Fotos von Birgit Engelhardt
birgitengelhardt.de
…mein Fotoblog



Neulich, in der Kirche…

Einer der Fotografen, die ich kenne, ist Pastor. Er erzählte mir diese Geschichte:

Es war der Tag der Konfirmation. Viele Kinder, viele Eltern, viele Gäste, alle feierlich gestimmt, versammelten sich in der Kirche. Zu Anfang der Messe wies der Pastor darauf hin, dass die Gäste das Fotografieren mit Blitz bitte unterlassen mögen.

Alle hielten sich daran –  bis auf einer. Der saß oben auf der Balustrade und knipste begeistert. Irgendwann wurde es dem Pastor zuviel, und er wandte sich an diesen Mann: “Guter Herr, Sie haben da eine Kompaktkamera. Der Blitz hat eine Reichweite von ca. 3 Metern. Von Ihrem Platz dort bis hier unten sind es aber ca. 15 Meter. Somit kommt Ihr Blitz niemals hier unten an. Könnten Sie ihn also bitte ausstellen?” – Es blitzte nicht ein einziges Mal mehr.


I’m back!

100828 8500 Im back!

Yeah! Ich komm grad aus’m Zug von einem Wochenendtrip nach Baden-Württemberg. Da hat mich ein alter Freund a bissel rumgeführt – und sehr gelitten. Denn: Ich fotografiere wieder! Jippie! Und es macht Spaß! Mir zumindest. Bleibt nur die Frage, ob er mich (samt Kamera) nochmal einlädt ;) Liebe Grüße auf jeden Fall und danke für das schöne Wochenende!

Ich fall gleich ins Bett, aber vorher muss ich noch eine Sache erzählen. Wir waren auf einem Lichterfest bei einer Burg, und da war so ein verkleidetes Hoffräulein. Ich hatte den Travelteddy dabei und ihn mit ihr fotografiert. Hinterher fragte ich, ob ich das Bild online stellen dürfe (danke für das Ja), und fing an, ihr die Website zu nennen. Da meinte sie: “Die kenn ich schon.” Das fand ich ja richtig cool. Das erste Mal, dass der Teddy erkannt wird!

So, nu aber: Falle. Bett. Schlafen! Auf eure lieben Kommentare und Mails antworte ich morgen, ok? :zzz:


Photowalk durch Nürnberg: Impressionen

Letztes Wochenende war ich in Nürnberg auf einem Photowalk von fotolism.us und den Fotobrauern. Und es war cool, die 2 h Anreise (Rad, Bahn, Fußweg) haben sich definitiv gelohnt! Mit 14 Mann haben wir die Stadt unsicher gemacht. Dabei sollten wir uns ein Thema überlegen und dazu eine Serie schießen. Ich hab mich für “rund” entschieden. Hier meine Impressionen und meine Rund-Collage von diesem Tag.

An dieser Stelle ganz lieben Dank an alle für diesen tolle Nachmittag/Abend!


Was tun bei Foto-Unlust oder einem Kreativitätsloch?

loch Was tun bei Foto Unlust oder einem Kreativitätsloch?Gestern haben die Fotoburschen einen Podcast veröffentlicht, in dem sie sich unter anderen über Motivations- und Kreativitätslöcher unterhalten haben. Aufgrund der Kürze des Podcasts und der Einstellung, das Thema als eher nichtig abzutun (“ich glaube auch nicht, dass ich da [in so eine Situation] reinkomme” – “Lies doch mal nen Buch oder so”), fehlen mir im Podcast tiefergehende Informationen und Ansätze.

Dankenswerterweise nutzen sie meine Erlebnisse nicht nur als Anlass, das Thema Motivationsloch “anzusprechen”, sondern nennen mich auch als Quelle für weitere Informationen. Darum ergreife ich hiermit das Wort und führe so in das Thema ein, wie ich es mir gewünscht hätte: mit Struktur und konkreten Lösungsansätzen. (Es geht hier um Hobbyfotografen – dass Berufsfotografen bei Kreativitätslöchern ein ganz andres Problem haben, ist klar.)

Motivations- und Kreativitätslöcher

Zunächst sei festgehalten, dass Motivations- und Kreativitätslosigkeit nicht dasselbe ist.
Motivationsloch: Du kannst, willst aber nicht. Du hast einfach keinen Bock.
Kreativitätsloch: Du willst, kannst aber nicht. Dir fällt schlicht nix Sinnvolles ein, das du fotografieren könntest.

Diese Phasen können sich langsam entwickeln, ähnlich wie ein Burn-out-Syndrom. Oder mit einem Mal da sein.

