Talent kann man lernen!

Gestern habe ich auf der Karrierebibel ein Video gesehn. Ich hab eine Nacht drüber geschlafen und heut früh hat es mich umgehauen. Ehrlich wahr.

Es geht darum, woher Talent kommt. Nach neuen Forschungen lässt sich Talent auf diese Formel runterbrechen:

Talent = 10.000 Stunden Arbeit + Glück

Davon hatte ich schon gehört, aber das Video hat es mir erst richtig vor Augen geführt. Wie viele Abende verbringe ich damit, für andere Leute Photoshop-Montagen, WordPress-Installationen oder sonstwas zu machen? Wieviel Zeit verbringe ich mit eigentlich völlig unwichtigem Kram, nur weil ich kein langfristiges Ziel, keine Prioritäten habe – und darum das Gefühl, eh nichts Wichtigeres zu tun zu haben?

Das wird ab heute anders. Ab heute liegt mein Fokus ganz klar darin, mich künstlerisch weiterzuentwickeln. Dazu gehört vor allem die Fotografie, aber auch andere Techniken in Photoshop möchte ich erlernen. Ein Genie werde ich sicher nicht, aber deutlich besser hoffentlich.

Entwarnung: Alle laufenden und versprochenen Projekte führe ich natürlich zu Ende, keine Frage. Aber danach gebe ich eine Weile nur Hilfestellung in Form von Feedback, hilfreichen Links oder Antworten.

Und nach dieser langen Vorrede hier das Video (englisch) – vielleicht beeindruckt es ja den ein oder anderen genauso wie mich.

Dieser Beitrag hat 16 Kommentare

  1. Voice from hell

    Die größte Komponente in unserem Können ist also “Luck” ;-) 10.000 Stunden arbeiten kann jeder, aber Glück hat noch lange nicht jeder ;)

  2. Aki

    Den Artikel über Selbstdisziplin und Gewohnheiten unter “neue Forschungen” finde ich hochinteressant. Die Aussicht aber, 10.000 Stunden an einer Sache arbeiten zu müssen, finde ich doch etwas schockierend. 1000 Stunden wären auch schon gut.

  3. bee

    @Voice from hell: Jaja, es KANN jeder, aber es TUT kaum einer. That’s it.

    Außerdem willst du mich doch nur provozieren, weil ich es geschafft hab, dich neugierig zu machen ;) Klappt aber nicht, ätsch :P

    @aki: 10.000 Stunden braucht man wohl, um wirklich Weltklasse-Niveau zu erreichen. Mit 1.000 oder 2.000 dürft man auch schon ganz schön weit kommen ;)

    Ich rechne mal alle Stunden hinter der Kamera und vor Photoshop zusammen, dann hab ich schon a bissel was geschafft 8)

  4. Voice from hell

    @bee:
    Die Frage ist nur, was man in den Stunden anfängt. Auswendiglernen von bestimmten Abläufen (s.g. Klickanleitungen), oder verstehen warum bestimmte Dinge so funktionieren und so gemacht werden müssen.
    Und wer noch Glück dabei hat, kommt auch mit weniger Stunden aus :P
    Aber es ist schon klar das man mit paar Stunden hinter der Cam nicht alles versteht.

    Und was das Neugierigmachen angeht, pah…war ich gaaarnicht – ich war nur stark interessiert :böse:

  5. bee

    Klar, du warst gar nicht neugierig… hihi jaja.

    Stimmt, man muss natürlich verstehen. Stupide Abläufe bringen einen nur bedingt weiter. Hast du mal Recht… (genieß es ;) )

  6. Voice from hell

    Ich habe mal Recht? Du meinst, so wie nahezu immer? :-P

  7. bee

    Nene du DENKST nahezu immer, du hättest Recht. Das ist was andres.

    Dachte, das hätten wir schon ausdiskutiert!?

  8. Voice from hell

    Babe, auch DU wirst es noch verstehen…Wir hatten das schon bei dem Thema “Entfernung” XP

  9. hombertho

    Interessantes Video, dass auch sehr amüsant gemacht worden ist. 10.000h Arbeit ist sicherlich ein guter Weg um etwas zu erlernen, aber die Komponente Glück kann man nicht erlernen. Entweder man hat es oder nicht.
    Ich denke aber der Faktor X ist dennoch immer dabei und es gibt viele, die sich mit was abmühen und am Ende dennoch kein Genie dabei heraus kommt :?:
    Viele Grüße
    Thomas

  10. bee

    Dann lasse ich mal (kurz) das Geplänkel mit VFH und antworte mal ernsthaft ;)

    Die Frage ist ja, wie definieren wir Glück?

    Glück = Vorraussetzungen meiner Person?
    Dann hätten wir doch wieder den touch of god. Ich denke, dass dieser Aspekt schon noch wichtig ist. Es gibt z.B. einfach Menschen, die haben imho einfach keinen Geschmack. Ist so. Denen kannst auch nicht erklären, warum ihre Entwürfe Schrott sind. Andrerseits: Es gibt für alles eine Zielgruppe…

    Glück = einen Mentor oder das richtige Input finden?
    In Zeiten des Internets denke ich, dass man zumindest für die Fotografie sagen kann: Jeder kann es finden, wenn er sucht.

