Dunkelkammerglücksgefühle

Das ist mal eine interessante Idee… Da ist ein Unternehmen, dem schickt man bis zu 36 digitale Bilder zu. Diese werden auf einen Schwarz/Weiß-Film übertragen, den man – unentwickelt – zurückbekommt. Den kann man dann ganz altmodisch im (eigenen) Labor entwickeln und selbst Abzüge machen (Gefunden bei Golem).

Diese Nachricht nutze ich mal, um in alten Zeiten zu schwelgen.

Damals in der Schule war ich in der Foto-AG. Wir hatten eine Dunkelkammer und haben dort einmal wöchentlich mit Entwicklungschemikalien hantiert.

Wie habe ich es geliebt, wenn das Fotopapier nach der Belichtung in der Entwicklungsflüssigkeit schwamm. Ich stand daneben und versuchte, trotz der dunkelroten Beleuchtung zu erkennen, ob das Bild gut geworden ist. Ganz langsam zeichneten sich erste Flächen und Formen ab, erst hellgrau, dann dunkelgrau, dann schwarz. Jetzt, genau jetzt ist es richtig belichtet. Schnell in die Fixierflüssigkeit damit, und aufpassen, dass es nicht tropft. Vorsichtig herausholen, ein Handtuch drunterhalten, auf den hellen Flur schleichen und – endlich – in Ruhe betrachten. Und? Ist es was geworden?

Dieses neugierige Kribbeln habe ich geliebt. Ebenso wie die ganze Arbeit in der Dunkelkammer. Die besten Bilder habe ich auf 20×30 abgezogen, und zwei davon hängen noch heute im Flur vor meinem Kinderzimmer.

Das war schön :)

Hier ein paar Bilder, die ich damals abgezogen hab – allerdings als Direktscan vom Negativ, die selbstentwickelten Positive habe ich nicht in digitaler Form.

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