mein erstes Paar-Shooting

Vor einigen Wochen war es soweit, ich hatte mein erstes Paar-Shooting. Heute möchte ich euch von dieser Erfahrung berichten. Fotos darf ich leider keine zeigen, das möchten die beiden nicht – aber die besten Szenen werd ich so ähnlich mit Freunden wiederholen, damit ich ein paar Bilder für mein Portfolio hab.

Das Licht

Fotografiert haben wir vornehmlich im Bayreuther Hofgarten. Gegen halb 9 startete das gute Licht, das hatte ich schon rausgefunden. Leider gab es morgens einige Verzögerungen durch eher knapp geplantes Aufstehen (man sollte am Vorabend keinen Spieleabend machen) und wir waren erst gegen 10 vor Ort. Da war schon richtig grelles Augen-zusammenkneif-Licht. Darum hab ich mit Gegenlicht und Blitz gearbeitet, was insgesamt sehr gut ging. Nur die Lensflares hab ich nicht so gut erkannt, die kommen auf den Fotos aber schon sehr deutlich raus. Ich finds cool, aber muss man halt mögen.

Die Posen

Das mit dem Posen fand ich schwer. Die beiden hatten keine Vorstellungen, was sie wollten, und ich musste da spontan Ideen entwickeln. Insgesamt hat es gut geklappt. Hier meine Lieblingsposen:

  • Er mit Rücken zur Kamera, sie umarmt ihn und schaut über seine Schulter direkt ins Bild
  • Ihr Kopf an seiner Schulter (stehend, sitzend)
  • Küsse (passt immer)
  • Beide laufen auf die Kamera zu, springen, und ich fotografiere sie samt ihres Schattens
  • Beide tun so, als würden sie gleich auf die Kamera zusprinten, stehen in Startposition
  • Sitzend auf Bank, schauen sich an, der Wind geht durch ihre Haare
  • Zudem haben wir ein paar schöne Fotos mit einer Rose und mit Seifenblasen gemacht – Accessoires helfen echt, wenn man grad nicht weiß, was man mit den beiden machen soll ;)

Bildgestaltung + Perspektive

Durch einen Vorder- und/oder Hintergrund erhalten viele Bilder zusätzlichen Reiz. So habe ich in einer Position das Blumenbeet vor der Bank unscharf als Vordergrund genommen. Bis ich Ärger kriegte, ich würde noch krank, wenn ich mich dauernd auf den Bobbes setzen würde *hust* Die meisten Bilder sind aber – abgesehen vom obligatorisch unscharfem Hintergrund – mehr oder weniger flach, weil ich lieber auf „Nummer sicher“ gehen wollte, was die Motivwahl angeht. Und weil es gar nicht so einfach ist, im Park (zumindest auf den Wegen) einen anderen Vordergrund als einen Baumstamm zu finden… Dann lieber ein leuchtend grüner Frühlingshintergrund, da hab ich gut drauf geachtet.

gutaussehend ist nicht fotogen

Die beiden waren hübsch. Allerdings hatte „er“ ein Talent dafür, immer irgendwie komisch zu gucken, den Mund zu verziehen oder das Kinn rauszustrecken. An diesem Tag habe ich gelernt, dass gutaussehend und fotogen zwei sehr verschiedene Sachen sind :D

Feedback und Fazit

Von ca. 450 Bildern sind am Ende rund 120 übrig geblieben. Die beiden sowie die gesamte Familie war sehr happy mit den Fotos. Das schönste Lob war, dass man den Bildern nicht ansieht, dass ein Fotograf zugegen war. Darüber hab ich mich sehr gefreut. Und zwei „echte“ Fotografen haben mir auch bestätigt, dass die Bilder gut sind.

Tja, da steh ich nun, wollte nie Menschenbilder machen und stelle wieder mal fest: Das kann ich. Und es hat mir sogar Spaß gemacht. Mist!
Andrerseits: Wenn man sich nicht weiterentwickeln würde, wär das Leben doch langweilig, oder?

 

Dieser Beitrag hat 6 Kommentare

  1. Ein Viertel ist aber eine echt gute Quote. Ich und mein Freund – wir lassen uns auch gerne knippsen. ;) Wenn du in MUC bist, sage Bescheid. :)

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