Mein kleines Mini-Essen-Fotografier-Studio-Dings

Ich mach ja Kochbuchfotos (anee… was ganz Neues). Und hab ja schon bissel mit der Qualität der Bilder gehadert. Kein Wunder, sind sie doch meist direkt vor’m Essen auf die Schnelle entstanden… Damit ist jetzt Schluss. Soeben habe ich feierlich mein Mini-Studio eingeweiht:

Ein DIY-Studio, in wenigen Minuten erstellt. Bitte beachtet die Wäscheklammer, die den jeweiligen Hintergrund festhält ;)

Und das erste Bild kann sich – auch wenn der Lichtaufbau far from perfect ist – sehen lassen. Bin ganz happy!

*Birgit has reached level 3 of becoming a Meisteressensfotograf*

Dieser Beitrag hat 27 Kommentare

  1. Mensch, wie kannst Du denn um die Uhrzeit so ein leckeres Bild posten? Da knurrt sofort mein Magen…

    Zum Foto: Schöne Unschärfe im Hintergrund, leider auch beim Kloß, aber da fällt es zum Glück nicht so auf. ;-) Ich hätte allerdings ein bisschen mehr Soße an die Roulade gekippt.

  2. @Daniel: Ja, das mit der Unschärfe ist mir dann auch aufgefallen, aber ich hatte keine Lust mehr. Und zur Soße: *hust* die war nicht im Rezept drin und ich wusste nicht, wie ich die machen sollte… Hab bissel Mondamin in die Pfanne gekippt, aber das sah eher nach dünnflüssigem Meerwasser mit Algen aus (von der Substanz her jetzt) als nach Soße :shock:

    @Manu: Oh klasse *hebt das Glas* auf viele tolle Fotos und vor allem auf uns Fotografen. Wir sind doch die besten ;)

  3. schön ist was anderes – sorry.

    warum die kritik?

    also:

    1. direkt anblitzen geht mal gar nicht.

    2. komposition ist langweilig

    3. hohlkehle ist durch gewölbte serviette zu dominant

    4. unscharfer kloß wurde ja schon erwähnt

    Löungen:

    1. wenn du sowieso vom stativ fotografierst versuchs mal mit avaible light und langzeit belichtung oder mach wenigstens deinen blitz ein wenig weicher.

    2. einfach mal gewagter komponieren und nicht alles mittig – EXPERIMENTIEREN!

    3. serviette weglassen ;)

    4. n tick mehr abblenden.

    und jetzt ran an die arbeit und nachbessern ;)

  4. Ok, damit ist die fehlende Soße natürlich entschuldigt.
    Wenn ich mir das Bild nochmal anschaue fällt mir allerdings noch ein ganz gravierender Kritikpunkt auf: Du hast das Rezept hier nicht verlinkt! ;-)

  5. Sieht lecker aus (obwohl ich mich grade rundgegessen habe)!

    Was mich interessieren würde: macht es einen Unterschied, ob Du das Licht so wie jetzt hast, oder ob Du einfach grade draufblitzt?

  6. @Daniel: Das gibt’s auch erst im Kochbuch :mjam:

    @Peter: Ui, das nenn ich einen ehrlichen Kommentar ;) Bin mit Indoor-, Blitz- und Food-Fotografie noch ganz am Anfang. Und wenn ich dir jetzt sage, dass dieses Foto schon viel besser ist als die andren, die ich unter der Leuchte meiner Dunstabzugshaube gemacht hab… *hust* Macht es das etwas besser?

    Im Ernst, danke für dein Feedback! Zu den einzelnen Punkten:

    1. Diese Frage ist jetzt absolut ehrlich und nicht ironisch gemeint: Ganz direkt angeblitzt hab ich ja net (Blitz stand schräg gen Decke). Was ist daran genau falsch?
    Available Light is um diese Jahreszeit eher doof, wenn man tagsüber arbeitet und abends kocht ;)
    2. Als alleinstehendes Foto: geb ich dir Recht. Aber für mein Kochbuch wollte ich klare Fotos machen. Oder würdest du es auch dafür anders machen? Any tips?
    3. Stimmt.
    4. Mich persönlich stört es weniger, aber auf jeden Fall gut zu wissen, dass einige das anders sehen. Werd in Zukunft stärker abblenden.

    Auf jeden Fall vielen Dank für dein ausführliches Feedback! Das hat mich weitergebracht.

