Project Life ist (für mich) tot – lang lebe das Fotobuch!

Zwei Jahre, 2013 und 2014, habe ich Project Life gemacht. Diese Fotoalben im Einstecksystem.

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Das mache ich seit diesem Jahr nicht mehr. Denn die zweite Hälfte von 2014 hinkte ich durch ziemlichen Studienstress permanent hinterher. Das hat mir ziemlich die Freunde genommen, aus Hobby wurde ein weiterer Punkt auf meiner To-Do-Liste. Tatsächlich habe ich die letzten zwei Wochen immer noch nicht fertig, die Fotos liegen abzugbereit auf meinem Rechner.

Allerdings muss ich zugeben, dass dieses Album und das wöchentliche Rückbesinnen an sich etwas sehr Schönes ist. Darum mache ich es dieses Jahr digital. Nicht mit der offiziellen Project-Life-App, die alle Fotos in dieses Raster presst und mit teils echt kitschigen Hintergründen versieht. Sondern in einer eigenen InDesign-Datei, A4, die ich am Jahresende drucken lassen werde. Es gibt Wochen, da habe ich täglich das Bedürfnis festzuhalten, was so passiert. Es gibt Wochen, da passt alles in einen einzigen Absatz, weil ich nicht mehr erzählen will oder kann. Außer der Startseite für jede Woche gibt es kein festes Schema. Und genau das macht es so entspannt. Ich hab Stress? 3 Sätze und ein Foto müssen reichen. Ich will meine heutigen Entscheidungen später nachvollziehen können? Dann gibts halt mehr Text.

Hier ein paar Bilder für eure Inspiration. Digital in ein Magazin-Mockup gebaut, damit ihr euch vorstellen könnt, wie es aussehen wird.

Macht wer von euch auch sowas?

Dieser Beitrag hat 5 Kommentare

  1. Die Idee gefällt mir wirklich gut. Zugegeben ich habe auch ein Project Life Album. Wobei ich für mich nie den Anspruch hatte regelmäßig in festen Zeitabständen etwas rein zuschreiben. Wenn etwas tolles passiert ist (Urlaub oder so) mache ich ein paar Seiten und gut.
    Aber ein Fotobuch hat natürlich seinen ganz eigenen qualitativ hochwertigen Charme. Gerade für die vielen wunderschönen Fotos ist das eigentlich die richtige Bühne. Ein Nachteil ist allerdings dabei auch das dies nur vor dem heimischen Rechner zusammengefügt werden kann.
    Hm vielleicht wäre für mich eine Mischung eine Lösung eine Art Tagebuch – App um Texte festzuhalten und am Ende des Jahres mit den korrekt getagten Fotos zu einem Fotobuch zusammenfügen.

    Die ersten Seiten deines Buches sind auf alle Fälle schon mal eine Augenweide!

  2. eine tolle Idee! Ich habe auch gerade angefangen den Umzug in unsere neue Wohnung mit Fotos zu dokumentieren. Ich lese gerne Blog’s aber ich habe keinen eigenen und meine Doku wollte ich auch für mich und unsere Helfer erstellen, heißt nicht in der Öffentlichkeit posten. Am Ende würde ich auch gerne so eine Art Fotobuch drucken.
    Ich habe lange nach Vorlagen gesucht, so richtig gefunden habe ich aber nichts. Indesign habe ich leider nicht aber den Magix Grafik Designer damit versuche ich einzelne Seiten zu erstellen bin aber mit den vorgegebenen Lösungen nicht so ganz zufrieden.
    Bisher füge ich die Seiten mit dem LR Buchmodul zusammen und speichere sie als PDF Datei.

    Deine Version gefällt mir sehr gut, daher würde ich gerne wissen wie man an solche Vorlagen kommt .
    viele Grüße Karin

    1. Das ist überhaupt keine Vorlage… Ich hab mir in InDesign eine Datei in A4 erstellt, einige Hilfslinien (Raster) gezogen und losgelegt. Vielleicht wäre es für dich eine Alternative, die Seiten nicht via LR zu machen, sondern mit dem Blurb-eigenen Programm. Wenn ich mich recht erinner, kann man da auch ganze Bücher anlegen und lokal speichern, bis man fertig ist.

  3. Eine schöne Idee. Vor allem unkompliziert. Ich habe schon darüber nachgedacht, wie ich Ereignisse festhalten kann. In den Blog gehören viele private Dinge einfach nicht rein, dabei habe ich es früher, als das Kind noch sehr klein war, genossen, in meinen Blog reinzukritzeln und immer mal wieder zurückzuschauen. Auf die Idee, einfach ein digitales Tagebuch anzulegen bin ich komischerweise noch nie gekommen. Das wäre auch mal wieder ein Anlass, die Kamera ganz ohne großes Anspruchsdenken oder mit meiner Stockschere im Kopf herauszuholen.
    Vielen Dank für die Anregung, vielleicht greife ich das auf :-)

  4. Hallo Birgit,

    ich habe tatsächlich Projekt Life immer digital gemacht, weil ich mit Fotos ausdrucken und dann in diese Hüllen packen immer mehr Zeit gebraucht hätte und auch noch einen gesonderten Platz, um alles aufzubewahren. Digital kann ich es Sonntag Abend auf der Couch mit meinem Laptop machen oder auch nur schon mal ein paar Erinnerngen rein schreiben. Text ist dabei immer weniger geworden. Ich hab mir dazu in Photoshop Express kleine Vorlagen gebaut, die vom Aufbau den orginalen Projekt Life Aufteilungen ähneln, aber natürlich kann man sie je nach bildern anpassen. So habe ich es im letzten Jahr geschafft immer aktuell zu sein. Fertige Seiten packe ich mir gern auf privates PicasaOnlineAlbum und so kann ich auch schon unterm jahr immer mal wieder durchblättern, wenn ich Lust dazu habe.

    Und im diesen Sinne wünsch ich dir viel Erfolg und Spaß den neuen Weg für Erinnerungen für dich zu entdecken.

    Ich hab sogar schon mal was dazu auf meinem Blog geschrieben (siehe Verlinkung), aber er zeigt die Fotos gerade nicht mehr an. Weiß gar nicht warum.

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