Wovon soll ich träumen? Vollformat vs. Mirrorless

Es war für mich so klar: Wenn ich mein erstes Gehalt habe, fange ich an zu sparen. Für die Nikon D750. Vollformat, 2 Speicherkarten-Slots, leicht. Und endlich keine Angst mehr vor vierstelligen ISO-Zahlen.

Vor zwei Wochen hatte ich eine Spiegellose in der Hand. Viel leichter, deutlich günstiger und qualitativ (fast) so gut wie die D750.

Tja, und jetzt weiß ich nicht, worauf ich sparen soll. Hab mich natürlich schon umgehört, die Meinungen gehen von „auf der Stelle“ bis zu „du wirst es ewig bereuen“.

Jetzt hoffe ich auf euch! Bitte teilt eure Erfahrungen mit mir. Wovon soll ich träumen?

PS: Oben ein Foto mit der Sony Alpha 7 bei 3.200 ISO, die ich genialerweise für einen Tag leihen durfte. Die wird es schon mal nicht, mir gefällt nicht, wie die Kante des Apfels ausläuft.

Dieser Beitrag hat 34 Kommentare

  1. Etliche im Netz stiegen mit Begeisterung auf die Spiegellosen um – manche davon wechselten später wieder mehr oder weniger leise zurück. Andere blieben dort.
    Was für Dich Sinn macht? Keine Ahnung.

    Ich bleibe noch bei meinen Nikon DSLR. Vor allem weil ich ohne Ende Zubehör für die Dinger habe, die es für Spiegellose Systeme so teilweise nicht mal gibt. Und weil der AF und die Akkulaufzeit der Spiegellosen noch nicht an meine DSLRs rankommt.
    Aber reizen tun sie mich auch. Irgendwann wird es eine geben, für die ich dann auch mein System aufgebe. Oder Nikon bringt was anständiges mit dem ich meinen vorhandenen Kram weiter nutzen kann.

    Dir würde ich das empfehlen, was ich jedem empfehle: Mach eine Auswahl der in Frage kommenden Kameras und nimm sie im Laden mal in die Hand, mach ein paar Fotos und Einstellungen auf Deine eigene Speicherkarte, bearbeite die Bilder und schau welche Kamera Dich persönlich mehr anspricht.

    Das ist Arbeit. Aber es ist eben auch nicht nur die Entscheidung für eine Kamera, sondern für ein System.

    1. Mittlerweile bin ich soweit, dass ich genau das tun muss. Jeder Fotograf ist von seiner Kamera begeistert, hab ich das Gefühl, und verschiedene zu fragen, macht einfach keinen Sinn. Weil jeder seine lobt, sie aber selten ins Verhältnis zu den anderen setzt.

    1. vieles. Vor allem sollte sie ein gutes Rauschverhalten haben, da stoß ich mit meiner D90 einfach so oft an die Grenze…

  2. Ich träume seit kurzem von der 6D die meine 10 Jahre alte 350D ablösen soll. Könntest du dir die Mittelformat nicht mal irgendwo ausleihen und gucken ob du damit klar kommst?

    Gruß
    Willi

  3. Das sit sicher keine leichte Entscheidung, schön das ich nicht davor stehe :).

    Ich hatte mir vor einiger Zeit, auch aufgrund meiner Finanzen, eine *gebrauchte* Fullframe gekauft und eigentlich bereue ich es nicht. Eigentlich weil im Urlaub (und ich reise gerne, wenn auch zu wenig) eine Spiegellose die bessere Wahl sein könnte, zumindest wenn man mit dem Ruscksack unterwegs ist.
    Beim Kauf meiner DSLR waren Spiegellose allerdings noch nicht so weit, das ich damit immer fotografieren wollte. Das hat sich m.E. erst in der letzten Zeit geändert und die coolen spiegellosen Kameras gibt es noch nciht gebraucht zu mir passenden Preisen. Also bleibe ich zwangsläufig bei meiner Fullframe-DSLR, aber das ist auch noch OK, auch wenn ich manchmal ein wenig viel zu schleppen habe.