Na und? Wo ist das Problem?

pause Was tun bei Foto Unlust oder einem Kreativitätsloch?Es kommt drauf an, was für ein Mensch man ist – und wie lange die Situation andauert. Dem einen mag es egal sein, er lässt das Hobby halt liegen und macht was andres. Für andere ist das nicht so einfach. Während ein Kreativitätsloch in Verbindung mit der Lust aufs Fotografieren ziemlich schnell nervt, kann ein Motivationsloch zunächst sehr wohltuend sein. Man hat keine „Hummeln im Hintern“ und die Muße, sich auf etwas anderes zu konzentrieren. Doch irgendwann fehlt einem etwas. Nach 1,5 Monaten im Motivationsloch ging es mir etwa so:

[…] Ich vermisse meine Fotografie. Wenn ich sonst abends heimkomme, dann wartet sie schon auf mich. Lenkt mich ab vom Alltag und ist einfach ein großer Teil von mir selbst. Ohne sie ist es, als würde etwas fehlen. Als sei ein Freund weggezogen.

trist Was tun bei Foto Unlust oder einem Kreativitätsloch?Wer das selbst noch nicht erlebt hat, kann das vielleicht nicht nachvollziehen. Nehmt es einfach hin, dass es in jeder Beziehung mal kritische Phasen gibt – auch in der Beziehung zur Fotografie. Und wenn ihr dort keine Erfahrungen habt, dann urteilt bitte auch nicht darüber.

Verlassen wir nun die Höhle des Wehklagens und werden wir konstruktiv. Wie kann man mit so einem Loch – sei es ein Kreativitäts- oder ein Motivationsloch – umgehen?

Schritt 1: Ruhe bewahren.

Die Fotografie geht nicht verloren, wenn man sich mal eine Weile nicht darum kümmert. Es ist nicht für immer. Und: Es ist ganz normal, durch so eine Phase zu gehen.

Schritt 2: Die Ursache finden.

Meines Erachtens ist es jetzt wichtig, sich Zeit zu nehmen und nach der Ursache der „Krise“ zu suchen. Denn das ist der erste Schritt, die Situation aktiv zu beeinflussen, anstatt passiv auf Besserung zu warten.

  • Vielleicht habt ihr euch selbst zu arg gestresst? Fotoprojekte, Shootings, Bloggen: All das, was einem normalerweise Motivation bringt, kann irgendwann zu viel werden.
  • Möglicher Auslöser kann auch ein Foto-Overflow sein. Mein Motivationsloch hat sich nach einem 6-Tage-Trip nach New York entwickelt. Erst Power-Fotografieren, dann Power-Nachbearbeiten (alle wollen ja die Fotos sehn), und dann: Leere.
  • Es könnte euch auch die Perspektive in der Fotografie fehlen. Glaubt ihr, zu stagnieren, vom Können und den Motiven her auf der Stelle zu treten? Es passiert einfach nix Interessantes mehr. Alles schon gesehen, alles schon fotografiert.
  • Oder ihr habt das Gefühl, dass ihr einfach keine guten Bilder mehr macht? Bei der ganzen Flut an guten Fotos im Internet ist es schwer, sich mit „nur guten“ Fotos zufriedenzugeben. Immer ist das Gefühl, dass andere es besser hinbekommen.

Schritt 3: Etwas dagegen tun

klo Was tun bei Foto Unlust oder einem Kreativitätsloch?Es gibt mehrere Ansätze, die euch helfen können. Das hängt wiederum von euch selbst ab, wie es euch in eurem Loch geht und was für ein Loch das ist. Ich habe sie jetzt nicht nach Motivationsloch- und Kreativitätsloch-Ansätzen sortiert, da einige gegen beides helfen können und eine Differenzierung hier schwierig wäre.

Hier also ein paar Ideen, was ihr da unten in eurem Loch machen könnt:

  • Genießen. Ihr habt jetzt mal richtig Zeit für alles andere: kochen, lesen, Freunde treffen, zocken…
  • Ausmisten. Ordnung ins Leben bringen für ein besseres Gesamtgefühl.
  • Kopieren. Lernen, indem man andere Bilder analysiert und nachstellt.
  • Kreativübungen. Sich selbst einschränken und so „unter kontrollierten Bedingungen“ vorsichtig wieder an die Kreativität herantasten.
  • Probiert was Neues. Mein Kreativitätsloch vor 1,5 Jahren habe ich überwunden, indem ich mir ein Makroobjektiv gekauft und so einen ganz neuen Bereich der Fotografie entdeckt habe. Genauso wirksam (und günstiger) könnte es sein, wenn ihr eure Familie porträtiert oder mal auf eine analoge Kamera umsteigt.
  • Neu kombinieren. Nehmt doch einmal eure Fotos und versucht, sie neu zu kombinieren. Wie wäre eine Collage mit Bildern von Füßen?
  • Back to Basic. Habt ihr eigentlich fundiertes Wissen über die Farblehre? Über Gestaltung? Über eure Kamera? Sonst fangt doch dort an. Werdet bewusst wieder Schüler, Lernender, Anfänger. Denn die müssen nicht perfekt sein. Sie müssen einfach nur sein.
  • Rückblick. Ihr habt schon immer gern Rosen fotografiert? Betrachtet doch einmal alle Rosenbilder und stellt fest, wie sehr ihr euch fotografisch schon entwickelt hast.

