Auf geht’s in die Bachelorarbeit: Ich gestalte ein Magazin

baAls ich auf der Suche nach einem Bachelor-Thema war, erhielt ich eine E-Mail von einem Bekannten, der bei der Diakonie Bayreuth arbeitet. Wir kennen uns von früheren, sehr spannenden Projekten. Er schrieb:

„Wir planen zum Dezember 2014 eine Behindertenzeitung herauszugeben. Das Team besteht derzeit aus 3 nichtbehinderten und 2 behinderten Mitgliedern. Ziel ist lebendige Information (kein Gruppenbild mit Dame) aus dem Behindertenbereich unter dem Inklusionsaspekt der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Geplant sind ca. 20 Seiten A4 in Farbe und eine Auflage von 750-1000 Stück.“

Nach weiteren E-Mails und einem ersten Treffen stand für mich fest, dass ich dieses Projekt unterstützen möchte. Aus der Zeit meiner Diplomarbeit weiß ich, dass ich ein praktisches, reales Projekt benötige. Und dieses Projekt ist aus meiner Sicht wirklich unterstützenswert. Hinzu kommt, dass ich durch dieses Projekt selbst neue Erfahrungen machen werde – bisher kannte ich kaum Behinderte – und ich daran wachsen
möchte.

Ganz wichtig ist mir, dass das Magazin keinesfalls die Ausstrahlung eines sozialen Magazins hat – oder, wie ein Kommilitone es ausdrückte, “es darf nicht nach Obdachlosenzeitung aussehen”. Ein Spagat zwischen Lesern mit und ohne Bezug zum Thema “Behinderung”, der nicht einfach wird. Ich bin sehr gespannt.

Wenn ihr Ideen, Gedanken oder positive/negative Beispiele für mich habt, freue ich mich sehr über euren Kommentar! Jede Anregung ist herzlich willkommen!

Vielleicht habt ihr auch 5 Minuten Zeit, um kurz an meiner anonymen Umfrage teilzunehmen? DANKE!

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Familienchronik: Making of (Teil 3/3)

Schriftwahl

Auch so eine Sache, an der man ewig sitzen kann… Hier ein paar Eindrücke meiner Überlegungen.
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Testen, testen, testen

Gedruckt wirkt alles anders als am Rechner. Darum ganz klare Empfehlung: Am Ende einmal ausdrucken, als Doppelseiten hinlegen und mit etwas Abstand betrachten. Passt alles zusammen? Stechen Seiten irgendwie heraus? Wenn ja, ist es gewollt bzw. gut so? Nebenbei kann man die Papierversion nach meinem Empfinden viel besser korrekturlesen als am Monitor.
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Mal “schnell” drucken

Als das Buch fertig war, habe ich einen Tag für die Druckdateien eingeplant (2 Teile der Chronik + die Doku). Immer, wenn das pdf fertig war, hab ich doch noch einen Fehler gefunden. Oder es kam auf mal eine Fehlermeldung. Um’s kurz zu machen: Nachts um 4 (!) war ich endlich soweit. Die Dateien waren an den Druckanbieter geschickt und ich musste mir den Wecker stellen. Denn falls morgens um 8 ein “da gibts ein Problem” per Mail kommt, wollte ich sofort reagieren, damit es am selben Tag noch gedruckt werden konnte.
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Entspanntes Studentenleben? Das mag für andre Studiengänge gelten…
Es gab zwar Rückmeldungen, aber bis auf eine Kleinigkeit bezogen die sich nur auf die Bildqualität. Einige Bilder hatte ich in niedriger Auflösung relativ groß drin, wohl wissend, dass die Qualität leiden könnte. Aber die Bilder waren zu gut, um nur 5 cm breit gedruckt zu werden. Bisher ist keinem aufgefallen, dass ich da gemogelt habe ;)

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Familienchronik: Making of (Teil 2/3)

Zu Teil 1 des Making Of: Bildbearbeitung

Programm

Das Buch habe ich in InDesign erstellt. Wer damit noch keine Erfahrung hat, dem rate ich, lieber die Blurb-Software (oder die eines anderen Anbieters) zu nutzen. Das Projekt ist umfangreich genug, ohne dass man sich neu irgendwo einarbeitet.

Seitengestaltung

raster

Es gibt viele Möglichkeiten, Text auf einer Seite anzuordnen. Nach einigen Versuchen entschied ich mich für eine ganz klassische, die mir wegen ihrer Ausgewogenheit gut gefiel.