    Was auch immer du dir holst, viel Spaß damit. Ralf

  4. Na ja, an eine D750 kommt momentan keine Mirrorless ran. Das wirds sich aber bald mal ändern.
    Was mich etwas abschreckt ist der hohe Preis der Objektive besonders bei Festbrennweiten. Bei Canon oder Nikon bekommt man ein gutes 35er oder 50er für relativ wenig Geld. Für die Sony A7 z B.legt man gleich 600-700€ hin für solche Brennweiten. Hier noch ein Link http://www.dkamera.de/testbericht/sony-alpha-7-ii/bildqualitaet.html da kannst du mit veschieden Kameras „spielen“.
    Gruss
    Michael

    1. Der Link ist ja geil. Allerdings, wenn ich sehe, wie gut die Bilder sein sollen, die aus meiner D90 bei 3.200 ISO kommen… ich glaub nicht, dass das wirklich aussagekräftig ist. Schade!

  5. Was hattest du denn für ein Objektiv auf der Alpha 7? Dafür, wie die Kante ausläuft, kann die Kamera wenig. Das liegt an der Kombination aus Objektiv, Blende und ISO und das wird mit anderen Kameras ähnlich aussehen.

    Ich stand bis vor Kurzem vor einer ähnlichen Entscheidung. Ich hab auch zwischen der D750 und der A7 II geschwankt und ich hab mich, trotzdem ich schon eine D600 mit mehreren Objektiven hatte, für die Sony entschieden. Jetzt bin ich total glücklich, weil ich nicht mehr so viel schleppen muss, ein Ultra-Weitwinkel mit Filtergewinde habe, es gaaaaanz tolle und bezahlbare Zeiss-Linsen mit wunderschönem Bokeh gibt (55 1.8) und das auch noch alles billiger ist als der DSLR-Kram, zumindest wenn man Qualitäts-Glas kauft. Der einzige Nachteil, den ich bisher gefunden habe, ist der relativ schwache Akku, aber das ist für mich in der Praxis viel weniger ein Problem als ich dachte. Hab halt jetzt immer nen Ersatzakku dabei.

    Am Ende ist es ne Frage von persönlichen Präferenzen. Ich werde z.B. von Passanten nicht gerne als Profi-Fotograf gesehen, weil ich auch gern auf der Straße fotografiere und da ist eine Spiegellose definitiv ein Vorteil. Für andere mag das ein Nachteil sein. Hochzeitsfotografen z.B., weil die müssen natürlich als Fotograf erkannt werden.

    Zur Alpha 7 kann ich jedenfalls nur sagen: Der Sensor ist quasi der gleiche wie in der D750. Beide von Sony, beide 24MP. Der in der A7 hat ein ganz kleines bisschen weniger Dynamic Range, aber das merkt man praktisch nicht. Der Autofokus ist gut, aber der von der D750 ist besser. Die Objektive sind bei der Qualität günstiger, kleiner und leichter. Es gibt Adapter für Nikon-, Canon-, Leica-Linsen.

    Die Olympus EM5 II ist sicher auch ganz toll, aber nichts für mich. Ich will den großen Sensor, weil ich den Look mag und die Flexibilität.

    Mein Tipp: Wenn du die Zeit hast, bestell dir alle Kandidaten bei Amazon und fotografiere ein Wochenende lang mit allen die gleichen Motive. Dann wirst du schnell merken, mit welcher Kamera du am besten klar kommst und welche dir nicht zusagt. Es geht ja nicht nur um die technischen Daten, sondern auch um Gefühl und das bekommst du nicht im Internet.

    1. Du hast Recht, es hat am Objektiv gelegen. Hab mir die Kamera noch einmal mit andrem Objektiv geliehen und es sieht anders aus. Zufrieden bin ich zwar nicht mit dem Rauschverhalten, aber die Kanten sind sauberer.

      Mittlerweile hab ich mich fast von der D750 verabschiedet, sofern ich eine Spiegellose finde, die mir taugt.

      Hmm, ich seh den Vorteil bei dem Bestellen, aber irgendwie kommt es mir fast wie Cheaten vor – zumal ich überleg, gebraucht zu kaufen, dann würd ich ja gar keine behalten.

  6. Ich habe seit fast drei Jahren eine Spiegellose. Bin damals von einer 600D auf die EM-5 gewechselt und dieses Jahr auch die EM-5 Mark II.

