Besucht: “VisualLeader 2009″ in Hamburg
- am 16. April 2009
- von bee
- in Reportagen/Berichte
3
Vergangene Woche war ich in Hamburg und habe dort das Haus der Fotografie besucht. Aktuelle Ausstellung:
VisualLeader 2009 – Das Beste aus Zeitschriften und Internet
Mit vielen Erwartungen auf neue Ideen und schöne Bilder bin ich in diese Ausstellung gegangen. Und… war doch etwas enttäuscht. Einige wenige Bilder haben mir wirklich gefallen. Bei vielen hatte ich aber das Gefühl, dass das Bild selbst kaum etwas ist, sondern erst durch die Darstellungs- oder Veröffentlichungsform zu etwas Besonderem wird. Etwa bei den in meinen Augen völlig normale Portraitfotos von Köpfen – die aber auf dem Kopf hingen. Verdutzt war ich auch, dass die Serie “Das Tier im Mittelpunkt” aus dem ZEIT Magazin ebenfalls in der Ausstellung hing – ich konnte ihr bisher aus fototechnischen Gesichtspunkten nichts abgewinnen.
Öfter traten die Bilder auch als Rudeltiere auf, verbunden mit Titeln ähnlich wie “Straßenkinder in xy” oder “Hoffnung der Jugend”. Sehr schade, dass mir die Bilder selbst jedoch eher wenig sagten.
Klar, es ging nicht nur um Fotografie. Der Untertitel lautet “Fotografie, Anzeigen, Online und Editorial Design – die große Leistungsschau der Kreativszene”. Aber etwas weniger “hippe Designs” und etwas mehr pure Fotografie hätte ich mir im Haus der Fotografie doch erwartet.




Paleica
hmmm sowas ist natürlich schade. wobei es schon stimmt, dass viele bilder erst durch die ausstellungsform etwas wirklich ‘besonderes’ bekommen. trotz allem sollte im haus der fotografie schon auch wert auf das bild selber gelegt werden…
ja, damit hast du vollkommen recht. man identifiziert sich damit, es ist irgendwie ‘mein baby’. und je mehr ich damit mache umso wichtiger wirds mir auch. es ist auch das, was so aus dem innersten kommt und wo kritik am meisten weh tut. schon eigenartig. aber es ist halt mein virtuelles ich, könnte man sagen.
ich trag schon immer ein bisschen schmuck, die zwei ringe die drauf zu sehen sind (bis vor einigen monaten hab ich sogar täglich 6 ringe getragen), meistens ne uhr und ohrringe. armbänder sind sonst nicht so mein ding, aber das ist einfach schon süß. habe von thomas sabo auch so einen wirklich genialen legomännchenanhänger. den werd ich bestimmt auch mal ablichten (=
liebe grüße,
paleica
Mandy
Oh … Ich war letztes Jahr dort und habe mir die Ausstellung angesehen. Teilweise waren Anzeigen dabei, die mir gefielen, doch ein Großteil war echt nicht so der Hit. Da waren teilweise Cover von Magazinen ausgezeichnet, wo man sich dachte: “Ja wo sind die jetzt bitte schön spannend?” Denn sie sahen wie jede andere 08/15 Zeitschrift aus.
Ich war froh, dass ich dieses Jahr nicht dort hin musste und mir das Geld sparen konnte. Und wie ich sehe, brauch ich es nicht einmal zu bereuen.
Liane
Mit Werken der Fotografie ist es ähnlich wie in anderen künstlerischen Bereichen. Als Malerin und Kunstbegeisterte geht man oft auch enttäuscht aus hochgepriesenen Ausstellungen heraus. Und da ist natürlich auch immer diese Gratwanderung zwischen künstlerischem Anspruch und kommerziellen Zwängen, in denen die meisten Kunstschaffenden und auch die Veranstalter stecken.