Fotografieren in Bahnhöfen – Regelung für Amateure

Wer schon einmal in einem Bahnhof fotografiert hat, ist mit einiger Wahrscheinlichkeit von einem Angestellten der Deutschen Bahn angesprochen worden, ob er denn eine Genehmigung habe. Nachdem es mir Weihnachten so ging, habe ich bei der Bahn nachgefragt – ja, als Hobbyfotograf darf man ohne Genehmigung fotografieren. Freundlicherweise hat mir die Bahn sogar die Hausordnung (da steht das indirekt drin) und nen Guide für Amateurfotografen zur Verfügung gestellt – die ihr euch hier downloaden könnt. So steht einem ungestörten Bahnhof-Shooting nichts mehr im Wege :)
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Dieser Beitrag hat 30 Kommentare

  1. Renee

    danke Birgit 😉

  2. jens

    danke, kann man sicher mal brauchen. :)

  3. Gini

    Vielen Dank für diese wirklich hilfreichen Informationen, habe mir die PDFs gleich gespeichert 😉

  4. Ronny D.

    Vielen Dank!!

  5. Sebastian

    Dankeschön. Du hast mir das Suchen erspart. Im früher habe ich nämlich ein Bahnhofsshooting :-)

  6. Matthias

    Danke für die nützliche Information.

  7. Gerhard

    Danke, so kann ich mich für die nächste Ansprache vorbereiten.

  8. torsten winkler

    supi, dass du das weitergeleitet hast :)

    ich wusste zwar, dass es legal ist, ALLES zu fotografieren, was ohne hilfsmittel (leitern oder ähnliches) im normalen öffentlichen raum einzusehen ist, doch bei bahnhöfen wär ich auch ins grübeln gekommen.

    ich wurde in new york mal von sicherheitskräften ausgefragt und dann weggeschickt, weil ich eine fahne neben einem völlig uninteressanten gebäude fotografiert habe. stellte sich heraus, das das irgendeine minibehördenaußenstelle war. wie ich erst später rausbekam, wär auch das fotografieren dieser einrichtung nach amerikanischem recht legal gewesen.

  9. Claus

    Danke für die Infos. Bedauerlich für Zitterrochen wie mich ist natürlich dass Stative tabu sind.

    Weiss da einer wie man doch mit Stativen kann?

    Oder gar wie man eine Professionelle Erlaubnis kriegt, für den Fall dass das dann doch mal Geld bringen soll?

    Danke für jede Info!

    Zu Torsten: Ging mir ähnlich. In AbuDhabi den Boulevard geknippst und dann die Nacht bei der Geheimpolizei verbracht. War wohl die Börse und die Iranische Botschaft im Bild. Weiss unsereins aber halt net. Immerhin konnte mich unser Geschäftspartner rausholen, obwohl der Polizeichef mir zu meinen Erklärungen klar sagte „I don’t believe you“.

  10. Günter

    Hi
    Danke dafür

  11. Manu

    Danke – good to know – da weiß ich ja schon Argumente, falls mich das mal trifft und ich mal was am Bahnhof knipse :)

  12. derPapa

    auf in den Bahnhof und alles aufnehmen :zufrieden: Danke für die Links

  13. sushisu

    Am Bahnhof kann fast alles geknipst werden. Der ICE ist designgeschützt, der darf auch von Hobbyknipsern nicht abgelichtet werden.
    U-Bahnhöfe haben ihr eigenes Hausrecht, da muß man sich vorher beim jeweiligen Betreiber erkundigen.
    Das Stativtabu ist auch für mich bitter. Auf dem Bahnhof ist es doch immer so dunkel. 😉

    Viele Grüße Silke

  14. torsten winkler

    sushisu: das mit dem ice stimmt so nicht. jedes in der öffentlichkeit freie objekt, was man ansehen darf, darf auch fotografiert werden. egal von wem. allein schon vom logischen menschenverstand her – wie um alles in der welt will irgendjemand verhindern, dass ein ice irgendwo mal nicht mit aufs foto kommt. die bahn hat ja nicht mal genug mitarbeiter um die gleise von schnee zu befreien, geschweige denn für derartige maßnahmen. designschutz dient dazu, dass andere beim bau von zügen oder zugähnlichem nicht ohne weiteres die ices kopieren. weil so gesehen sind nämlich auch alle automodelle designgeschützt (selbst die berühmten erlkönige werden von profis fotografiert und dann in automagazinen gezeigt!) und mode sowieso etc. etc. nach der verbotslogik dürfte das alles nicht fotografiert werden.

    also wann immer jemand kommt und versucht etwas der allgemeinen öffentlichkeit frei zugängliches durch ein „verbot“ zu schützen blufft der nur (oder der hat keine ahnung) und dies hat keine auswirkung auf dein recht das zu fotografieren.

    viele liebe grüße
    torsten

  15. Michael

    Danke für die Info. Grundsätzlich kannte ich den Inhalt zwar. Es ist aber gut, zu wissen, dass das Papier im letzten Jahr nochmal neu verfasst worden ist.