    Alles nur für den Hobbygebrauch. Für mich ist die Kamera völlig ausreichend. Wobei ich jetzt mit der Mark II auch wieder ein Zoomobjektiv (12-40 F2.8) habe. Vorher hatte ich immer nur Festbrennweiten und es war mir dann etwas zu viel Objektivgewechsel. Somit bin ich jetzt wieder etwas „schwerer“ unterwegs.

    Aber im Urlaub und unterwegs ist es wirklich ein Traum. Früher hat alles nicht mal in den Rucksack gepasst, heute nehme ich noch einiges mehr mit.

    https://500px.com/anacoma

  7. ganz klar vollformat…

    Oder vielleicht eine spiegellose mit vollformatsensor…..?

    Aber ganz klar kein crop von 2. Punkt eins, den habe ich derzeit an meiner uralt Oly 450. eine wunderbar kleine Kamera mit wunderbar kleinen Objektiven. Aber auch eine Blende von 2 ist dann halt auch nicht vergleichbar mit einem 1,6 cropfaktor einer Canon oder Nikon… Oder gar das Verhalten eines Objekives am analogen Kleinbilds – das wäre ja mal wieder der Vollformatsensor…

    Das ganze ist natürlich nur meine eigene Meinung, aber warum sparst du nicht und wartest auf dein Gefühl… ich wünsche dir aber auf jeden Fall bei der Entscheidungsfindung viel Spaß…

    Und die

    1. Mein Gefühl geht grad weg von der Nikon (zu schwer) und der Sony (wg. des Rauschverhaltens)… bleiben nur noch Cropkameras, fürchte ich. Muss aber noch zig Testbilder machen, um zu entscheiden, womit ich glücklich werde.

    2. Ich hatte eine Nikon D90 und nutze nun eine Olympus Om D (neben anderen Kameras) und der Unterschied zwischen Corp 2 und 1.6 ist meiner Meinung nach nicht so gross wie Du ihn hier Darstellst (oder gar ganz vernachlässigbar). Klar, Vollformat bietet ganz andere Möglichkeiten betreffend Freistellung (mit entsprechend höhren Preisen, Volumen und Gewichten verbunden), aber ob APSC oder mft spielt meiner Meinung nach keine Rolle…

  8. Für kreative Fotografen (wie Du zweifellos einer bist!) würde ich aufgrund der geringeren Schärfentiefe eine Vollformat empfehlen! Der Unterschied zu einem Crop-Sensor ist schon enorm!

  9. Hi Birgit,
    wie du ja weißt, habe ich eine Sony A7r.
    Ich war zwischen der Canon 6D, Nikon D750 und der Sony A7r gestanden.
    Canon schied für mich schnell aus, da der Sensor einfach nicht von der Dynamik mithalten kann. Bei mir spielt die Dynamik einen entscheidenden Faktor.
    Zwischen der Nikon und der Sony war es dann nicht mehr so einfach. Wie schon jemand geschrieben hat, baut ja Sony die Sensoren für Nikon. Somit sind die von der D750, D810 und Sony A7 fast gleich (Sony hat hier in Laborwerten ein bisschen die Nase vorne, das aber wahrscheinlich in der Realität kaum unterschiede macht).

    Entscheidender ist die Frage der Objektive. Als ich vor einem halben Jahr meine Sony gekauft habe, waren die meisten Objektive erst wenige Monate nach der Erstvorstellung alt. Somit sind sie, auch heute, noch relativ teuer. Deshalb habe ich mir für die Variante mit Canon Linsen (24-105, 17-40) mit einem Metabones Adapter entschieden. Fairerweise muss man sagen, das der Autofokus langsam ist. Ich fokussiere mittlerweile fast nur noch manuell und habe aber eine bessere Ausschussrate wie früher mit Autofokus. Dazu hilft der Sony die Kantenanhebung (ich sehe auf dem Display die Kanten farbig hervorgehoben die Scharf sind, somit kann ich exakt auf Augen scharf stellen ohne Autofokus). Dieser Schritt ist aber für mich nur so lange temporär, bis die Straßenpreise der Sonylinsen im normalen Bereich sind.

    Meiner Meinung nach hat die Spiegellose viele Vorteile, der Spiegel hingegen eigentlich keinen großen.

