Familienchronik: Making of (Teil 1/3)

Kürzlich zeigte ich einige Bilder meiner Familienchronik und wurde gefragt, ob ich ein paar Tipps für solch ein Projekt hätte. Gern!

Was ihr hier seht, sind größtenteils Auszüge aus meiner Dokumentation. Im Studium müssen wir zu jedem Projekt eine Doku anfügen, in der wir begründen, warum wir was wie gemacht haben (und was wir probiert und verworfen haben). Weil die Lernkurve ebenso wichtig ist wie das fertige Projekt.

Weil dieses Projekt sehr privat ist, kann ich euch nicht alles zeigen. Bilder sind abgeschnitten, Bereiche unlesbar. Das versteht ihr sicher!?

Buchformat, Druckerei und Zukunftsfähigkeit

Stellt euch auf viel Arbeit ein – die jede Stunde wert ist!

Das Ziel dieser Buchreihe war von Anfang an, dass sie mit jeder Ge­ne­ration um einen Band erweitert wird. Darum musste das Format zu­kunftsfähig sein.

Weil ich nicht davon ausgehen kann, dass meine Kinder, Nichten und Neffen alle InDesign beherrschen, ist das Fotobuch mit seiner intuitiv bedienbaren Software mit hoher Wahrscheinlichkeit das Medium, mit dem sie den nächsten Band gestalten werden. Nach einer Recherche möglicher Anbieter entschied ich mich dafür, Blurb.com* als Maßstab zu nehmen – aus zwei Gründen. Zum einen habe ich selbst bereits mehrere Fotobücher dort bestellt und war stets sehr zufrieden. Zum anderen ist es Blurb gelungen, sich direkt in das Programm Adobe Lightroom einzubinden, und das sehe ich als Hinweis dafür, dass es dieses Unternehmen noch in vielen Jahren geben wird.

Deshalb entspricht das Format der von mir gestalteten Bücher exakt dem der Blurb-Bücher.

*Dies ist ein Affiliate-Link. Wenn ihr über diesen Link bestellt, entstehen für euch keine Mehrkosten, ich bekomme aber eine kleine Provision.

Struktur

Struktur ist in diesem Projekt extrem wichtig. Ich habe zunächst alles gesammelt, Fotos wie Texte und Zitate, das ich bekommen habe. In Word habe ich dann eine Datei angelegt und die Kapitel und Unterkapitel festgelegt. Anschließend habe ich alles, was ich an Texten und Informationen zu diesem Kapitel hatte, dazukopiert und ausformuliert.

Erst, als der Text stand, habe ich alles in InDesign (dazu später mehr) übertragen und die Fotos dazusortiert.

Bildbearbeitung

vorher-nachher

Vor und nach der Bearbeitung

Viele der Fotos hatten wir ursprünglich nur als Papierabzüge. Die mussten alle mit 300 dpi gescannt werden. Dabei habe ich gemerkt, dass unser Scanner Staub nur so anzieht. Alle paar Fotos musste ich die Glasplatte reinigen, um nicht ganz viele weiße Punkte in den Bildern zu haben.

Trotzdem sind alle Bilder nachbearbeitet, sofern die Authentizität nicht gelitten hat. Sprich: Risse und Knicke sind zum Teil geblieben, aber Farbveränderungen und kleine Beschädigungen habe ich entfernt. Hat rund 18 Stunden gedauert. Das sollte man erst machen, wenn man weiß, dass das Foto auch ins Buch kommt ;)

bildkante

Eine Detailansicht einer der Seiten. Das Foto habe ich freigestellt und mit all seinen Fehlern auf der Seite platziert.

 

Dieser Beitrag hat 3 Kommentare

  1. Hallo Birgit, das SW Fotos sollte nach der Bildbearbeitung richtig schwarzweiß sein. Also in Graustufen umwandeln und die Tonwerte über das gesamte Historgramm spreizen. Das grünliche Grau in Grau entspricht nicht dem Original.

    Tom

  2. Sorry für die späte Antwort, war offline…

    Paleica, vielen Dank :)
    Tom: Jain. Tatsächlich hat das Originalbild diese Färbung, warum auch immer. Habs am Ende aber rausgenommen, weil schön isses tatsächlich nicht.

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