Tipps zur Petersburger Hängung

Teil meiner Bachelorpräsentation waren Bilder, angebracht nach Art der Petersburger Hängung. Also geordnetes Chaos. Dabei habe ich einiges ausprobiert, was ich bisher irgendwo gelesen oder gehört hatte. Hier meine Tipps für alle, die es nachmachen wollen. Ist bissl viel Text geworden, aber es hat sich bewährt!

1. Planung

  • Viele verschiedene Bilderrahmen bekommt man günstig im Sozialkaufhaus (in Bayreuth ist das das Kaufhaus Regenbogen).
  • Zuerst alle Rahmen auf der Erde arrangieren, bis man zufrieden ist. Eine geometrische Gesamtform (bei mir ein Oval) hilft, damit es am Ende harmonisch wirkt.
  • Das Ganze von oben abfotografieren und am Rechner ausprobieren, welche Bilder in welchen Rahmen sollen.
  • Auch kleine Bilder, die sehr hell oder dunkel sind, wirken sich ziemlich stark auf die Gesamtwirkung aus. Darum lieber länger probieren, bis alles passt.

2. Vorbereitung

  • Es ist viel einfacher Rahmen auf der Erde liegend zu arrangieren, als später an der Wand alles auszumessen.
  • Aus mehreren Papieren, z.B. alten Tonpapieren, klebt man sich eine Fläche zusammen, die so groß ist wie die Bilderrahmen zusammen.
  • Die Bilder werden auf dieser Fläche arrangiert.
  • Nun gilt es, den Bildabstand festzulegen. Ob dieser gut aussieht, sollte am besten sowohl bei einem großen als auch bei einem kleinen Bild getestet werden.
  • Wer sich aus Pappe ein Quadrat zurechtschneidet, dessen Kante genauso lang ist wie der Bildabstand, tut sich später viel leichter mit dem Ausmessen.
  • Jetzt müssen alle Bilder exakt angeordnet werden. Ich habe mit dem größten begonnen, habe seine Kontur nachgezogen, das so entstandene Rechteck mit einem Bildtitel beschriftet und es weggelegt.
  • Tipp: Wenn das Bild wegen des Aufstell-Klappdings auf der Rückseite wackelt: einfach umdrehen. Banal, aber wenn man am Rechnen ist, kommt man nicht sofort darauf.
  • Das nächste Bild wird jetzt parallel mit Hilfe der Abstandshalter ausgerichtet und ebenfalls nachgezeichnet.
  • Wenn mehrere Bilder auf einer Flucht liegen, hilft ein Lasermessdings oder eine straff gespannte Schnur, damit sie exakt auf einer Linie sind.
  • Nachdem alle Bilder nachgezeichnet waren, habe ich ausgemessen, wo genau die Aufhängung auf der Rückseite ist, und diese Position auf dem Papier angekreuzt.

3. Aufhängen

    • Trotz der Vorbereitung dauert auch diese Phase noch etwas.
    • Zuerst wird das Papier an die Wand geklebt. Bitte darauf achten, dass Höhe sowie der Abstand rechts und links passen und alles gerade ist. Gerade im Sinne der Bildkanten, die nicht zwingend parallel zur Papierkante sind.
    • Durch jedes Kreuz einen Nagel hämmern, dann das Papier vorsichtig abziehen.
    • Wenn man jetzt die Bilder aufhängt, wird es sicher noch leichte Abweichungen vom Plan geben. Da braucht es Fingerspitzengefühl und einen Hammer, mit dem man die Nägel feinjustiert.
    • Zickt ein Bilderrahmen, weil der Nagel nicht tiefer in die Wand kann und er deshalb nicht plan liegt, helfen Abstandshalter auf der Rahmenrückseite. Kappaplatten sind super, aber Styropor oder etwas anderes, dickeres hilft ebenso.

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Viel Spaß beim Nachmachen :)

 

 

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