Das Leben entrümpeln – wie ich über 100 kg Zeug aus meiner Wohnung schleppte

Mitte Dezember las ich einen Blogbeitrag über das „Decluttern“ – konkret über die KonMari-Methode. Schon vorher hatte ich das Gefühl, dass ich einfach zu viel Zeug hatte. Und mit dieser Methode ging das Entmisten los.

Etwa 20 Kilo Papier habe ich aus meinem ein Meter breitem Billy-Regal geholt!

Etwa 20 Kilo Papier habe ich aus meinem ein Meter breitem Billy-Regal geholt!

Die Basis ist eine einfache Frage: „Does it spark joy?“ Wenn ein Gegenstand keine Freude macht, kommt er weg. Punkt. Alles aus der „vielleicht könnte ich mal“-Kategorie kam weg, unter anderem meine Foodfoto-Probs (bis auf ein ganz paar, die ich wirklich liebe). Bücher über kommunales Rechnungswesen (auch wenn sie echt teuer waren) und Steakmesser, die seit 5 Jahren originalverpackt auf dem Küchenschrank verstauben. Und nachdem ich dieses genialen Video gesehn hatte, habe ich eine Woche lang ALLE Ordner meines Haushalts um- und aussortiert und nebenbei über 20 kg Papier entsorgt.
Tipp: Bei Müller gibt es diese Ordner für 1,79 Euro. Bin sehr zufrieden mit ihnen und man kann ohne Reue für ein auch optisch aufgeräumtes Regal sorgen.

Ich kann euch gar nicht sagen, wie befreiend das ist! Über 100 kg habe ich aus meiner Wohnung geschleppt, verschenkt, verkauft, gespendet oder entsorgt. Noch bin ich nicht fertig, aber ich spüre schon eine deutliche Leichtigkeit. Es gibt kaum noch „dunkle Ecken“, in denen Zeug lauert, das danach schreit, dass ich mich darum kümmer.

Keine Ordner mit rosa Schnörkeln oder Strandmotiven mehr. Und kein unnützes Gramm Papier.

Eine gelegentliche Entrümplungsaktion kann ich nur jedem ans Herz legen! Es macht ein leichteres Lebensgefühl und tut einfach gut! Eine schöne deutschsprachige Einführung findet ihr hier!

Und, wie steht ihr zum Entrümpeln? Liebt, hasst oder ignoriert ihr es?

Dieser Beitrag hat 6 Kommentare

  1. Downsizing gehört bei uns zu den regelmäßigen Tasks – getrieben durch meine liebe Frau. Ich habe alle Mühe hier standhaft zu bleiben, damit nicht alles den Gang in Richtung Wertstoffhof etc. geht. Sie hat ja recht – aber Mann trennt sich so ungern von Schnittholz, Leinen, Teppichresten etc. Weil da kann Mann bestimmt irgendwann mal was praktisches draus basteln. Bestimmt… ;-)

  2. Das hab ich auch grad hinter mir :) Und es fühlt sich so gut an!
    Ich ging dabei nach der Methode, was ich nicht einmal pro Woche in der Hand habe, brauche ich auch nicht wirklich. Ich habe Dinge verkauft, verschenkt und auch vieles weggeschmissen, jedoch fühlt es sich besser an, die Last los zu sein.
    Angefangen hat das alles bei mir, mit meiner immer minimalisierten Art zu reisen. Und ich liebe es zu reisen. Oft, viel und lange. Mittlerweile nur noch mit einem Rucksack und 30 Liter im Handgepäck. Da merkt man erstmal richtig, was man noch braucht und was eigentlich nicht :)

    Wenn du nach der Wohnungsentrümpelung auch mal noch minimalisierteres Leben ansteuerst, empfehle ich dir Connies Blog. Sie ist Digitale Nomadin und reist nur mit dem Rucksack um die Welt, quasi herrenlos und heimatlos. Dabei schreibt sie sehr viel über soul, spirit und Yoga :)

    http://www.planetbackpack.de

    Mein Anstoß zu all dem über was du jetzt auch schreibst :) Lustig zu sehen, das du dein Leben auch entrümpelst. Und ich habe das Gefühl es gab so kurz nach dem Studium keinen besseren Zeitpunkt zum Neuanfang :)

  3. Ich emfinde auch ein befreiendes Gefühl beim Ausmisten. Vor dem ganzen Papiergram – Versicherung, Bescheinigungen usw. – scheue ich noch etwas zurück (die Idee mit schönen Ordnern, die man passend beschriftet finde ich übrigens sehr gut :))
    Das Ausmisten von Kleidung, Büchern, Geschirr und Gegenständen des alltäglichen Lebens fällt mir leicht. Klamotten, die ich in den letzten zwei Jahren nicht anhatte, kommen weg. Bücher, die ich gelesen habe (und die ich nicht noch einmal lesen werde), kommen nicht wieder zurück ins Bücherregel, sondern gleich in eine Schon-Gelesen-Kiste. Wenn ich erfahre, dass jemand bestimmte Haushaltsgegenstände benötigt (ich mit Mitglied bei zwei entsprechenden facebook-Gruppen), schaue ich, ob ich diese übrig habe und sie bei mir nur unnötig verstauben. Ich habe meine aussortierten Sachen gespendet, verkauft, verschenkt oder einfach entsorgt.
    Ich versuche bewußter einzukaufen und mich vor dem Kauf zu fragen: „Claudia, brauchst du das wirklich oder geht es auch ohne?“

  4. Hi,
    Ich selbst habe mir angewöhnt, regelmäßig mein Heim aufzuräumen. Bleibt mir als Selbstständiger meist auch nicht anderes uebrig :cry: . Was aber auch ein gutes Konzept ist: Jeden Tag ein wenig. … Meist ist es doch so das der Innere Schweinehund einen am Aufräumen hindert. Also hab ich mir angewoehnt jeden Tag etwas aufzuräumen. Klappt natuerlich nicht immer aber der Scheinehund ist nicht zu gemein und hat auch nicht so viele Argumente. :)
    BG Micha

Schreibe einen Kommentar zu Christian Kommentar Antwort löschen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.