  16. Uwe

    @Claus: Beanbag nehmen. Möglichkeiten den irgendwo aufzulegen gibts ja quasi überall. Oder ne Superclamp mit nem kleinen Ballhead obendrauf…

    @Birgit: Du hast sicher auch die Genehmigung der Bahn die beiden Downloads hier anzubieten…

  17. annette

    Danke für die Information. Hausordnungen sollte man kennen, ich hab neulich im Zoo Hannover auch mal versucht diese zu interpretieren, was da fotografisch erlaubt ist und was nicht. Hier scheint es ja jetzt ganz eindeutig zu sein. Vielen Dank für´s Veröffentlichen. LG Annette

  18. bee

    @Claus: Ich hab bei meinem Bahn-Ansprechpartner noch einmal nachgefragt, ob ich seine Mailadresse rausgeben kann. Oder ob er sogar persönlich antworten möchte. Hab aber bisher keine Antwort. Ansonsten vermittle ich gerne.
    @Torsten: Doch, der ICE ist geschützt und darf so nicht veröffentlicht (oder gar fotografiert?) werden. War auf einem Rechtsseminar für Fotografen vom DVF, und der hat das gesagt – wusste es vorher schon aus anderen Quellen.
    @Uwe: Ja, habe ich. Ganz ausdrücklich. Fand ich sehr nett.
    @Annette: Und wehe, man fragt an der Kasse… bisher konnte mir kein einziger Zoo direkt beantworten, wie das mit dem Veröffentlichen ist. Musste immer per Mail die Pressestelle kontaktieren…

  19. Uwe

    @Birgit: Auch Referenten erzählen manchmal Mist. Schau Dich mal im Netz um, Du findest 100.000de Fotos des ICE. Das Fotografieren des ICE kann Dir keiner verbieten. Wie auch? Veröffentlichen ist ne andere Baustelle. Hier greift der Geschmacksmusterschutz. Siehe dazu hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Bildrechte#Schutz_als_Geschmacksmuster

    Das die Bahn bei kommerzieller Nutzung der Bilder mitverdienen will kann ich verstehen. Die Frage ist dabei: Wo ist die Abgrenzung? Wenn Du eine Foto in die fc hochlädst, machst Du das zwar privat, die fc ist aber definitiv ein kommerziell orientiertes Unternehmen. Selbst bei rein privaten Communities stellt sich diese Frage, sobald da Werbung geschaltet wird.

    BTW: Dein Bahn-Kontakt sollte die Frage genau beantworten können. Abgesehen davon fände ich es sehr laienhaft wenn die Bahn in den PDFs private Fotos und selbst deren Veröffentlichung unter bestimmten Bedingungen erlaubt, dabei aber weiter reichende Verbote für ICEs nicht nennt. Ich glaube da hätte jeder Richter was dran auszusetzen…

  20. torsten winkler

    uwe: so sehe ich das auch. und danke für den wiki-link, dort steht das ja ziemlich gut drin. :)

    für die downloads braucht man aber keine genehmigung. schließlich erspart man der db damit den aufwand und die infos werden in keinem maße zweckentfremdet benutzt. es dient im gegenteil der aufklärung über die interessen der db und erspart allen seiten unnötige fragen etc.

  21. Uwe

    @Torsten: Ob man für die Downloads eine Genehmigung braucht kann ich nicht beurteilen, das kannn nur die Bahn bzw. der Bereitsteller der PDFs. Ich rate jetzt mal das die PDFs auf den Bahn-Seiten frei downloadbar sind. Ich hätte da dann auf die direkten Doanload-Links verwiesen, auch schon deshalb weil da wahrscheinlich immer die aktuellen Versionen liegen.

  22. bee

    @Uwe 1: Ja, ich hoffe, dass wir hier noch eine Antwort bekommen.
    @Torsten: Denke schon, dass zumindest der 2. Text unter’s Urheberrecht fällt… insofern schon.
    @Uwe 2: Nein, eben nicht. Die Hausordnung habe ich vergeblich gesucht, und von dem Fotografen-Leitfaden habe ich bis zum Mailverkehr mit der Bahn nicht einmal gewusst. Sonst hätte ich natürlich verlinkt, genau aus dem von dir genannten Grund.