Linktipps und Quellen

link Was tun bei Foto Unlust oder einem Kreativitätsloch?Es gibt einige hervorragende Links zu diesem Thema:

  • „Muse auf Urlaub“ – diese Podcastfolge von Moni behandelt die Frage, wie man seine Kreativität zurückerhält.
  • „Signale und so“ – Moni spricht über Lustlosigkeit und was man dagegen tun kann.
  • „Gib niemals auf – ich meine niemals“ – Es geht nicht direkt um meine „Löcher“, aber dieser Artikel macht einfach Mut.
  • Fotoübungen von Thorsten Winkler
  • Ihr seht keine Motive mehr in eurer Umgebung? Hier ein paar Ideen, wie aus dem Alltäglichen das Besondere wird.
  • Einfach losziehen und „nur“ Lampen fotografieren? Alexander hat es gemacht, und ich find die Serie einfach geil.
  • Diskussion zum Thema „Blockade“ im DSRL-Forum – sehr ausführlich, ich habe sie zugegebenermaßen nicht komplett gelesen. Aber sie kann helfen, die eigenen Ansprüche etwas geradezurücken. Und man sieht, dass man nicht allein ist.

Kennt ihr noch gute Links oder habt ihr Ideen, wie man aus so einem Loch herauskommt? Wart ihr gar selbst in einem? Ich freue mich auf eure Kommentare!


Diashow meiner New-York-Bilder

Sooo… lange hat es gedauert, aber heute ist es soweit: Voller Stolz präsentiere ich euch heute die Diashow meiner Fotos aus New York! Die Show dauert ca. 13 min, und ich weiß gar nicht, wie viele von euch so viel Geduld haben. Ich hätte sie wohl nicht. Gleichzeitig hab ich aber 2 Tage in diese Show gesteckt und bin schon etwas stolz drauf. Darum: Hier ist sie :)

New York from Birgit Engelhardt on Vimeo.


Drahtesel im Detail

Im Zuge meiner Fotografie-Rückgewinnung habe ich eine Pause von der Pause gemacht – und Fahrraddetails fotografiert. I like it!


Der schwere Weg zurück in die Fotografie

Fünf Wochen dauert meine Fotolethargie jetzt schon. Doch was habe ich die letzten Wochen so getrieben? Hier ein kleines persönliches Update.

Ich hatte einfach keinen Bock zum Fotografieren.

Und das ist gar nicht einfach. Denn ich vermisse meine Fotografie. Wenn ich sonst abends heimkomme, dann wartet sie schon auf mich. Lenkt mich ab vom Alltag und ist einfach ein großer Teil von mir selbst. Ohne sie ist es, als würde etwas fehlen. Als sei ein Freund weggezogen. Wobei ich nie daran gezweifelt habe, dass sie wiederkommt.

Erstmal Pause? Nur fototechnisch!

Fotografisch hab ich Pause gemacht. Doch langweilig war mir nicht! Denn ich habe nach dem ganzen Stress mit meinem ersten Programmierer jetzt einen guten Dienstleister gefunden und wir sind jetzt beim Feintuning meiner beiden Themes! Dabei mache ich die Teddyseite grad komplett neu, auch inhaltlich, mit Google-Map und allem, was ich schon immer machen wollte. Und ich habe viel gelesen. Mindestens ein Buch pro Woche. Das war sehr entspannend. Hab mich mit Freunden getroffen, gut gegessen, gelegentlich gekocht …

Aber es muss weitergehn!

An dieser Stelle danke an alle, die mich mit Tipps und Motivation unterstützt haben! Ein Tipp war “Abstand nehmen, es ruhen lassen”. Check, hab ich gemacht. Aber jetzt, nach 5 Wochen, reicht es. Ein anderer Tipp war, mit einem einfachen Aufbau auf dem Couchtisch einfach wieder anzufangen. Nix Großes, kein Druck, einfach loslegen. Das hab ich grad gemacht, einfach paar Teeblätter auf nen Löffel gelegt und die fotografiert. Wobei ich am meisten Spaß dabei hatte, die Blätter für den Hintergrund über den Teller zu pusten ;)

Und morgen bin ich in Nürnberg auf einem Photowalk. Und hoffe, dass mir das noch einen zusätzlichen Push gibt. Auf jeden Fall freu ich mich schon drauf. Auf dass es weitergehe!