    @Sam: Ja, ein wenig schon. Hab die andren Bilder aber schon gelöscht…

  7. @Birgit, der Blitz geht ja nicht grade zur Decke (das würde das Licht stärker ändern), sondern etwas Licht geht noch schräg direkt vom Blitz auf das Motiv.
    Damit ist das Licht *fast*, als würdest Du direkt blitzen.

    Kipp den Blitz doch mal so, das er wirklich grade zur Decke zeigt, und guck, wie dann das Licht ist.

    Bei der hochgeklappten Serviette muss ich Peter rechtgeben – Eßtische sind normalerweise nicht so krumm ;) Eine gerade Fläche wäre passender, glaube ich.

    Komposition, schneid ruhig mehr an – es muss doch nicht die ganze Roulade zu sehen sein, alle Kartoffeln. Weniger ist manchmal mehr. Vielleicht. Einfach mal probieren.

  8. Hm, das mit den schrägen Esstischen ist ein Argument! Morgen koch ich wieder. Tagsüber, da gibt’s auch available light. Und wenn ich mutig bin, stell ich das Bild hier online :P

    Werd auf jeden Fall versuchen, eure Tipps umzusetzen! Danke für euer Feedback, das bringt sicher nochmal ne ganze Menge :love:

  9. Warum seh ich die Kommentare, die ich per eMail erhalte, nicht auch im Blog?

    Also Sam hat schon ein paar gute Anregungen gegeben. Was die Sache mit der Komposition anbelangt, überleg doch mal was mit einigen Rohzutaten im Hintergrund zu machen. Also bei einer Tomatensuppe einige Tomaten in der Unschärfe oder bei einem leckeren Steak ein Stück rohes Fleisch auf einem Holzbrett angeschnitten im Hintergrund. Damit schaffst du nicht nur einen Kontrast im Bild, sondern verleihst dem Foto auch mehr Tiefe. Kontraste (im Sinne von Gegensätzen) sind extrem wichtig für die Aussage eines Bildes – sie erwecken die Aufmerksamkeit des Betrachters und machen ein Bild erst interessant. Ich finde z.B. eine Forelle (Kühl) auf einem dunkelbraunen Holzbrett (Wärme) viel interessanter, als eine Forelle (Kühl) auf einem Teller mit blauen Zwiebelmuster (ebenfalls Kühl).

    Verstehst du was ich meine?

    Mach dir schon bevor du dein Gericht kochst Gedanken über das entstehende Bild.

    Ich würde dir empfehlen mal in die neueren Kochmagazine, wie z.b. BEEF! oder Jamies Magazine reinzuschauen. Da findest du sehr viel Inspiration.

    Beste Grüße!

  10. Wow, danke für deine Tipps! Japp, verstehe gut, was du meinst. Und freu mich sehr, dass du mir so hilfst, obwohl wir uns ja (noch) nicht kennen.

    Zu den Kommentaren: Diesen Post hab ich über ein externes Programm geschrieben und hochgeladen. Das scheint die Probleme zu machen. Mit Strg+F5 klappts dann, aber so soll’s ja nicht sein… werd’s wieder direkt übers Adminmenü veröffentlichen.

  11. Zunächst einmal bin ich beruhigt, dass ich nicht der einzige bin, der Kommentare oder Posts per RSS-Feed bzw. Mailabo bekommt, aber nicht im Browser sieht…
    Es gibt ein sehr schönes Kochbuch, bei dem auf einer DIN-A-4 Doppelseite das größte Bild die rohen Zutaten zeigt, fünf kleinere Bilder die einzelnen Zubereitungsschritte und das Resultat. Gerade das mit den Zutaten ist sehr Appetit-anregend – und lässt sich bestimmt einfacher arrangieren, da Du keine Angst haben musst, dass das Essen kalt wird… ;-)

  12. Ganz ehrlich? Da ist mir der Aufwand doch zu hoch. Bei mittlerweile 60+ Rezepten, die ich irgendwo zwischen Arbeit, Fotografie, Freunden und Haushalt koche, noch nen ganzes Shooting… da wird mir das einfach zu sehr Stress und zu wenig Spaß ;)

    Wobei ich mir das schon gut vorstellen kann, dass das richtig gut aussieht.

  13. Ehrlich währt am längsten… ;-)
    Rezept gibt’s erst im Kochbuch? Ok, dann mach weniger Fotos, dann kann ich mir das früher runterladen – Rotkohl und Kloß krieg ich auch so hin, aber die Roulade… ist das Schweinefleisch?

