Medienexkursion: Frankenpost
Die Frankenpost, die „Stimme der Region“ und regionale Tageszeitung für Oberfranken, wurde im Oktober 1945 gegründet mit der Lizenznummer vier in Bayern. Sie war damit neben der Süddeutschen Zeitung eine der ersten Tageszeitungen in Bayern, die nach dem Zweiten Weltkrieg mit Erlaubnis der Siegermächte erscheinen durften. Wir hatten Gelegenheit, das Druckzentrum der Frankenpost zu besuchen – hier eine Zusammenfassung spannender Fakten aus meiner Mitschrift.

Die Zahlen und Ressourcen für den Zeitungsdruck sind beeindruckend:
- Pro Woche werden 130 t Papier verbraucht.
- Die ersten 1000 Ausgaben werden direkt in den Müll geworfen (und später recyclet).
- Es werden je Ausgabe 60.000 Zeitungen gedruckt.
- Im Druckzentrum arbeiten 70 Mitarbeiter in einem Drei-Schicht-Betrieb.
- Im Papierlager wird der Bestand für eine Woche gelagert. Eine Rolle ist 1,40 m breit, wiegt 1,2 t und umfasst 23.000 m Papier.

Der Druck der Zeitung kann nur bei mindestens 50% Luftfeuchtigkeit durchgeführt werden. Unter Höchstlast druckt die Maschine, die 30×6 m groß ist und 460 t wiegt, 32.500 Zeitungen pro Stunde.
Maximal 5 Beilagen sind einer Ausgabe beigelegt und senken ihren Preis. Die Zusteller fahren somit täglich 27,5 t aus.

In einem Film erfuhren wir zudem, dass insgesamt 1.500 Mitarbeiter (Redaktion, Druck, ca. 1000 Zusteller) an einer Ausgabe beteiligt sind.

