Eine Woche im Monat der Fotografie / Berlin

Yeah, ich bin in Berlin! Hier ist grad der Monat der Fotografie, eine Veranstaltung mit über 100 Fotoausstellungen. Darum sind wir von der Uni aus eine Woche hier und jeder schaut sich die Ausstellungen an, auf die er Lust hat. Heute ist Tag 4 (Montag war Anreise) und ich war schon in über einem Dutzend Ausstellungen. Da die quer über die Stadt verteilt sind, ist das schon was!

Die bisher spannendsten möchte ich euch vorstellen! Und weil ich für jedes Bild mehr als 1000 Worte bräuchte, ist die Überschrift jeweils der Link zur Onlinegalerie dieser Ausstellung – damit ihr zumindest einige dieser Fotos auch sehen könnt!

Wald. Landschaft der Erinnerung

Hier war ich allein, weil kein anderer mitwollte. Sie haben was verpasst! Der Fotograf hat Waldaufnahmen in der Dämmerung gemacht, die schlichtweg fantastisch sind! Man kann hineintauchen, sie sind ruhig, tief und mit unglaublicher Sogwirkung. Kommt auf einem mehrere Meter großen Aludibond-Abzug noch mal viel viel besser als am Monitor.

Gender Studies

“Sie selbst sagt, sie wolle Menschen so sehen und zeigen, wie sie sich selbst sehen. Sich dieser Philosophie und der gesellschaftlichen Bedeutung bewusst, hat sich Bettina Rheims nun erneut dem Thema Transgender gewidmet und mit Gender Studies eine faszinierende Porträtserie von 25 Menschen geschaffen, die sich der Kategorisierung von Männlichkeit und Weiblichkeit entziehen.”

Die Ausstellung war wirklich faszinierend – und irritierend. Da hat man ein Schema, das man Zeit seines Lebens erfolgreich angewendet hat, und auf einmal passt es nicht mehr. Es gibt nicht nur Mann oder Frau.

Der Alchimist

Fotos von früher. Aufgenommen ohne Fotoapparat. Mit verschiedenen Materialien wie Mullbinden oder Kleber (?) auf Negativ-Glasplatten experimentiert, die wieder übernander gelegt und so belichtet. Anders. Spannend.

Vinter

Im Beschreibungstext steht, dass der Fotograf seine Winterdepression dadurch bekämpfen wollte, dass er in Skandinavien Winterfotos machte. Naja, wir waren weniger begeistert. Aber konnten seine Depressionen gut nachempfinden. Das einzige Bild, das mich überzeugt hat, steht direkt auf der Website. Die depressive Stimmung, der Kontrast zwischen Schein und Sein. Das hatte für mich was.