  23. torsten winkler

    ok, jetzt lassen wir uns mal rechtlich nicht davontreiben :) ein text, der eine allgemeine information darstellt fällt nicht gleich unters urheberrecht. dazu müssen schon gewisse schöpferiche qualitäten einfließen. das ist ein standard-infoschreiben, wie es die bahn an jeden anfrager raussendet. das erkennt man daran, dass erstens keine personalisierung erfolgt (niemand persönlich angeredet ist) und zweitens an der überschrift: „Informationen für Hobbyfotografen und –filmer“. es handelt sich also eindeutig um ein schreiben an alle hobbyfotografen – somit ist allein schon dadurch die absicht des herausgebers (db) zu erkennen, diese information der entsprechenden zielgruppe zugänglich zu machen. der sinn und die absicht des schreibens dient also dazu, den willen des herausgebers einer interessierten gruppe zugänglich zu machen. es ist sogar davon auszugehen, dass der herausgeber die vervielfältigung nicht nur billigt, sondern die verbreitung sogar erwünscht.

    beide dokumente sind in eindeutig erkennbarer originalversion mit den entsprechenden deutlichen angaben zum absender versehen. unter keinen umständen kann von der verlinkung oder den texten her erkannt werden, dass es sich nicht um das offizielle material der db handelt oder das sich birgit als deren herausgeber darstellt. da es sich bei den inhalten nicht um urheberrechtlich geschütztes material handelt und es zur allgemeinen information dient ist die eigentlich löbliche rechtliche vorsicht hier übertrieben. die verbreitung ist eindeutig im sinne des herausgebers.

    viele liebe grüße
    torsten

  24. bee

    @Torsten: Da magst du Recht haben. Aber was ist mit der Veröffentlichung des DB-Logos? 😉 Im Ernst, in solchen Fällen ist es sicher sinnvoll, das Go des Unternehmens zu haben. So ganz grundsätzlich. Die DB war ja sehr nett, aber „im Sinne des Herausgebers“ – das sehen einige große Unternehmen durchaus anders. Die Erfahrung hab ich schon machen dürfen (zum Glück ohne dass Schaden entstanden ist).

    Einigen wir uns auf „Vorsicht ist besser als Nachsicht“?

  25. torsten winkler

    die logos werden (auch in diesem fall) nicht von dir verwendet, sondern von der bahn, um ihre inhalte als ihre eigenen zu kennzeichnen. würdest du das logo der bahn benutzen um z.b. deinen artikel „aufzuwerten“, DANN wäre es ein missbrauch.
    die infos, die du weiter gibst sind doch dafür gedacht, das eine möglichst breite masse der leute diese kennt (hausordung für alle, fotografierhinweise für fotografen). gerade was die hausordnung anbelangt müsste eigentlich jeder, der einen bahnhof oder zug betritt, diese zuerstmal kennen und akzeptieren. und jeder, der auf bahnhöfen fotografiert muss die infos der bahn dazu kennen, um sich daran halten zu können. …

    also alles in allem brauchst du dir in diesem falle wohl keine sogren zu machen. bei anderen sachen ist das sicherlich eher angebracht und da kann ich auch der vorsicht nur zustimmen :)

    viele liebe grüße
    torsten

  26. Claudia

    Danke Birgit :up:

  27. Pingback: VoThoGrafie.de » Interessantes im Netz

  28. twinfighter

    Nabend,

    hilft dennoch nur bedingt:

    Zitat: „Der Einsatz von Scheinwerfern, Blitzanlagen und Stativen ist nicht erlaubt“

    Da ist man schon arg eingeschränkt. Wenn man Laserpointer und Taschenlampen
    als „Scheinwerfer“ bezeichnet, dann ist also Lichtmalerei verboten!

    Auch wenn man meint, dass es dort viele schattige Orte gibt,
    so ist doch ein kleiner Aufsteckblitz, um mal eben das Gesicht eines
    Portraits auf zu hellen, ebenfalls verboten. Von Lampenstative
    und Softboxen möchte ich schon gar nicht erst reden.

    Und das aller Schlimmste: Stative sind verboten???
    Soll ich jetzt etwa mit Iso 1.600 … 3.200 in den
    U-Bahnhöfen rumlaufen? Also so ganz klar und eindeutig
    finde ich das Schreiben jetzt auch wiederum nicht.

  29. Pingback: #234 - Pullern | Happy Shooting - Der Foto-Podcast

  30. Uwe 3

    Wie ein anderer Uwe schon vorschlug, einen Beanbag oder ähnliches verwenden. Da muss man als Fotograf etwas fantasievoll und flexsiebel sein. Mal eine etwas andere Perspektive probieren. Vom Boden aus fotografieren, Langzeitaufnahmen (damit entgeht man auch Rechtlichen Problemen mit Personen auf den Bildern) An eine Säule anlehnen, Kofferkuli verwenden usw. Die Bahnhöfe bieten da genügend Möglichkeiten.

    @Birgit: danke für die Info, sollte man immer dabei haben, wenn man sich mit der Kamera einem Bahnhof nähert.

    Um das zu umgehen, kann man auch auf kleinere Bahnhöfe ausweichen, da ist ja eh niemand, der eetwasdagegen haben kann. :)

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