Studentenfutter: Orientierung, Buchstaben- und Frühstücksfotos

Meine ersten beiden Studentenwochen sind rum und es ist viel passiert.

Was hab ich erlebt?

Viel. Ich bin jetzt wieder Student, mit allem, was dazu gehört. Einführungsveranstaltungen, Kennenlernspiele, bereits mehrere Stunden in der Cafeteria. Wir sind 21 Leute, allesamt kreativ, und völlig verschieden. Direkt von der Schule, bereits andere Studiums oder Ausbildungen… mit einigen versteh ich mich besonders gut und erste private Treffen sind ausgemacht :)

Was habe ich gelernt?

Einiges. Wir haben völlig verschiedene Fächer und Themen – die hier könnten euch interessieren:

Typografie:
Übung 1: Wir durften unseren Namen setzen, wobei jeder Buchstabe aus einer anderen Schriftart sein muss. Gar nicht einfach! Bei der ersten Besprechung kam mein Entwurf bei der Dozentin schon gut an, aber selbst hab ich nicht das Gefühl, dass er schon fertig ist. Bis nächste Woche hab ich Zeit, ihn weiterzubearbeiten. Bin da sehr gespannt, Typografie reizt mich von allen Fächern mit am meisten, aber ich halte es auch für eines der schwersten Fächer – zumindest für mich.

Übung 2: Um unser Auge zu schulen, sollten wir mit der Kamera losziehen und Buchstaben im Alltag suchen. Das hat mir viel viel Spaß gemacht und seither seh ich überall Buchstaben ;) Eine schöne Übung, die hilft, die Umwelt auch mal anders wahrzunehmen.

Wer errät alle Buchstaben, die ich hier fotografiert habe?

buchstaben

Bildbearbeitung:
Mir ist klar, dass man bei Photoshop ganz am Anfang anfangen muss, um diejenigen mit wenig oder keine Erfahrung abzuholen. Wir haben aber nen netten Prof, dem wiederum klar ist, dass sich die Fortgeschrittenen dabei nur langweilen. Darum sprechen wir einfach am Anfang der Stunde mit ihm, und wenn wir alles schon kennen, bekommen wir die Hausaufgaben gesagt und dürfen gehn :)

Zusammen mit diesem Prof und der Typografiedozentin machen wir eine coole Semesterarbeit. Wir sollten unser Frühstück fotografieren, so 50 Fotos, zur gemeinsamen Bearbeitung. Ich konnt des Gefühl, mit unbearbeiteten Bildern da aufzutauchen, einfach net haben… einen Tag hab ich standgehalten, aber sie dann doch bearbeitet – vor der Vorlesung, anstatt währenddessen.

Da ich morgens nur nen Brötchen kauf und Tee koche, hab ich das auch so festgehalten. Und dann das Frühstück „unterwegs“. So richtig mit Stativ und Selbstportraits. Wollte unbedingt die Dämmerung mit drauf haben und hab es entsprechend vor der 8-Uhr-Vorlesung gemacht. Extra früher aufgestanden. Wer mich kennt, weiß, dass es keinen größeren Beweis für meine Motivation gibt.

fruehstueck

Jetzt gilt es, dieses Thema weiterzuspinnen, um genug Input für ein Fotobuch zu bekommen (am Ende soll ein Printmedium rauskommen, und Fotobuch bietet sich bei mir einfach an). Die Ideen bisher, brainstorming-artig entstanden im Gespräch mit den beteiligten Dozenten:

  • Wie entsteht eigentlich das Brötchen, das ich früh morgens so unachtsam esse? Werd nächste Woche um dreiviertel 6 beim Bäcker sein und den Liefer- und Schmierprozess bildlich festhalten (ma guggn, ob ich die Bilder auch zeigen darf).
  • Wie machen das eigentlich andere Leute? Überlege, einige unterwegs-Esser zu interviewen.
  • Weiterdenken: Welche Assoziationen verbinde ich mit dem Unterwegs-Frühstück. Einsamkeit? Zeitersparnis? Mittel zum Zweck? Ruhe vor dem Sturm? – Wie ich das visuell umsetzen kann, weiß ich aber noch nicht.