    Ich persönlich denke das du auf zwei Punkte achten solltest, wie du sie empfindest:
    1. Den Sucher: Kannst du mit dem elektronischen Sucher, oder BRAUCHST du einen optischen. Mir persönlich gefällt der elektronische Sucher, da ich sofort sehe, wie mein Bild belichtet ist. Außerdem habe ich viele Informationen schon im Sucher, die ich bei einer Spiegelreflex erst im Display ansehen kann (also Auge weg vom Sucher, auf den Display, dann wieder an den Sucher).
    2. Objektive: Kannst/Willst du Sony Linsen? Dann musst du wahrscheinlich ein bisschen länger sparen, hast aber dann ein unschlagbares Paket mit perfekten Autofokus und absolut leichter und kleiner Ausrüstung.

    Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen :)
    Wenn du fragen hast, gerne ;)
    Gruß Timon

    1. Hey Timon,
      1. Ich komm mit dem elektronischen Sucher super klar.
      2. klingt schon nice.

      … ich schreib dir noch mal mit konkreten Fragen zu deiner Kamera :)

  10. Hi Birgit,

    ich finde es ist eine Frage der Haptik und des „Wow“ wenn man das erste Bild macht. Beidem Dealer meines Vertrauens darf ich die Kameras auch gerne mal in verschiedenen Lichtsituationen testen. Ich habe eine spiegellose Fuji und bespiegelte Nikons.
    Klar ist die spiegellose (X100) leichter, man muss weniger schleppen etc. aber da dies meine „Strassenkamera“ ist, verwende ich hauptsaechlich den optischen Sucher, da sonst dem Akku zu schnell die Luft ausgeht. Bei meinem letzten Kauf stand ich zwischen einer Fuji mit Wechselobjektiven (X-Pro or T1 – beide haben definitiv fuer mich einen grossen „Wow“ Faktor) und der D750.
    Ich hatte die D750 nur einmal in der Hand um 1 Foto zu machen. Dann war sie schon gekauft. Ich liebe es, durch den Sucher zu schauen und eine Szene zu sehen, wie ich sie auch mit blossem Auge sehe. Die Kamera fuegt der Szene, wie ich finde, noch ihren eigenen Charakter hinzu. Und besonders bei wenig umgebungslicht habe ich immer noch einen lichtstarken optischen Sucher, der mir „den Weg weist“ ;) Der elektronische Sucher der X100 (andere moegen da besser arbeiten) gibt bei wenig Licht auf und der Autofocus trifft nichts mehr.
    Aber alles in einem Satz „nimm je eine spiegellose und eine bespiegelte Kamera in die Hand und eine der beiden wird relativ schnell Mama zu dir sagen“
    Nachtrag: Es ist immer die Kamera die beste, welche man gerade zur Hand hat

    1. Bisher hatte ich die D750 in der Hand (leises Mama-murmeln), die Fuji X-T1 (nix gehört) und die Sony Alpha 7 (die hab ich gar net mehr hergeben wollen). Aber… die Sony rauscht mir zu sehr. Klar, gibt neuere mittlerweile, aber die konnte ich noch nicht anfassen ;)

      Nachtrag: Auf jeden Fall! Aber wenn ich mich schon armkaufe, will ich es für die richtige Kamera machen ;)

  11. Als zufälliger DSLR-Nutzer gefallen mir die Fuji-Dinger ja auch ganz gut. Das Getöse der Anhänger und interessante Optionen (1.2/58) lassen es immer wieder interessanter als das Eigene erscheinen.

    Wenn man dann aber die weniger lauten Probleme mal mitbekommt merkt man dass so ein ausgereiftes System schon seine Berechtigung hat, von Glas bis Verlässlichkeit. WorstCase hat man ja auch den LiveView, aber halt nicht nur.

    würde auf die D750 sparen, nicht zuletzt wegen solchen Diskussionen: http://www.fujirumors.com/disappointed-with-fuji-x-t1-firmware-4-0-here-is-why/

    Glücklich kann man aber mit all den Geräten werden, ist wohl kaum mehr Gurkensalat dabei (naja, Canon… :-)