PS: Wer sich mal so ähnlich fühlt wie ich, dem empfehle ich sehr diese Podcastfolge von Monis Motivklingel!


Gastbeitrag: Jungfernfahrt eines Photoblogs

bene Gastbeitrag: Jungfernfahrt eines Photoblogs

Im heutigen Gastbeitrag erzählt mein lieber Fotobuddy Bene, wie es ist, ganz frisch mit dem Fotobloggen anzufangen. Welche Hindernisse auf ihn gelauert haben, welche Fragen er sich stellt… Ihr solltet auf jeden Fall seinen Fotoblog “Benoculus” besuchen – ich finde, er hat ihn ganz klasse hinbekommen und erzählt wunderbar die Geschichten zu seinen Fotos. Aber nun zu Benes Gastbeitrag:

Es ist nun gut zwei Wochen her, dass mein erster eigener Photoblog das Licht der Welt erblickte. Damit habe ich mir einen Wunsch erfüllt, der vor einem Jahr zum ersten Mal in mir aufkeimte, als ich mich mit Birgit übers Bloggen unterhielt. Zu den meisten meiner Photos, die ich anderen zeigte, wollte ich auch eine Geschichte erzählen, da gerade diese Geschichten mich interessierten.

Aller Anfang…

Nachdem ich nun endlich mal mehr Zeit hatte, griff ich die Idee wieder auf und machte mir Gedanken über die Umsetzung. Ich holte mir Tipps von Birgit und sie führte mich in die wichtigsten Seiten des Bloggens ein. Nachdem ich erstmal einen Provider gefunden hatte, bei dem ich keine monatlichen Unsummen für dieses Hobby ausgeben musste, ging es an das Finden eines geeigneten Themes, schließlich sollte der Blog auch „nach mir aussehen“. Die gestaltete sich glücklicherweise als relativ einfaches Unternehmen – was mir größere Probleme bereitete, war das Anpassen der Technik an meine Bedürfnisse.

benoculus Gastbeitrag: Jungfernfahrt eines Photoblogs

Was wollte ich noch mal sagen?

Nachdem ich mich eine Woche lang durch Quelltexte, Grafiken, Rechtsbestimmungen und Hilfetexte gekämpft hatte, stand der Blog in seiner optischen Form fest. Nun musste nur noch der Inhalt her. Eine alte Blogger-Weisheit sagt, dass man zum Start eines neuen Blogs schon eine Hand voll Einträge haben sollte, damit es nicht so leer aussieht und Besucher gleich die Möglichkeiten haben weiterzulesen.

Also verfasste ich die ersten Einträge, aber das Problem ist immer das gleiche: Was soll man am Anfang sagen?

Volle Kraft voraus!

Und los ging es. Alles war fertig, alles funktionierte, wie es sollte. Der Blog war bereit gezeigt zu werden. Die ersten Blogeinträge für die kommende Woche waren auch schon vorbereitet und ich habe den Link erstmal an meine Freunde rumgeschickt, die bis dahin noch keine Ahnung hatten, woran ich arbeitete.

Ich postete den Link auch in ein paar Foren, um auch andere auf mich aufmerksam zu machen, und tatsächlich kamen bald die ersten Besucher. Zwar nur wenige, aber gerade am Anfang freut man sich über jeden Klick.

Doch gleichzeitig setzten auch die ersten Zweifel ein: Interessiert sich überhaupt jemand dafür, was ich zu sagen habe? Will überhaupt jemand meine Bilder sehen? Ist das alles nicht eigentlich belanglos? Was, wenn mir der Redestoff ausgeht?

Noch kein Eisberg in Sicht

Zumindest um die letzte Frage mache ich mir inzwischen weniger Sorgen. Dadurch, dass ich mich durch meinen Blog nun öfter mit der Photographie beschäftige, fallen mir spontan immer neue Ideen für Blogbeiträge ein. Man geht bewusster mit dem Hobby um und entdeckt erst die Fülle an möglichen Themen, die damit in Zusammenhang stehen.

Trotz allem ist es schon ein merkwürdiges Gefühl, plötzlich so in der Öffentlichkeit zu stehen. Das hat nichts mit Berühmtheit zu tun, sondern eher damit, dass man quasi Wildfremde Menschen in einen recht persönlichen Teil des eigenen Lebens blicken und an der eigenen Gedankenwelt teilhaben lässt.

Wie es weiter geht? Keine Ahnung. Aber es macht mir Spaß und ich hoffe, meinen Besuchern auch ;)