab meine Kompaktkamera zwar auch im Büro immer dabei, hab’s aber noch nie fotografiert. Entweder weil ich meinen Schreibtisch eh jeden Tag seh – oder weil mir die Unordnung sogar vor mir selbst so peinlich ist. :-)
Werd ich morgen mal ändern (das mit dem Fotografieren…).
Daniel
Hey, kann das nur bestätigen. Habe meine Kamera auch bei jeder Gelegenheit dabei und wenn man den ganzen Abend / Tag Fotos von allen macht hört man schon mal: “ach komm nicht schon wieder.”. Aber im Nachhinein sind alle froh endlich mal Fotos von den Aktionen zu haben. Also einfach trauen.
LG
Daniel
Paleica
mir gehts genauso. eine tolle idee, ein tolles projekt. ich denk es mir immer wieder und mach es dann doch nicht. dafür liebe ich partyfotografen. so richtig tolle bilder von freunden hab ich auch kaum. dabei fotografieren viele davon sogar sehr gern.
Ruthie
Schöne Bilder, gute Idee! Aber – ich glaub, ich kann das schon…
Fotografiere Dein Leben! | Fotoholiker
[...] Birgit Engelhardts Artikel “Vergiss nicht dein Leben… zu fotografieren” ist mir wieder einmal klar geworden, dass wir die Motive, die direkt vor unserer Nase liegen [...]
pix4pix
Prinzipiell eine gute Idee. Ich selbst fotografiere seit Anfang des Jahres einfach Fundstücke die mir im Leben begegnen. Profanes, alltägliches. Siehe http://beta.nordbayern.de/entdeckt/
Allerdings werde ich oft nach dem Sinn gefragt. Wenn man nur 10 Jahre zurückdenkt, wäre es unmöglich gewesen all die Fotos zu finanzieren, die man heute auf die Festplatte ablegen kann.
Die eigentliche Frage lautet also: wen interessiert “unser” Leben?
bee
Ich freue mich echt, dass dieser Beitrag für so viele von euch ein kleiner Denkanstoß war!
@Pix4pix:
) ja eher sachlicher Natur (ohne das irgendwie abwerten zu wollen).
Mir ging es vor allem um private Bilder: Familie, Freunde, Kollegen, Wohnung… quasi die Eckpfeiler des Lebens. Deine Bilder sind (abgesehen vom Häkelschwein
Also wenn ich etwa meine Freunde beim Spieleabend fotografiere, wen interessiert das? Mindestens eine Person: mich. Ich liebe es, in alten Fotos zu stöbern – und mich in 10 Jahren riesig darüber freuen, dass ich diese Bilder gemacht habe.
Wobei mir klar ist, dass ich sehr visuell orientiert bin, was meine ganze Wahrnehmung angeht – falls du dich auch ohne Bilder gut erinnern kannst, ist das natürlich eine ganz andere Ausgangsbasis für die “Rechtfertigung” von Fotos von unserem Alltag.
PS: Ob dein Häkelschwein mal meinen Travelteddy trifft?
bloggender-teddybaer.de » 50-50
[...] genial ist das denn ?? Heute über Fotoholiker.com dann über Birgitengelhardt.de auf eine wahnsinns tolle Aktion von Bert Stephani gestoßen, der 50 Tage lang sein 50mm [...]
life through a lens « pampa a.k.a. heide
[...] im Beitrag »Vergiss nicht Dein Leben… zu fotografieren!«, auf dem ich beim Fotoholiker gestoßen bin. 16. Oktober 2009 | filed under: auch schön, [...]
april
Wie wahr, wie wahr. Ich nehme mir das jetzt auch vor. Wenn ich nach Jahren Fotos gucke, interessiert mich mein Leben auch mehr als alle Türen, Landschaften und Kuriositäten, die ich aufgenommen habe.
Der Film ist voll » Pictures of me
[...] einigen Monaten hat Birgit in einem Post aufgerufen: “Vergiss nicht, Dein Leben zu fotografieren.” Mein Aufruf: “Vergiss nicht, Dich selbst fotografieren zu [...]
iSi
Finde ich super! Man sollte alles photographieren, was einem Freude bereitet. Ich lösche nicht ein Bild, das gute daran ist, dass man sich später umso mehr erfreuen kann, wie lustig etwas war! Und man gewöhnt sich dran, die Kamera überall mitzunehmen!
lg iSi
Thomas A.
Ja auch ich habe erst nach einem Beitrag von Martin Gommel endlich angefangen meine nähere Umgebung zu fotografieren:. Wege zur Post, Bank, Bäcker, Einkaufen ect.
Als ich als Kind/Jugendlicher frühe Fotos meiner Eltern, Großeltern und Urgroßeltern gesehen habe, wollte ich immer mehr erfahren bzw. mehr aus dem Umfeld sehen. Bekanntlich gab es damals nicht so die Möglichkeiten mit einer Kamera.
Darum werde ich die Plätze mit Kamera aufsuchen, wo ich als Kind/Jugendlicher zugebracht habe. Kindergarten, Schule, Aue (Kassel), andere Plätze, erste heimlich gerauchte Zigarette
Vielleicht will ja mein Kind auch irgendwann diese Dinge näher erfahren
G Thomas
ULRICH
ich dokumentiere gerade wie doof die Vorbereitungen der Hochzeit meiner Schwester. Ich glaub allerdings, die Menschen um mich rum werden langsam nervoes
.
viele Menschen (wie ich) haben auch mit dem Fotografieren angefangen, weil sie nicht auf Bildern sein wollten und sich hinter der Kamera gerne verstecken.
trotzdem immer wieder gut dran zu denken
Earny from Earncastle
ein schöner, wichtiger Aufruf! das machen wir wirklich viel zu selten!
margit
Doch ich habe auch Fotos von meinen Lieben und Freunden, aber die stelle ich nicht ins Netz…..
marie
Eigentlich hast du total Recht…nur nehme ich mir immer vor mehr Bilder von Freunden etc. zu machen, nehme die Kamera mit und dann bleibt sie doch in der Tasche…Fotofaulheit nennt man das
Mein 2011 – in Zahlen und Bildern | birgitengelhardt.de
[...] Das hat auch maßgeblichen Einfluss auf meine Fotografie. Seit ich das iPhone habe, mach ich viele Fotos damit. Klar, dass die was andres sind, weiß ich auch. Weniger durchkomponierte Bilder, dafür mehr Schnappschüsse meines Lebens. Und DAS sind die Bilder, über die man sich in 10 Jahren am meisten freut. [...]