 

 

 

Aus zwei Spalten wurden acht. Ich wollte neben Fließtext auch Zitate verschiedener Familienmitglieder einbauen. Die sollten optisch abgesetzt sein. Darum entschied ich, dass jedes Textfeld 7 Spalten breit ist und die Zitate um eine Spalte eingerückt werden. So ist der gesamte Textbereich ausgenutzt.

spalten

Überlegungen zur Seiteneinteilung

zitat

Eine Beispielseite mit eingerücktem Zitat – das sich auch in der Schriftart, dem Flattersatz und durch die Anführungszeichen vom Fließtext abhebt.

Bildpositionierung

Alle Bilder an derselben Stelle zu positionieren, das wäre schon arg langweilig. Anhand meiner Seitenaufteilung habe ich deshalb verschiedene Möglichkeiten definiert, wo Bilder stehen dürfen. So wollte ich trotz der Vielfalt eine einheitliche Linie ins Buch bringen. Hier ein Auszug meiner Definition.

bildpos

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Familienchronik: Making of (Teil 1/3)

Kürzlich zeigte ich einige Bilder meiner Familienchronik und wurde gefragt, ob ich ein paar Tipps für solch ein Projekt hätte. Gern!

Was ihr hier seht, sind größtenteils Auszüge aus meiner Dokumentation. Im Studium müssen wir zu jedem Projekt eine Doku anfügen, in der wir begründen, warum wir was wie gemacht haben (und was wir probiert und verworfen haben). Weil die Lernkurve ebenso wichtig ist wie das fertige Projekt.

Weil dieses Projekt sehr privat ist, kann ich euch nicht alles zeigen. Bilder sind abgeschnitten, Bereiche unlesbar. Das versteht ihr sicher!?

Buchformat, Druckerei und Zukunftsfähigkeit

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Stellt euch auf viel Arbeit ein – die jede Stunde wert ist!

Das Ziel dieser Buchreihe war von Anfang an, dass sie mit jeder Ge­ne­ration um einen Band erweitert wird. Darum musste das Format zu­kunftsfähig sein.

Weil ich nicht davon ausgehen kann, dass meine Kinder, Nichten und Neffen alle InDesign beherrschen, ist das Fotobuch mit seiner intuitiv bedienbaren Software mit hoher Wahrscheinlichkeit das Medium, mit dem sie den nächsten Band gestalten werden. Nach einer Recherche möglicher Anbieter entschied ich mich dafür, Blurb.com* als Maßstab zu nehmen – aus zwei Gründen. Zum einen habe ich selbst bereits mehrere Fotobücher dort bestellt und war stets sehr zufrieden. Zum anderen ist es Blurb gelungen, sich direkt in das Programm Adobe Lightroom einzubinden, und das sehe ich als Hinweis dafür, dass es dieses Unternehmen noch in vielen Jahren geben wird.

Deshalb entspricht das Format der von mir gestalteten Bücher exakt dem der Blurb-Bücher.

*Dies ist ein Affiliate-Link. Wenn ihr über diesen Link bestellt, entstehen für euch keine Mehrkosten, ich bekomme aber eine kleine Provision.

Struktur

Struktur ist in diesem Projekt extrem wichtig. Ich habe zunächst alles gesammelt, Fotos wie Texte und Zitate, das ich bekommen habe. In Word habe ich dann eine Datei angelegt und die Kapitel und Unterkapitel festgelegt. Anschließend habe ich alles, was ich an Texten und Informationen zu diesem Kapitel hatte, dazukopiert und ausformuliert.

Erst, als der Text stand, habe ich alles in InDesign (dazu später mehr) übertragen und die Fotos dazusortiert.

Bildbearbeitung

vorher-nachher

Vor und nach der Bearbeitung

Viele der Fotos hatten wir ursprünglich nur als Papierabzüge. Die mussten alle mit 300 dpi gescannt werden. Dabei habe ich gemerkt, dass unser Scanner Staub nur so anzieht. Alle paar Fotos musste ich die Glasplatte reinigen, um nicht ganz viele weiße Punkte in den Bildern zu haben.

Trotzdem sind alle Bilder nachbearbeitet, sofern die Authentizität nicht gelitten hat. Sprich: Risse und Knicke sind zum Teil geblieben, aber Farbveränderungen und kleine Beschädigungen habe ich entfernt. Hat rund 18 Stunden gedauert. Das sollte man erst machen, wenn man weiß, dass das Foto auch ins Buch kommt ;)

bildkante

Eine Detailansicht einer der Seiten. Das Foto habe ich freigestellt und mit all seinen Fehlern auf der Seite platziert.

 

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