WordPress-Plugins – meine Empfehlungen

Mein Fotografieblog hier läuft ja mit dem Programm WordPress. Dazu gibt es eine Menge Erweiterungen, sogenannte Plugins, die Zusatzfunktionen zulassen. Cindy von der Blogwiese hat dazu aufgerufen, dass wir mal unsere Plugins vorstellen – und so uns gegenseitig Tipps geben. Na da mach ich mal mit, hab schließlich selbst schon sehr von solchen Listen profitiert.

Achtung, jetzt kommt einiges an Text und alle Nicht-Freaks Nicht-Blogger dürfen gerne weitergehen oder staunen, was ich alles kann kenne ;)

Darstellung

Bildergalerie

Wer kennt es nicht, die Lightbox-Technik: Beim Klick auf ein Vorschaubild verdunkelt sich die Website und das Bild legt sich in groß quasi davor.

Von diesen Lightbox-Plugins habe ich viele getestet. Das schönste ist für mich Lightbox 2. Leider “beißt” sich das mit einigen Plugin, darum geb ich euch gleich jquery Lightbox als Alternative.

Neueste Kommentare anzeigen

Woher weiß mein Besucher, welche Themen ganz aktuell diskutiert werden? Klar, bei den neuesten Posts sieht man es an der Kommentar-Anzahl. Aber wäre es nicht viel cooler, die neuesten Kommentare direkt angezeigt zu bekommen? Das macht Get Recent Comments – und zwar sehr gut.

Mehr Smilies!

Wie ihr ja wisst, habe ich neben den üblichen Smilies auch ein paar mehr: :coffee: :music: :unschuldig:  (übrigens hierher). Damit die einfach und zum Anklicken in die Kommentare eingebaut werden können, braucht ihr Custom Smilies. Das Plugin ist übrigens hier sehr gut erklärt!

Tipp: Den Ordner “smilies” in den wp-content verschieben, damit er nicht von Updates betroffen ist. Einmalig im Plugin einstellen, wo die Smilies liegen, und der Drops ist gelutscht.

Änderungen heimlich testen.

Gelegentlich möchte man mal ein Plugin kurz antesten, ohne dass die ganze Welt es mitbekommt, falls es schief geht. Oder ein Theme. Auf jeden Fall wäre es dann sehr praktisch, den Blog für alle außer einen selbst offline zu nehmen. Geht. Heißt Maintenance Mode. Oder alle sollen das alte Theme sehen und ihr allein das neue. Geht auch. Heißt dann Theme Tester.

Keine Trackbacks innerhalb des eigenen Blogs.

Da schreibt man einen Post, verlinkt auf einen älteren Artikel, und zack hat man im älteren einen Pingback vom neueren. Find ich tendenziell eher nervig. Wer das auch nicht mag, kann das mit No Self Pings deaktivieren.

Seiten-Navigation für Posts.

Im frisch installierten WordPress kann man unten unter Post 10 nur “ältere Beiträge” wählen und schaut bei Klick die Posts 11 bis 20 an. Was aber, wenn ich weiß, dass der Beitrag von damals im Januar so etwa Beitrag 80 sein dürfte. Zigmal Klicken? Doof. Besser: Pagebar2. Habs ewig in Gebrauch, läuft super. Konnte es grad nur nicht auf wordpress.org finden, was mich irritiert. Aber nur ein wenig.

Service an die Leser

Kontaktformular

Nach einigem Suchen bin ich auf cforms als Kontaktformular gekommen. Das Coole: Ich krieg den Eintrag als Mail, muss nur auf “Antworten” klicken, und die Antwortmail geht direkt an den Absender.

Für Diskussionsliebhaber

…und Fragensteller ist es extrem nervig, dass man immer wieder auf den Blog muss, um zu schauen, ob schon wer auf die Frage oder das Feedback geantwortet hat. Sehr nervig. Abhilfe schafft Gurken Subscribe to Comments. Klingt wie Gurkensalat, ist das Gegenteil. Der Kommentator kann angeben, dass er Folgekommentare per Mail bekommen will. Und dank Double-Opt-In-Funktion ist es auch insgesamt spamsicher.

Ups, im Kommentar vertippt

Das passiert auch mir immer mal wieder. Früher hab ich mich dann eingeloggt und das mühsam behoben. Heute geht das mit einem Klick. Dank WP Ajax Edit Comments kann ich – und jeder andere Kommentator – meine/seine Kommentare noch 5 min lang editieren.

