Ein neuer Stern am Bloghimmel: Foodfotografin Elisabeth im Interview

Heute ist Elisabeth auf einen Tee zu mir gekommen. Eine liebe Freundin, Pressefotografin, seit einem Jahr intensiv in der Foodfotografie unterwegs und seit wenigen Tagen Foodbloggerin. Aus einer Tee-Laune heraus haben wir beschlossen, ein kleines Interview zu führen. Und los geht’s.

Buns02webHallo Elisabeth, ich hab zwar schon etwas verraten, aber stell dich doch bitte kurz vor.

Ich habe schon immer leidenschaftlich gerne gekocht und gebacken – und zum Glück habe ich eine Familie, die alles isst, was ich auf den Tisch stelle. Darum habe ich schon immer gerne in der Küche experimentiert und neue Rezepte ausprobiert. Ich sammel Kochbücher, die mich inspirieren, aber ich koche dann immer etwas eigenes.

Für die Zeitung habe ich schon immer Foodfotografie gemacht und durch den Online-Food-Workshop bei Susan Brooks habe ich meiner Leidenschaft für Foodfotografie jeden erdenklichen Raum gegeben, mir ein ein kleines Fotostudio angelegt und Regale mit Geschirr und Utensilien gefüllt. Besonders liebe ich alte Teller und Tassen, die ich im Antiquitätengeschäft oder bei Ebay aufstöbere.

Seit zwei Wochen gibt es jetzt deine Website. Ich mag sie, keine Frage, aber es gibt ja schon einige Foodblogs. Warum noch einer?

Als ich erste Foodfotos auf Facebook gezeigt habe, kam immer wieder die Frage nach dem passenden Rezept. Und genau darum geht es auf meiner Seite: um meine Foodfotos und die Rezepte dazu. Dabei möchte ich niemandem Kochen und Backen beibringen, sondern sehe es eher als Inspiration für andere.

Mir geht es gar nicht darum, eine Food-Plauder-Bloggerin zu sein. Ehrlich gesagt nervt mich das immer, wenn ich mich auf einem Foodblog erst durch familiäre Neuigkeiten, die mich gar nicht interessieren, durchlesen muss, bis ich zu fünf ähnlichen Fotos komme. Darum ist mein Blog sehr puristisch aufgebaut: zwei Fotos, ein Rezept. Natürlich entstehen bei jedem Shooting deutlich mehr Bilder und Varianten, aber öfter als zweimal muss man denselben Kuchen nicht zeigen, finde ich.

IMG_0075webWo findest du deine Inspirationen?

Ich sammel leidenschaftlich gerne Kochbücher und habe andere Foodblogs abonniert. Dort entdecke ich ein Rezept, auf das ich Lust habe. Daraus mache ich meine eigene Variation. Bevor ich in der Küche loslege, überlege ich erst einmal, wie ich das fertige Gericht darstellen möchte. Dann baue ich das Set auf, mit Dummy für das Essen. Schiebe Teller herum, tausche Servietten und Tassen aus, setze das Licht und mache Probeaufnahmen. Das kann durchaus ein bis zwei Stunden dauern, die mir aber großen Spaß machen. Ich kann darin richtig versinken.

Dann wird gekocht und gebacken. Für das eigentliche Shooting brauche ich dann eine halbe bis eine Stunde. Dabei mache ich natürlich noch Veränderungen. Erst der ganze Kuchen, dann angeschnitten, einzelne Stücke, und das alles aus verschiedensten Perspektiven.

Danach wird das Essen ggf. noch einmal aufgewärmt und meiner glücklichen Familie vorgesetzt.

Was wünscht du dir für die Zukunft?IMG_0033web

Ich würde gern ein eigenes Kochbuch machen. Ob nur Fotos oder mit selbst kreierten Rezepten, das wäre mir egal, aber mein Fotostil in einem Buch, das wär schon ultracool! Kurzfristig wünsche ich mir, dass sich mein Blog verbreitet, weil die Leute Gefallen an meinen Bildern finden.

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