Kurz: Ich werde ganz schön gefordert. Find ich aber gut! :)

Dieser Beitrag hat 17 Kommentare

  1. Hey das liest sich ja gut !!!
    Das ist ein toller Zwischenbericht – find ich klasse wie du kreativ tätig bist – wie Buchstabenidee ist ja total genial !!!
    So was in der Art wollte ich auch schon mal machen – Namen oder Sprüche mit solchen Buchstaben schreiben bei mir eher so in der Richtung
    http://www.naumi.cc/

    Lass es dir gutgehen meine Liebe ;)

    GLG Manu

  2. Hey, das klingt richtig spannend. Ich freu mich, dass es dir so gut gefällt. Für eine Fotochallenge musste ich auch mal Buchstaben in meiner Umwelt suchen. Wirklich interessant, wie sehr sich die eigene Wahrnehmung ändert.
    Ein bisschen beneide ich dich um deine spannenden Aufgaben. Klingt doch wesentlich besser als „Verfassen sie einen druckreifen Lexikoneintrag zu einem Grundbegriff der Pädagogik“. ;)
    Ich wünsche dir viele sprudelnde Ideen,
    Karla

  3. Das könnte ja wieder ein tolles Projekt werden, bestimmte Buchstaben in der Natur oder eben draußen zu finden.
    Ehrlich, dein erster Buchstabe fällt mir schwer, ach das ist ein W!
    die andern habe ich wohl alle.
    Deine Studien machen ja richtig Freude und sie spornen an. Bitte mehr davon, das ist hoch interessant.

  4. Also mir ist das W ganz leicht gefallen (hoffentlich ist es auch richtig :-))
    Dann sehe ich da noch ein A und ein F in der ersten Reihe. Das O und das T in der zweiten Reihe meine ich zu erkennen. Was aber ist in der Mitte? Ist das ein G?
    Liebe Grüße
    Astrid

  5. Das hört sich sehr interessant an und man bekommt irgendwie sofort Lust auch sowas zu machen. Aber wahrscheinlich bin ich eh zu blöd für sowas… Studierst du Grafikdesign eigentlich „hauptberuflich“ also ganztags oder nebenbei, also neben deinem eigentlichen Beruf?

  6. Hey Birgit, das muss ich unbedingt weiter verfolgen, denn es liest sich echt interessant. Ich glaube, wenn ich jetzt 10 Jahre jünger wäre und nochmal wählen könnte, würde ich auch in diese Richtung Studieren. Leider wusste ich damals noch nicht das mir sowas doch so sehr zusagt und somit bleibt alles nur ein Hobby.

    Vielleicht kann ich ja das ein oder andere durch dein Studium hier dazu lernen. Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg und vor allem Freude daran.

    LG Christina

  7. WAFOQT ist richtig :)

    @Christina: Ich bin auch schon Ende 20, aber mei, wenn man so lange braucht, bis man „seinen“ Weg im Leben findet… ;)

    @transience: Es ist Vollzeit. Wirklich Vollzeit. So viel hab ich seit Jahren net gearbeitet. Aber es lohnt sich.
    Oder, um es so auszudrücken:

    Lernkurve: /
    Energiekurve: ——-

  8. Hey,
    für den Bäcker bist Du ein bißchen spät. Woher ich das weiß? Ich war mal Konditor und einige andere in meiner Familie sind Bäckermeister. Tja, die stehen schon ein wenig früher auf, um Dein Brötchen in den Korb zu legen. Gut, da wird bei uns der Laden gerade eingeräumt und es geht 6.00h die Tür auf.
    Aber die Idee an sich ist schon gut. Dir viel Spaß damit, und lieben Gruß
    margit :love: :idea:

  9. Das klingt nach einer menge Arbeit. Und die macht sicher auch eine Menge Spaß :-)
    Für mich käme wegen der Kinder und des Wohnorts nur ein Fernstudium in Frage. Und da ich mir sowas nicht leisten kann, kommt das leider gar nicht in Frage.
    Aber ich lese gerne deine Erfolge im Studium, berichte als gerne weiter. :-)

  10. Dein Studium hört sich total interessant an, besonders die Buchstabenaufgabe finde ich sehr inspirierend, ich werde mal darauf achten, welche Buchstaben mir so über den Weg laufen. Bitte berichte unbedingt weiter davon! :)

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