    Glück = die richtigen Kontakte knüpfen?
    Wenn man nicht nur gut, sondern auch berühmt werden will, braucht man sicher eine dicke Portion von diesem Glück. Diesen Aspekt ignoriere ich mal einfach, da mir ein Star-Dasein zu stressig wäre :zufrieden:

    Glück = die Lebensumstände lassen eine Entfaltung zu?
    Das dürfte auf jeden Fall wichtig sein. Wenn ich kein Geld habe, kann ich mir keine Kamera leisten. Wenn ich selbstständig bin, dürfte es auch mit dem regelmäßigen Fotografieren schwer werden (außer ich bin Fotograf).

    Ich gehe erstmal mal davon aus, dass man so viel Zeit nur in etwas steckt, das einem Spaß macht – würde ich heute beschließen, ein Meister-Physiker zu werden, hätte ich auch nach 10.000 Stunden keinen Erfolg.

    Nach ca. 1000 h dürften die meisten schon merken, ob sie es in der Kategorie zu etwas bringen oder nicht. Und vermutlich nur weitermachen, wenn sie erste Erfolge sehen.

    Dementsprechend ist die Chance, am Ende der 10.000 h wirklich gut zu sein, sehr hoch. Weil diejenigen, die eh “schlecht” oder “durchschnittlich” sind, gar nicht so lange durchhalten.

    Ok, dass nicht jeder sich selbst einschätzen kann und auch andere ihm kein (ehrliches) Feedback geben, das sieht man regelmäßig bei diversen Casting Shows. Hmm das kippt ja schon fast wieder meine Argumentation…

    Ich lass das mal einfach so stehen und warte, was ihr dazu sagt.

  11. Dagmar

    Ein tolles Video! :up:

    Da gibt es doch das Sprichwort “das Glück des Tüchtigen” … oder so ähnlich.
    Ich für mich denke, dieses Glück ist hier gemeint. Denn wenn ich mich hinsetze, meinen Fokus auf einen bestimmten Bereich richte, der mir Spaß macht und in den ich meine Zeit investiere, um dazu zu lernen und täglich etwas besser zu werden, dann ist die Chance recht groß, dass ich damit etwas erreiche. Was dieses “etwas” ist, hängt doch von mir und meinen Erwartungen, meinen Träumen, meinen Zielen ab.

  12. torsten winkler

    he … cooles video :) und mal ein paar gedanken dazu (auch wenn der beitrag schon uuuralt ist ;) )

    im ursprünglichen beitrag wird nicht von talent sondern von weltklasse-experten geredet. das ist ein unterschied und schon im video nicht ganz richtig dargestellt. auch ist die grunduntersuchung sicherlich nicht ganz richtig und damit die resultierende zahl von 10.000 stunden. in gebieten mit wenig konkurrenz ist man schon sehr schnell weltklasse – in anderen müsste man sich mit 6mrd (oder wieviel menschen leben gerade auf der welt?) messen. auch die art der übung, die in der zeit gemacht wird ist entscheidend. ansonsten wären wir alle schon längst weltklasse im schlafen, essen, atmen, gehen … ;)

    ich glaube das “glück” kann aus der formel gestrichen werden und sollte durch “richtung” oder “ziele” ersetzt werden. denn ohne eine richtung kommt man nirgends vorwärst. auch die richtigen quellen und anleitungen oder lehrer/meister sind notwendig, um wirklich gut zu werden.

    weltklasse-experte muss ja auch nicht jeder werden, wirklich richtig gut reicht ja schon aus. ich glaube jeder taugt zu etwas und kann in “seinem” gebiet – das mit seinen körperlichen und geistigen grundfähigkeiten in resonanz liegt – richtig gut werden. eine schwierigkeit ist es natürlich “sein gebiet” zu finden – wenn man das aber einmal hat, dann ist läuft das schon viel einfacher … (übrigens glaube ich, dass jeder mensch mehrere – wenn nicht sogar unzählige – potentielle gebiete hat)

    was ich sagen will – die 10.000h sind nicht bedingung um gut zu werden. und das glück auch nicht. vielleicht ist das alles nötig um ein weltklasse-experte zu werden, aber will man das denn wirklich?

    viele liebe grüße
    torsten :)

  13. Anne

    Tut mir echt Leid, das zu sagen, aber ich finde den Titel völligen Schwachsinn.
    Talent ist angeboren, man kann es nicht lernen. Entweder man hat es, oder eben nicht!
    Man kann höchstens z.B. seinen Blick für schöne Motive oder seine Stimme schulen, aber das ist noch lange keine Garantie dafür, dass die Bilder oder die Stimme schön werden!
    Wollt ich nur sagen! Deine Bilder sind sehr schön!! ;)

  14. Romy

    Naja ganz abwegig ist es nicht, allerdings denke ich nicht, dass mal fehlendes Talent nur durch Arbeit ersetzen kann. Etwas ausgleichen kann man es sicher aber mehr auch nicht.

  15. Peter

    Ich bin der Meinung dass, wenn man gerne etwas macht, investiert man auch viel Zeit daran. Man macht sich Gedanken, man ist voll mit Geist und Seele dabei.
    Mit der Zeit,… Einige brauchen 500 und weider andere 10000 wird man ein profi. Wenn man es aber gerne gemacht hat, war man 10000 Stunden glücklich.
    Was will man mehr. Wir wollen einfach nur glücklich sein und nicht profi. So sind wir schon am Ziel.
    Viele Grüße
    Peter

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