Suchmaschinenoptimierung

Suchmaschinenoptimierung ist kein Muss, aber es ist schon nett, gelegentlich neue Besucher über Google zu bekommen! Mit diesen Plugins gehts ganz einfach. Installieren & vergessen. Ist vielleicht die quick-and-dirty-Variante, aber besser als nix und kein Aufwand ;)

  • All in One SEO Pack sorgt für generelle Optimierung der Website. Hab vergessen, was es genau macht, aber ich weiß, dass ich für diverse Suchbegriffe ziemlich weit oben bin. Rund 20% meiner Besucher kommen über Google & Co.
  • DoFollow setzt die Links in den Kommentaren zu den Webseiten der Kommentierenden vom WordPress-Standard “nofollow” auf “dofollow”. Heißt: Der Link wird von Google gewertet und gibt der Zieladresse etwas “Google-Power”. Ein kleines Dankeschön für den Kommentator – und ich selbst verliere ja nichts dabei.
    Einziger Wehrmutstropfen: Dadurch, dass der Link für Google gezählt wird, sind natürlich auch Onlinekasinos, Videoverleihs etc. sehr daran interessiert, zu kommentieren, um einen Link abzugreifen. Aber ob 1 Spam mehr die Woche oder nicht… und wenn der Kommentar wirklich gut ist (Tipp, gutes Feedback), dann soll derjenige auch seine Google-Power bekommen.
  • Umlaute (ä, ü, ö, ß) sind nicht “interentkonform”. Darum macht WordPress aus dem Beitrag “Geld in die Büchse” als Adresse “geld-in-die-buchse”. Das ist jetzt doch was andres ;) Addons sorgen dafür, dass es wenigstens so richtig wie möglich wird, also “buechse”. Ich nutze German Permalinks, was aber grad nicht verfügbar ist. Alternativ gibt es (von mir ungetestet) noch WP Permalauts. Das installier ich mal auch mal, falls das andre veraltet ist. Nen erster Spontantest war erfolgreich.
  • Google liebt Sitemaps. Ich liebe Google XML Sitemaps. Denn das macht eine Sitemap für Google. Und darum liebt Google mich. Glaub ich.
  • SEO Friendly Images sorgt angeblich für eine halbwegs sinnvolle Benennung vom alt- und title-Tag des <img>. Da ich das selbst nie ausfülle, ist alles besser als nix. Hab aber noch nie geschaut, was genau das macht…
  • Dublicate Content ist nicht gut. Bei WordPress aber vorprogrammiert, steht derselbe Text doch auf der Startseite, der Detailseite eines Posts und auf der Kategorieseite. Dagegen hilft SEO No Duplicate.

Statistik

Ich liebe Statistiken! Das ist wie Zucker. Dabei nutze ich mehrere Tools mit sehr unterschiedlichen Ergebnissen. Das könnte jetzt interessant werden.

Als Referenz nehme ich mal zwei Zahlen, die ich nicht aus Plugins habe, und dort diesen Monat vom 1. bis zum 12. Juni.

eTracker (kostenpflichtig): 2.110 Besucher
Piwik (kostenlos, ausführlich, selbstinstalliert): 1.998 Besucher

Das ist jetzt noch relativ nah beinander. Wenn man bedenkt, dass die Dinger alle Suchmaschinen und Internet-Automatismen erkennen und rausfiltern müssen, ist das ok.

Kommen wir zu den Plugins.

Count per day lässt mich nicht filtern, aus welchem Zeitraum ich die Daten haben will. Also selbst addieren. Macht für den Zeitraum: 3.583 Besucher. Viel zu viel. Da sind sicher alle Bots dabei, die das Internet hat. Habs darum grad gleich mal gelöscht.

SlimStat ist noch optimistischer: 36.110 Besucher soll ich gehabt haben. Von den letzten 10 sind 3 aus China, 1x USA, 3x unknown und 3x Deutschland. Alles klar. Zack, rausgehaun.

Mehr – und hoffentlich bessere – Statistik-Plugins hat Peer getestet. Ich für meinen Teil bleibe bei Piwik – auch, weil ich da alle Blogs übersichtlich verwalten kann.

Hier noch zwei weitere Tipps von mir:

WP-Stats zeigt zwar keine Besucher an, dafür eine nette Übersicht über die Anzahl der Beiträge, Kommentare, Top-Kommentatoren etc. Das kann ich empfehlen.

FeedStats zeigt einem ganz ohne Feedburner von Google an, wie viele Leute den eigenen Feed lesen. Bei mir kommt 261 raus. Das könnte realistisch sein.

Sicherheit und Copyright

Es gibt einige gute Wege, um WordPress sicherer zu machen. Und weil es dazu schon einen wunderbaren Artikel gibt, leite ich euch hiermit einfach auf den eh genialen Blog von Peer weiter: blogprojekt.de