  14. Oh ja, lecker, aber teuer… sieht auf dem Foto so hell aus, wie Schwein…
    Dann setz‘ am besten mal die Tipps der anderen Kommentatoren hier um, damit man auch sieht, was Du hier nicht nur an Zeit investierst. :-)

  15. Ich staune nur, was man als Fotograf alles wissen muss! Ich finde das Essen appetitanregend, aber die Serviette finde ich auch zu dominant. Bleibt die Frage, ob das Bild noch gut aussieht, wenn man was von der Serviette abschneidet.

  16. Birgit,
    wenn Du mal wieder was warmes leckeres Essen möchtest, dann komm doch bei uns vorbei.
    Dein Fotoessen ist ja schon Stunden kalt bis Du zum Essen kommst. ;)

    Ganz neutral weiße Umgebung fände ich besser, dann würde der Fokus mehr auf dem Gericht liegen.

    Viele Grüße

  17. oh wie LECKER sieht das aus! hmmmmmmmmmmmm!!!!!!!!!!!!!!!
    wann wollen wir denn mit unserem projekt beginnen? nächste woche? übernächste? oder doch in der 1. dezemberwoche? bin grad nicht sicher ob wir das schon geklärt haben…

  18. @Sushisu: meinst Du nicht, dass neutral-weiße Umgebung zu steril wirkt? Die Fotos sollen ja Hunger machen, generell find ich die Idee mit der Serviette sehr gut. Und die Anregung mit den paar rohen Zutaten weiter oben hat mir auch gut gefallen.
    Bin schon sehr gespannt auf das Kochbuch-Ergebnis.

  19. Die Serviette stört, weil sie nicht als solche erkennbar ist. Wenn schon mit Serviette (absolut ohne wäre für mich ansprechender), dann wie gesagt gerade und ohne Wölbung ;) und am besten noch eine Ecke vorne zeigen. Und vorallem darauf achten, dass überall weiß ist. Man sieht auf dem Bild oben leider noch den schwarzen Untergrund. Oder war das so gewollt? Wenn ja, warum?

  20. Leute, ihr seid klasse – danke für das ganze Feedback! :love:

    @Sushisu: Hihi ich bin ja schlau, ich koch mehrere Portionen. Eine ess ich, und dann fotografier ich die andre ;) Ok, war nicht meine Idee, sondern kam von euch (Sam glaub ich?). Aber wurscht, ich muss net mehr hungrig fotografieren, und so macht es doch schon mehr Spaß.

    @Peter: *hust* weder gewollt noch gesehen, bis du mich drauf hingewiesen hast.

    Owe owe heute muss ich wirklich wieder ran, allerdings stehen Kekse auf dem Programm. Mal schaun, ob ich mich trau, das Foto hier zu zeigen ;)

  21. huhu ;)

    mir will das bild auch nicht richtig gefallen. wie peter schon sagte wirkt das mit dem „direkten“ blitz etwas unschön.

    wenn ich mal mein essen fotografiere, versuch ich meist nartürliches licht einzufangen. Ich nehm also den Teller und stell ihn unter dem Fenster auf unseren Küchentisch. Wenn draußen dann doch ein paar Wolken sind, schraub ich die iso etwas höher oder belichte länger.

    Desweitern würde ich versuchen deinen „weißabgleich“ anzupassen. Bei meiner canon stell ich diesen meist auf „wolken“ (~ 5000 Kelvin) welches dem nartürlichen Licht(5777 Kelvin) am meisten ähnelt. Dadurch wirken viele Farben etwas wärmer.

    einfach mal ausprobieren.

    lg
    markus

  22. @ Daniel:
    Mir ist die Serviette einfach zu dominant. Von der Farbe her und vom Muster. Die Tellerumgebung muß nicht zwingend weiß sein, sie sollte aber eben dezent sein.

    @ Bee: Ich hab mich schon gewundert, wie Du hungrig fotografieren kannst. Ich kann das nämlich auch nicht. Mit den mehreren Portionen ist es super gelöst.

  23. Sooo… hab heute das nächste Foto gemacht. Um meine Leser hier – die ja sicher net alle auf Foodfotografie stehn – net gänzlich damit zu nerven, hab ich die Diskussion ins Kwerfeldein-Forum verlagert und dort nen Post aufgemacht, wo ich immer die aktuellen Bilder reinstelle. Würde mich nach wie vor über Feedback freuen.

    Und wer das Forum noch nicht kennt: Es ist ideal grad für Amateurfotografen! Anmelden!

    Wer das nicht will, kann natürlich auch hier sein Feedback reinschreiben – der Thread müsste auch ohne Login sichtbar sein.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.