    1. Hatte mal die Leica Lux 9 und die war grad ISO-mäßig echt Crap. Nur ein wenig über meinem iPhone4… Bin grad sehr voreingenommen. Und natürlich geb ich mein neues Baby NICHT aus der Hand, wenn ich es erst mal hab… ;)

  12. Ich würde hier nicht lange nachdenken. Mirrorless ist die Zukunft und die hat schon begonnen. Fängt beim Sucher an, der bei einer spiegellosen Kamera alle einstellungen zeigt, d.h. man kann vor der Aufnahme bereits feststellen wie das Bild aussehen wird. Dazu kommt der Gewichtsvorteil. Speziell Micro Four Thirds Kameras sind kleiner und leichter als Spiegelreflex mit einem Kleinbildsensor (würde im übrigen nicht von Vollformat sprechen. Was sind denn dann Mittelformat sensoren? Überformat?) Da spart man gut und gerne das halbe Gewicht und hat die Kamera damit öfters dabei. Dazu kommt noch die geniale Bildstabilisierung die es ermöglicht länger mit niedrigen Empfindlichkeiten zu arbeiten.

  13. Hallo Birgit
    Ich glaube Kleinbild / Vollformat ist das Mekka jedes Fotografen ! irgendwie wollen alle da mal hin :-)
    Ich habe Canon und kann auch nur meine Erfahrungen von dieser Marke berichten.
    Ich besitze die Eos 70D und ich durfte von einen Freund für ein paar Tage die Eos 5D Mark II Testen. Mein Fazit es liegen keine Welten zwischen denn beiden Sensor Formaten ! eher kleinere Details…
    Aber fangen wir von vorne an wenn jemand von einer Handy Kamera kommt und auf z.B APS-C wechselt dann sind das Welten was dazwischen liegen, bessere Haptik, größerer Dynamik Umfang, bessere Iso Performance etc. aber von APS-C zu Kleinbild sind es nur wie bereits erwähnt Details. Ich Fotografiere viel mit Available Light ! was mir positiv aufgefallen ist der etwas größere Dynamikumfang, hatte jetzt etwas mehr Reserven in denn Lichtern und Tiefen. Auch konnte ich jetzt etwas höhere Iso Werte benutzen, ja rauschen gibt es auch bei Kleinbild :-) aber ich finde es weniger störend Frag mich nicht warum ? Das größte Plus ist in denn RAW zu finden ! bei der Nachbearbeitung der Bilder hat man tatsächlich mehr Spielraum.
    Abschließend muss ich sagen das ich mich noch nicht entschieden habe ob ich wechseln soll oder nicht ! für 6-8 % mehr Bildqualität muss man ganz schön tief in die Tasche greifen…

  14. Bin sowohl mit einer Canon 6D wie mit einer Fujifilm X100T unterwegs. Vom Gefühl her „entschleunigt“ die spiegellose das Fotografieren und zwingt ein kleines bisschen mehr zum gezielteren, überlegteren Fotografieren. Schön ist natürlich auch das geringere Gewicht, die Kompaktheit … – gerade auf Reisen und im Alltag ist sie ein treuer Begleiter.

    Nicht missen möchte ich die Canon aber vor allem dann, wenn’s drauf ankommt schneller zu fotografieren. Serienbilder, Autofokus – wenn viel in Bewegung ist und viel passiert, fühle ich mich mit der 6D besser ausgestattet.

  15. lass uns wissen, was du bei deinem test dann letztendlich rausgefunden hast! mir gehts grad ähnlich – einerseits reizt mich die d7200 (nikon), andererseits schwärmen so viele von den spiegellosen systemen, die deutlich weniger gewicht haben – und vielleicht das gimmick eines schwenkbaren displays, gegen das sich nikon ja aus unerfindlichen gründen gar so arg sträubt.

