Buchrezension: “60 Tipps für kreative iPhone-Fotografie” von Martina Holmberg

Aus dem dpunkt.verlag gibt es ein Buch über iPhone-Fotografie, das ich euch heute vorstelle. Es ist für alle Hobby- und Anfängerfotografen, die ihren Handy-Bildern mehr inhaltliche Tiefe und etwas Pepp verleihen möchten.

Fakten

Titel: 60 Tipps für kreative iPhone-Fotografie.
Autor: Martina Holmberg
Verlag: dpunkt.verlag
Preis: 16,95

Zum Aufbau

Der Aufbau des Buches ist meines Erachtens gut. Es umfasst diese Themen:

  • Erste Schritte
  • Weniger kann mehr sein
  • Schulen Sie Ihr Auge
  • Alltagbilder
  • Schöpfen Sie aus dem Vollen
  • Porträts
  • Filmen

Hinzu kommen die zwei Galerien von drei iPhone-Fotografen mit kurzer Vorstellung und einigen Bildern – eine gute Idee und eine gute Ergänzung.

Am Ende des Buches gibt es noch eine Übersicht der genutzten Apps, was ich sehr praktisch finde.

Die Tipps

Die ersten Tipps gehn natürlich ums iPhone und die Handhabung der Kamera. Sie erklären die iPhone-eigene Kamera sehr gut, gehen aber leider nicht darauf ein, dass es andere Kamera-Apps gibt. Etwa eine, die schneller ist als das Original (Namen weiß ich nicht mehr, nutze die interne, weil die auf dem Sperrbildschirm ist). Oder eine, die speziell nachts mMn bessere Ergebnisse liefert (NightCap).

Dann geht es weiter mit den Tipps, und davon gibt es viele und sehr viele verschiedene. Tipps zu Apps und Motivtipps. Themenideen (“mach eine Serie”) und Tipps zur eigenen Einstellung (“es gibt kein Falsch”). Die Tipps sind schon fast immer sinnvoll den Kapiteln zugeordnet, aber meiner Meinung nach fehlt trotzdem die finale Ordnung, die das Ganze rund macht. Ich kann den Finger nicht drauf legen, aber ich habe das Gefühl, dass es eine große Collage aus Themen ist, die nur lose durch die Kapitel zusammengehalten werden. Ok, das ist jetzt auch nicht das Wichtigste an dem Buch.

Einige Tipps hätte ich auch 1:1 so formuliert, bei anderen bin ich etwas unschlüssig, ob ich das als gleichwertig gute und nutzbare Idee empfinde. Themenideen wie “leere Flächen” oder “faszinierende Formen” gefallen mir. Aber ich persönlich würde “Schüsse aus der Hüfte” oder “Hässliche Motive” jetzt nicht unbedingt empfehlen. Ok, kreativ ist alles irgendwie, ist halt Geschmackssache.

Am Ende des Buches gibt es ein Kapitel zum Filmen. Das hat mich irritiert, denn der Buchtitel spricht nur von Fotografie. Mich reizt es zwar nicht, Filme am Handy zu schneiden, viel zu fisselig, aber es gibt bestimmt Leute, denen das Spaß macht.

Die Beispielbilder

Foto 150x150 Buchrezension: 60 Tipps für kreative iPhone Fotografie von Martina HolmbergSchön finde ich, dass das Buch sehr großzügig mit Beispielbildern ist. Jeder Tipp wird illustriert, und fast immer empfinde ich die Bilder als sehr passend. Ein ganz klares Manko ist nach meinem Erachten jedoch, dass quasi alle Bilder intensivst nachbearbeitet sind. Bis hin zu “Schnappschuss vom Hund von oben mit gefühlten 10 Filtern”. Der typische Instagram-Look, mit gerissenen Kanten, Farbflecken, Färbungen usw.

Für eine Serie mag ich das ja mal, aber am Ende des Buches hatte ich überhaupt keine Lust, Handyfotos zu machen. Weil ich so eine Farb-Kitsch-Überdosis hatte. Hier mal ein eigenes Bild, im Stil der abgebildeten Bilder aus dem Buch.

Fazit

Ein Buch mit guten Anregungen! Wer schon eine Weile fotografiert, wird hier kaum was Neues finden. Für den Handy- und Fotoneuling ist das Buch jedoch durchaus geeignet, eigene Ideen zu finden und sich mit der iPhone-Kamera vertraut zu machen.

Hinweis: Dieses Buch habe ich vom Verlag zur Rezension erhalten. Der Deal ist: Buch gegen ehrliche Rezension. Dieser Beitrag entspricht 100% meiner Überzeugung – wäre das Buch schlecht, hätte ich das auch geschrieben. Wär ja auch schön blöd von mir, meinen guten Ruf für ein Gratis-Buch aufs Spiel zu setzen

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