  16. Liebe Birgit,
    ich stehe seit über einem Jahr vor einem ähnlichen Problem, ich brauche eine neue Kamera weil meine D700 nicht mehr die verlangte Auflösung bietet und einen Defekt hat, der unschön ist.
    Augenscheinlich wäre es richtig, eines der Nachfolgemodelle D810 etc. zu kaufen. Doch die sind mir zu schwer und wenn man täglich damit arbeitet, ungesund für den Rücken. Zudem enthalten sie zuviel technischen SchnickSchnack, den ich als Berufsfotografin nie brauchen werde.
    Natürlich habe ich mich auch bei den Spiegellosen umgeschaut, doch die sind nicht für meine Arbeit tauglich. Zumal ich in meinen Fotokursen die unterschiedlichsten Modelle sehe und die Probleme, die damit einhergehen. Einige Gründe würde ich dir gerne nennen, vl.. ist es für dich entscheidend:
    1. Akkulaufzeit, viel zu kurz. Wenn man Nikons-Akkus gewöhnt ist, steht man auf einmal im Dunkeln da. Entweder man braucht 2-3 Ersatzakkus oder eine Ladestation, die Outdoortauglich ist, aber beides kann nicht Sinn der Sache sein.
    2. Das Display. Bei Sonnenschein stehtst du ähnlich wie beim Smartphone im Dunkeln und fotografierst Blind. Der Sucher zu klein, sodass man hier nicht mehr sieht. Klappdisplay kann zwar ganz praktisch sein, aber die Dinger brechen ab und bei meinem Glück, ist es das erste Teil, was kapput geht.
    3. Chromatische Aberrationen, vor allem bei den Fuji-Objektiiven. Hier steht Preis und Leistung in keinem Verhältnis, für ca. 600 Eur, die die Objektive im Schnitt kosten, bekommst, du hochwertige Objektive von Nikon, Tokina und co.
    4. Das RAW und die Arbeit in Lightroom ist nach wie vor Problematisch. Es ist zwar für Lightroom ein Armutszeugnis, dass Raws von anderen Herstellern wie Nikon oder Canon immer noch stiefmütterlich behandelt werden, aber es bringt dir als Fotografin nichts, wenn du bei der Bearbeitung nur Probleme hast.
    Für mich hat sich gezeigt, das im Moment die Spiegellosen nicht für den beruflichen Einsatz geeignet sind, auch wenn sie wunderbar leicht und oft auch recht hübsch sind.

    Was hältst du denn von der Nikon D7200? Ist zwar nicht Vollformat, aber sie ist eine tolle Alternative nach der D90 (die ich im übrigen auch immer noch habe). Sie ist leicht, hat zwei Kartenslots und alles was eine gute Kamera mitbringen muss.

    Ich weiß, eine Entscheidung ist nicht nur schwerr, sondern auch finanziell nicht einfach. Ich habe mich höchstwahrscheinlich für die Nikon Df als Nachfolgerin für meine D700 entschieden. Ich weiß, sie ist sehr umstritten, doch das was ich brauche bringt sie mit und sie ist wunderbar leicht. Aber ich wäre froh, wenn die Entscheidung einfacher wäre :-)

  17. Hey Birgit,

    OT: bin eher zufällig auf deine Seite gestoßen, weil du wohl mal die ziemlich geniale Foto Cheatcard kommentiert hast. Muss erstmal ein Lob für deine Website und deine erfrischend kreative, natürliche und unprätentiöse Fotografie loswerden!

    Zur Sache: Mirrorless ist für mich z.Z. noch kein Thema: Akkulaufzeiten, Ergonomie, Vielseitigkeit, Telefotografie, Systemausbau, optischer 100%-Sucher und eine Reihe anderer Kleinigkeiten weisen für mich immer noch in Richtung DSLR.

    Schieße selber eine Pentax K-3 DSLR (die bei Nikon am Ehesten mit einer D7100 zu vergleichen ist), und frage mich angesichts der gebotenen Bildqualität und Möglichkeiten ersthaft, wozu ich eine Vollformatkamera (apropos D750) oder eine Spiegellose brauchen sollte. Mit der erstklassigen und kameraspezifischen Prime-Rauschunterdrückung in DxO OpticsPro 10 haben für mich mittlerweile auch Hoch-ISO-Shoots ihren Schrecken verloren. ISO 3200 ist bei sauber belichteten DNGs eigentlich immer drin, wahrscheinlich könnte man sogar noch ISO 4000 bis 5000 zum Fliegen kriegen.

    In jedem Fall viel Erfolg bei deiner Wahl, und noch mehr beim Fotografieren, denn letzten Endes ist es ohnehin der Mensch hinter der Kamera, der der noch so tollen Kamera sagt, wie und wann sie das Bild machen soll …

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